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Indien zieht nach Datenschutz-Sturm zurück: Cybersicherheits-App jetzt optional

Indien zieht nach Datenschutz-Sturm zurück: Cybersicherheits-App jetzt optional

Published:
2025-12-03 10:00:39
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Indien macht Cybersicherheits-App nach öffentlicher Kritik am Datenschutz optional

Die indische Regierung rudert zurück – ihre umstrittene Sicherheits-App wird nach öffentlichem Aufschrei nicht mehr verpflichtend.

Kritiker feiern den Schritt als Sieg für digitale Privatsphäre, während Sicherheitsexperten vor Lücken warnen. Die App soll Nutzer vor Cyberangriffen schützen – doch ihre umfangreichen Berechtigungen hatten Bürgerrechtler auf die Barrikaden gebracht.

Jetzt entscheiden Nutzer selbst: Sicherheit oder Datenschutz? Ein Dilemma, das selbst die besten Blockchain-Lösungen nicht geldwerter machen. (Geld verdient in der Zwischenzeit natürlich trotzdem jemand – vermutlich die Anwälte.)

Was die App tatsächlich tut

Einige Regierungsbeamte erläuterten gegenüber Bloomberg die Funktionsweise der App. Nutzer können Betrug bekämpfen, gestohlene Telefone sperren und Mobilfunkverbindungen überprüfen. Die App benötigt Zugriff auf Anruflisten und SMS. Außerdem fragt sie nach Kameraberechtigungen und einigen weiteren Funktionen. Die Beamten betonten, dass die App weder auf Mikrofon, Standort, Bluetooth noch auf das Betriebssystem zugreift.

Das Ganze ist deshalb so wichtig, weil Indien die bevölkerungsreichste Region der Welt ist. Apple und Google (Alphabet Inc.) kontrollieren ihre Smartphone-Plattformen mit äußerster Strenge. Sie wehren sich in der Regel vehement gegen staatliche Eingriffe und argumentieren, sie bräuchten die Kontrolle, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Privatsphäre zu schützen.

Apple könnte die Anordnung anfechten.

Laut Reuters könnte Apple die Anordnung offiziell anfechten. Unternehmensvertreter äußerten sich auf Anfrage nicht dazu. Auch Google schwieg dazu.

Apple verzeichnete in Indien sein bisher erfolgreichstes Jahr mit einem Umsatz von fast 9 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr, wie Cryptopolitan . Das Unternehmen eröffnet aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage immer mehr Filialen.

Die Regierung sagt, die Zahlen beweisen die Wirksamkeit der App. Seit dem Start wurde sie 14 Millionen Mal heruntergeladen. Rund 2,6 Millionen verlorene und gestohlene Handys konnten dank der App tracwerden.

Indien hat seine Bemühungen zur Bekämpfung von Cyberbetrug auf mehreren Ebenen verstärkt, unter anderem durch die Ausbildung Tausender Cyberpolizisten in den letzten Jahren.

Scindia verteidigte die App am Dienstag. Er sagte, sie schütze die Nutzer, nicht spioniere sie aus. „Sanchar Saathi ist freiwillig, transparent und wurde ausschließlich zum Schutz der indischen Mobilfunknutzer und zur Verbesserung der Cybersicherheit des Landes entwickelt“, so Scindia. „Nutzer können die App jederzeit aktivieren oder löschen, um Sicherheit zu gewährleisten, ohne ihre Privatsphäre zu beeinträchtigen.“

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