Ripple-Update: Gründer schüttet XRP-Massen ab – Steht ein Absturz bevor?
Die Kryptoszene steht Kopf: Ripple-Gründer haben gerade einen massiven XRP-Verkauf getätigt. Was bedeutet das für den Kurs?
Marktpsychologie oder berechtigte Panik? Die Transaktionen lösen hitzige Debatten aus – während die 'Diamond Hands'-Crowd sich fragt, ob sie gerade übers Ohr gehauen wurde.
Ein bisschen Finanz-Zynismus gefällig? 'Whale-Aktivität' nennen sie das – wenn Reiche noch reicher werden wollen. Bleibt nur zu hoffen, dass die kleinen Fische nicht wieder die Zeche zahlen.
Das Wichtigste im Überblick:
- XRP mit Tagesplus, aber Wochenbilanz bleibt klar negativ belastet.
- Ripple-Mitgründer Chris Larsen verkauft 50 Millionen XRP seit Juli.
- Rund 140 Millionen US-Dollar landen direkt auf bekannten Krypto-Börsen.
- Exchange-Zuflüsse auf Jahreshöchstwert – Verkaufsdruck steigt deutlich spürbar.
- Weitere Wallets verkaufen – viele nehmen Gewinne nach Rallye mit.
- Spot-Perp-Premium wieder positiv – Vertrauen kehrt langsam zurück.
- Gewinnmitnahmen belasten, schaffen aber Basis für gesunde Marktstruktur.
Ripple-Mitgründer verkauft XRP in Millionenhöhe
On-Chain-Daten deuten auf umfangreiche XRP-Verkäufe durch den Ripple-Mitgründer Chris Larsen hin. Wie der Blockchain-Analyst ZachXBT auf X darlegt, wurden seit dem 17. Juli 2025 rund 50 Millionen XRP, im Gegenwert von etwa 175 Millionen US-Dollar, von einer Larsen zugeordneten Wallet an vier verschiedene Adressen gesendet.
Since July 17, 2025 an address linked to Ripple co-founder Chris Larsen transferred out 50M XRP ($175M) to Four addresses.
~$140M ended up at exchanges/services
30M XRP recipient
rPS9kVPbgZF4vXq2hs6s9Xv2754qdRau98
rnQXgGAjqbF4KoBpcBK5YBHyZEL7nGWWoi
10M XRP recipient…
— ZachXBT (@zachxbt) July 24, 2025
Ein Großteil dieses Volumens – etwa 140 Millionen US-Dollar – landete anschließend bei bekannten Börsen oder Serviceplattformen. Die Transfers deuten klar auf Verkaufsabsichten hin, da solche Adressen typischerweise zur Liquidierung genutzt werden. Die verbleibenden 35 Millionen US-Dollar in XRP wurden an zwei bislang unbekannte Wallets weitergeleitet, was auf eine mögliche interne Umstrukturierung oder schrittweise Abwicklung hindeutet.
Die betroffenen Adressen wurden inzwischen öffentlich gemacht. Zwei Wallets erhielten jeweils 30 Millionen beziehungsweise 10 Millionen XRP, was den Großteil der Transfers ausmacht. Der Verkaufsdruck durch einen Mitgründer wie Larsen wirft einmal mehr Fragen zur Token-Verteilung und Governance innerhalb des Ripple-Ökosystems auf.
Zugleich geht es natürlich um Vertrauen – warum cashen Mitgründer gerade jetzt aus, wo ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch möglich scheint?
Die Metrik „Exchange Net Position Change“ zeigt derweil allgemein, wie viele XRP-Token netto auf Börsen transferiert werden. Grüne Balken signalisieren Nettozuflüsse – also mehr Einzahlungen als Abhebungen – was häufig auf Verkaufsabsichten hindeutet. Rote Balken stehen dagegen für Nettoabflüsse, also mehr Abhebungen, was oft auf Akkumulation hindeutet.
In der aktuellen Phase ist ein starker Ausschlag nach oben zu erkennen – der größte Nettozufluss im gesamten Jahr 2025. Dies fällt zeitlich mit dem bekannten Verkauf von rund 50 Millionen XRP durch Ripple-Mitgründer Chris Larsen zusammen. Die Daten deuten ergo darauf hin, dass er nicht allein ist: Zahlreiche andere Wallets scheinen nach der kräftigen XRP-Rallye ebenfalls Gewinne zu realisieren.
Solche Gewinnmitnahmen nach einem starken Anstieg sind ein typisches Element gesunder Marktzyklen. Sie führen zwar kurzfristig zu Druck auf den Kurs, schaffen aber zugleich die Grundlage für eine neue Marktstruktur mit besser verteilten Beständen. Die Rallye war stark, jetzt folgt die Konsolidierung.
Spot-Perp-Premium deutet auf Erholung bei XRP hin
Doch erste Indikatoren machen Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden ist. Der Spot-Perpetual-Premium-Indikator misst die Differenz zwischen dem Kassapreis (Spot) und dem Preis von unbefristeten Futures (Perpetuals). Ein starker Anstieg signalisiert oft übermäßige Hebelnutzung und spekulative Überhitzung – wie zuletzt bei XRP nahe dem Jahreshoch. Kurz darauf folgte ein deutlicher Kursrückgang. Aktuell ist der Indikator jedoch wieder leicht positiv, was darauf hindeutet, dass sich die Marktlage normalisiert.
The spot‑perp premium is a potent signal
When it spiked on $XRP NEAR its ATH, it warned that leverage was overstretched and a purge was likely
After the flush, the premium has briefly turned positive again
Check the quoted post to add it to your charts https://t.co/DfGbinmpYy pic.twitter.com/KhwNppYIGz
— Dom (@traderview2) July 24, 2025
Ein positiver Premium-Wert spricht dafür, dass Trader nun wieder bereit sind, für XRP-Futures einen Aufpreis zu zahlen – ein erstes Zeichen für Rückkehr des Vertrauens. Die heftigste Phase der Korrektur könnte damit bereits hinter XRP liegen.