Morgan Stanley bringt günstigen Bitcoin-ETF auf den Markt und fordert Wettbewerber heraus

Morgan Stanley steht vor dem Eintritt in den Bitcoin-ETF-Markt mit einer Gebührenstruktur, die die Wettbewerbsdynamik in diesem Bereich verändern könnte. Laut einer aktuellen SEC-Einreichung plant Morgan Stanley, für sein Produkt MSBT lediglich 14 Basispunkte pro Jahr zu berechnen.

Quelle: sec.gov
Am 28. März 2026 teilte der Krypto-Kommentator Marty Party auf X mit, dass der iShares Bitcoin Trust von BlackRock, Symbol IBIT, eine jährliche Gebühr von 0,25 % hat, während der Bitcoin Mini Trust ETF von Grayscale derzeit eine jährliche Gebühr von 0,15 % aufweist. Das macht den ETF von Morgan Stanley bei weitem zur günstigsten Option für Anleger.
ETF-Nachrichten nach Börsenschluss: Morgan Stanley hat ein S-1-Formular geändert, um einen Bitcoin-Spot-ETF (Ticker MSBT) mit einer Gebühr von 14 Basispunkten vorzuschlagen – niedriger als die Produkte von Grayscale (0,15 %) und BlackRock (25 Basispunkte). Wenn er genehmigt wird, wäre es der erste Bitcoin-Spot-ETF, der direkt von einer großen US-Bank ausgegeben wird. Der…
— MartyParty (@martypartymusic) 27. März 2026
Die niedrigen Gebühren könnten nicht nur für große Investmentberater, sondern auch für Privatanleger attraktiv sein, so Investmentexperten, da niedrigere Gebühren langfristig tendenziell mehr Geld einbringen.
Die Zulassung der Börse für die Notierung von MSBT liegt vor, und dies hat viele Anleger spekulieren lassen, dass Morgan Stanley die erste Bank sein könnte, die direkt einen Bitcoin-Spot-ETF auflegt. Anleger weisen darauf hin, dass niedrige Kosten und die Börsenzulassung zu einer Verlagerung des Fokus bei Bitcoin-ETFs führen könnten.
Die Struktur des MSBT wird ähnlich der bestehender Bitcoin-Spot-ETFs sein. Coinbase wird der Prime Broker und Verwahrer der BTC-Vermögenswerte sein, während BNY Mellon administrative und Übertragungsdienstleistungen übernimmt. Der ETF wird den BTC-Preis passiv nachbilden, ohne versuchen, von den Kursbewegungen zu profitieren.
Morgan Stanleys strategischer Bitcoin-Zug
Amy Oldenburg, Leiterin der Digital Asset-Strategie bei Morgan Stanley, erklärte, dass der Schritt in die Kryptowelt nicht aus FOMO („Fear Of Missing Out“) erfolgte, sondern etwas sei, worauf sich das Unternehmen seit längerer Zeit vorbereitet habe: „Es ist nicht nur FOMO. Wir arbeiten seit Jahren an der Modernisierung der Finanzinfrastruktur, und dieser ETF ist Teil dieser Reise.“
Die Bank hat eine beträchtliche Beteiligung am Bitcoin-ETF angehäuft, mit fast 667 Millionen US-Dollar in ihrem Flaggschiff-Fonds, was 729 Millionen US-Dollar entspricht. Morgan Stanley plant außerdem, seine Technologie später im Jahr um digitale Formen seiner Aktien zu erweitern.
Um Krypto mit dem traditionellen Bankwesen zu integrieren, muss jedoch die grundlegende Infrastruktur beider Systeme überdacht werden, da sie auf sehr unterschiedliche Weise operieren.
Mit niedrigen Gebühren, einer Notierung an der NYSE und soliden institutioneller Unterstützung hat Morgan Stanleys MSBT das Potenzial, ein bedeutender Akteur im Bitcoin-ETF-Bereich zu werden, Milliarden von Dollar an Investitionen anzuziehen und gleichzeitig einen neuen Standard für niedrige Gebühren zu setzen.
Übersetzt von Sat0shiZ