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Eutelsat-Aktie stürzt ab: SoftBank verkauft Anteile – Satellitenriese unter Druck

Eutelsat-Aktie stürzt ab: SoftBank verkauft Anteile – Satellitenriese unter Druck

Published:
2025-12-03 11:20:32
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Der europäische Satellitenriese Eutelsat erleidet einen brutalen Kurssturz, nachdem SoftBank Anteile abgestoßen hat.

Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat erlebt einen brutalen Kurseinbruch. Auslöser ist der massive Verkauf von Anteilen durch den japanischen Investor SoftBank.

Was passiert ist

SoftBank hat einen erheblichen Teil seiner Beteiligung an Eutelsat abgestoßen. Der Verkaufsdruck traf den Markt unvorbereitet und ließ den Aktienkurs des Unternehmens einbrechen. Solche Großtransaktionen von strategischen Investoren senden immer starke Signale – und dieses Mal war es kein gutes.

Die Reaktion des Marktes

Anleger reagierten mit Panikverkäufen. Die Nachricht von SoftBanks Rückzug löste eine Verkaufswelle aus, die den Kurs innerhalb kürzester Zeit nach unten riss. Analysten fragen sich nun, ob der japanische Technologie- und Investmentgigant etwaige fundamentale Schwächen bei Eutelsat früher erkannt hat als der Rest des Marktes.

Was das für Eutelsat bedeutet

Der Vertrauensverlust wiegt schwer. Neben dem unmittelbaren Kursverlust muss das Unternehmen nun beweisen, dass seine Geschäftsaussichten auch ohne die Unterstützung eines großen Investors wie SoftBank überzeugen können. Die Branche für Satellitenkommunikation ist hart umkämpft – hier zählt jeder Vertrauensvorschuss.

Ein klassischer Fall von „Buy the rumor, sell the news“ – nur dass hier niemand mehr kaufen wollte, als die News da war. Manchmal ist der klügste Move an der Börse einfach der, rechtzeitig die Tür zu finden, bevor sie alle zustürmen.

SoftBank verkauft Anteile, da Eutelsat weit hinter Starlink zurückliegt.

Für Eutelsat, das 2023 mit OneWeb fusionierte, um mit Starlink , dem Satelliteninternet-Zweig von Elon Musks Imperium, konkurrieren zu können, könnte der Zeitpunkt nicht ungünstiger sein. Doch der Abstand ist nach wie vor enorm.

Eutelsat gibt auf seiner Website an, über 600 Satelliten zu betreiben. Starlink hingegen listet mehr als 6.750 Satelliten im Orbit auf. Der Größenunterschied ist enorm.

Das Unternehmen befand sich auf einem Höhenflug . Anfang März 2025 schossen die Aktien um über 600 % in die Höhe, als Europa nach dem Rückzug der USA aus der Militärhilfe für die Ukraine seine technologische Infrastruktur massiv ausbaute. Diese Dynamik defi nicht lange an.

Seit den Höchstständen im März ist der Kurs von Eutelsat um mehr als 70 % eingebrochen, wodurch der Großteil der diesjährigen Gewinne zunichtegemacht wurde und der langfristige Plan des Unternehmens in Frage gestellt wird.

Um die Lage zu stabilisieren, griff die französische Regierung ein. Im Juni führte Paris eine Investitionsrunde über 1,35 Milliarden Euro (rund 1,57 Milliarden US-Dollar) an und wurde mit einem Anteil von fast 30 % zum größten Aktionär von Eutelsat. Dies verschaffte dem Unternehmen Zugang zu frischem Kapital und eine Rettungsleine, reichte aber nicht aus, um seine Marktposition zu verändern. Die Fusion mit OneWeb brachte nicht die von vielen in Brüssel erhoffte Dominanz.

Der Ausverkauf von SoftBank könnte unterdessen nicht der letzte gewesen sein. Das japanische Unternehmen hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert. Die Struktur des Notverkaufs deutet jedoch darauf hin, dass SoftBank kein Interesse daran hatte, die Verwässerung hinzunehmen. Und in diesem Markt zieht ein solcher Verkauf weitere Verkäufe nachtrac.

Europäische Aktienindizes steigen, während Anleger die Entscheidung der US-Notenbank und den ADP-Bericht im Blick behalten.

Trotz des Rückschlags bei Eutelsat startete der europäische Aktienmarkt heute rechttron. Der Stoxx Europe 600 legte um 0,32 % zu und notierte bei 577,50 Punkten. Die meisten wichtigen Indizes der Region verzeichneten Gewinne. Der französische CAC 40 stieg um 0,27 % auf 8.096,74 Punkte. Der italienische FTSE MIB legte um 0,76 % auf 43.683,47 Punkte zu. Der deutsche DAX stieg um 0,32 % auf 23.786,81 Punkte. Der spanische IBEX 35 gewann 1,50 % auf 16.721,00 Punkte. Der britische FTSE 100 gab hingegen um 0,14 % auf 9.687,74 Punkte nach.

Die Kursgewinne folgten auf eine Erholung an den US-Märkten am Dienstag und einen soliden Handel in Asien über Nacht, nach einem schwachen Wochenstart. In den USA schlossen alle drei wichtigen Indizes im Plus. Nvidia führte die Technologierallye an. Auch Bitcoin erholte sich, nachdem er am Vortag seinen schwächsten Handelstag seit März verzeichnet hatte. Der S&P 500 und der Dow Jones gaben im Laufe des Handelstages nach, erholten sich aber später wieder, während der Nasdaq zunächst seitwärts tendierte, bevor er dann zulegte.

Anleger bereiten sich nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am 10. Dezember vor. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung ist laut Händlererwartungen auf 89 % gestiegen. Das ist ein deutlicher Anstieg seit Mitte November und spiegelt die Annahme wider, dass sich die Inflation schneller abschwächt als erwartet.

Die nächste Bewährungsprobe für diese Wetten steht unmittelbar bevor, denn die Arbeitsmarktzahlen des ADP-Berichts über die private Beschäftigung im November werden in etwa fünf Stunden erwartet. Es wird prognostiziert, dass der Bericht einen stabilen Arbeitsmarkt aufzeigen wird, was der US-Notenbank (Fed) mehr Spielraum für eine gegebenenfalls notwendige Lockerung der Geldpolitik geben dürfte.

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