Krypto-Betrug: Australische Beraterin für 10 Jahre gesperrt – 9,6 Millionen Dollar Scam
Die australische Finanzaufsichtsbehörde hat einer in Sydney ansässigen Beraterin ein zehnjähriges Berufsverbot auferlegt, nachdem sie Kundengelder in einen als riskant eingestuften Krypto-Betrieb geleitet hatte. Die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) gab bekannt, dass Glenda Maree Rogan 14,8 Millionen AUD (9,6 Millionen Dollar) auf eine Plattform transferierte, die bereits als unlizenziert gekennzeichnet war. Kunden, Familie und Freunde sollen ihr Geld verloren haben, als es in einem vermutlichen Betrugsfall verschwand, so die ASIC.
Beraterin soll Kunden getäuscht haben
Laut ASIC bot Rogan zwischen Mai 2014 und Februar 2024 ein „festverzinsliches Hochzinskonto“ an. Sie arbeitete als Buchhalterin und Finanzberaterin bei Fincare-Firmen in Sutherland und Wollongong. Anstatt die Gelder auf sichere Konten zu überweisen, leitete sie mehrere Transfers auf ihre persönlichen und geschäftlichen Bankkonten um. Ein Großteil dieser Gelder wurde anschließend in Kryptowährungen umgewandelt und an das Financial Centre weitergeleitet – eine Plattform, die laut ASIC „nicht vertrauenswürdig“ sei.

Gelder über persönliche Konten umgeleitet
Berichten zufolge transferierte Rogan zwischen März 2022 und Juni 2023 Gelder. In diesem 16-monatigen Zeitraum leitete sie 14,8 Millionen AUD auf persönliche und Firmenkonten, bevor der Großteil in Kryptowährungen floss. Ermittler behaupten, sie habe bereits im Oktober 2022 Zweifel an der Legitimität der Plattform gehabt, aber dennoch weiter agiert. Familienmitglieder und enge Freunde, die auf ihren Rat hin investierten, sind nun Teil einer laufenden Untersuchung.
ASIC gab bekannt, dass das 10-jährige Verbot am 6. Juni 2025 in Kraft trat. Rogan darf unter diesem Verbot keine Finanzdienstleistungen anbieten oder kontrollieren. Die Aufsichtsbehörde erklärte, sie Sei „keine geeignete und integre Person“ und würde wahrscheinlich gegen Finanzgesetze verstoßen, wenn sie weiterarbeiten dürfte. Ihre Lizenz lief am 8. Februar 2024 aus, seitdem ist sie unlizenziert. Rogan kann beim Administrative Review Tribunal Berufung einlegen, aber vorerst steht ihr Name im ASIC-Register für gesperrte und disqualifizierte Personen.
Verschärfung der Krypto-RegulierungDieser Schritt erfolgt im Rahmen einer breiteren Kampagne gegen zwielichtige Krypto-Geschäfte in Australien. Am 3. Juni führte AUSTRAC neue Regeln ein und setzte Transaktionslimits für Krypto-Geldautomaten durch, um Betrug einzudämmen. Im April wurden inaktive Krypto-Börsen aufgefordert, sich abzumelden oder mit einer Zwangsschließung zu rechnen. Im Februar ergriff AUSTRAC Maßnahmen gegen 13 Überweisungsfirmen und Börsen, während mehr als 50 wegen möglicher Verstöße überprüft werden. Die Regulierungsbehörden machen deutlich, dass unlizenzierte Dienste mit schnellen Durchsetzungsmaßnahmen rechnen müssen.
Investoren werden aufgefordert, das ASIC-Register zu überprüfen, bevor sie Geld überweisen. Hohe versprochene Renditen, insbesondere im Krypto-Bereich, sollten Warnsignale auslösen. Wer auf angebliche „Garantien“ stößt, könnte auf ein unreguliertes Schema hereinfallen. Während ASIC die Ermittlungen gegen Rogan fortsetzt, unterstreicht dieser Fall, wie vorsichtig Menschen sein müssen, wenn eine vertrauenswürdige Beraterin sie in etwas lenkt, das zu gut klingt, um wahr zu sein.
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Übersetzt von PumpNdump