Ethereums letzte Verteidigungslinie: Kann ETH seine kritischen Unterstützungszonen halten?
Ethereum befindet sich an einem Wendepunkt, während das Jahr 2025 näher rückt, und hält an drei großen On-Chain-Unterstützungsniveaus fest, die seine kurzfristige Preisentwicklung bestimmen könnten. Joao Wedson, Gründer und CEO von Alphractal, hob die Risiken hervor, die mit einem Durchbrechen dieser Niveaus verbunden sind.
Der erste Indikator, der MVRV Z-Score, zeigt, dass ETH auf seiner letzten signifikanten Unterstützung sitzt, bevor möglicherweise ein aggressiverer Abwärtstrend folgt. Wenn dieses Niveau versagt, könnte der Verkaufsdruck rapide zunehmen.
Die zweite Schlüsselkennzahl, die Wachstumsrate der Marktkapitalisierung, wird ebenfalls getestet. Diese Messgröße spiegelt die reale Expansion der Marktkapitalisierung von ETH wider. Ein Durchbruch hier könnte signalisieren, dass die Kapitalzuflüsse nachlassen und das Netzwerk anfällig für weitere Rückgänge wird.
Schließlich nähert sich die Delta-Wachstumsrate, die die Divergenz zwischen dem Wachstum der Realized Cap und dem Wachstum der Marktkapitalisierung verfolgt, einem kritischen Schwellenwert. Ein Fall unter dieses Niveau WÜRDE anzeigen, dass spekulatives Kapital das Netzwerk verlässt. Dies würde die Wahrscheinlichkeit einer Kapitulationsphase erhöhen und die Preise unter 2.000 US-Dollar drücken.
Für Anleger, die bereit sind, höhere Risiken einzugehen, könnten die aktuellen Kurspunkte immer noch taktische Chancen bieten. Aus einer breiteren Perspektive bleibt ETH jedoch fragil. Jeder Zusammenbruch dieser Unterstützungen könnte einen beschleunigten Abwärtstrend auslösen, da der Angebotsdruck steigt und die Nachfrage im Vorfeld des Jahres 2025 nachlässt.
Layer-2-Netzwerke stärken das DeFi-Ökosystem von Ethereum
Selbst angesichts potenziell niedriger Kurse auf kurze Sicht bleibt Ethereum die führende Blockchain im DeFi-Bereich. Laut Leon Waidmann, Head of Research bei OnchainHQ, ist hierbei ein wichtiger Punkt zu beachten: Der Marktanteil seines Mainnets am gesamten DeFi TVL liegt bei etwa 64 %. Dies stellt zwar einen deutlichen Anstieg gegenüber den Werten von 2022 dar, als das DeFi TVL im Ethereum-Mainnet nur 45 % betrug.
Unter Einbeziehung von Layer-2-Netzwerken wie Base, Arbitrum und Optimism entfallen über 70 % des TVL in DeFi auf Ethereum selbst. Es ist klar, dass Geld Ethereum nicht verlässt; es sammelt sich um es herum. Es wird mehr institutionelles Geld investiert, und diese Entwicklung der Layer-2-Netzwerke verstärkt die Dominanz von Ethereum im dezentralen Finanzwesen.
Ethereum zeigt im derzeitigen Umfeld ein gemischtes Bild. Sein Marktanteil und seine Nutzung in DeFi sind nach wie vor robust. Bestimmte On-Chain-Kennzahlen deuten jedoch auch auf einen möglichen Preisverfall hin, falls die großen Unterstützungsniveaus beeinträchtigt werden.
— Übersetzt von HashR8te