Fed beendet 2025 kryptospezifische Aufsicht – Rückkehr zum Standardverfahren
- Warum hat die Fed das Krypto-Überwachungsprogramm eingestellt?
- Wie funktionierte das nun eingestellte Programm?
- Was ändert sich jetzt konkret?
- Ist das ein Freifahrtschein für Kryptobanken?
- Welche Lehren zieht die Finanzbranche?
- Fragen und Antworten zur neuen Aufsichtspraxis
Die US-Notenbank (Fed) hat ihr spezielles Aufsichtsprogramm für Kryptoaktivitäten eingestellt und kehrt zur regulären Bankenaufsicht zurück. Nach nur zwei Jahren Laufzeit wird das „Novel Activities Supervision Program“ nun eingestampft – ein Zeichen dafür, dass die Fed ihre Hausaufgaben gemacht hat. Doch was bedeutet das für Banken, Fintechs und die Kryptobranche? Eine Analyse.
Warum hat die Fed das Krypto-Überwachungsprogramm eingestellt?
Laut einer aktuellen Bekanntmachung vom 16. August 2025 sieht die Federal Reserve keinen Bedarf mehr für eine separate Aufsichtsstruktur. „Das Verständnis für diese Aktivitäten hat sich gefestigt“, heißt es in der Mitteilung. Das 2023 eingeführte Programm diente ursprünglich dazu, Risiken im Zusammenhang mit Kryptoverwahrung, Blockchain-basierten Dienstleistungen und Kooperationen zwischen Banken und Tech-Firmen besser zu überwachen. Besonderes Augenmerk lag auf API-gestützten Dienstleistungen und Stablecoin-Projekten.
Wie funktionierte das nun eingestellte Programm?
Das „Novel Activities Supervision Program“ war kein Verbot, sondern eine Art Frühwarnsystem. Banken, die in folgenden Bereichen aktiv waren, standen unter besonderer Beobachtung:
- Kryptohandel und -verwahrung
- Stablecoin-Emissionen
- Tokenisierung von Vermögenswerten
- Zusammenarbeit mit Nichtbanken via APIs
„Es ging nicht um neue Regeln, sondern um mehr Transparenz“, erklärt ein BTCC-Analyst. „Die Fed wollte verstehen, wie diese Innovationen das Finanzsystem beeinflussen.“
Was ändert sich jetzt konkret?
Kryptoaktivitäten fallen nun wieder unter die Standardaufsicht. Das bedeutet:
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Spezielle Meldepflichten | Reguläre Prüfverfahren |
| Automatische Risikoeinstufung | Fallweise Bewertung |
| Eigener Rechtsrahmen | Bestehende Aufsichtsnormen |
Quelle: Federal Reserve, Stand August 2025
Ist das ein Freifahrtschein für Kryptobanken?
Mitnichten. Die Fed betont, dass die Integration in Standardprozesse keine Wertung darstellt. „Die Augen bleiben darauf gerichtet, nur ohne Sonderstatus“, kommentiert ein Wall-Street-Insider. Tatsächlich zeigen Daten von CoinMarketCap, dass regulatorische Klarheit den Markt stabilisiert hat – die Volatilität majorer Kryptowährungen sank seit Programmbeginn um 23%.
Welche Lehren zieht die Finanzbranche?
Drei Erkenntnisse stechen hervor:
- Regulatoren holen auf: Die Fed demonstriert, dass sie mit der Innovationsgeschwindigkeit Schritt halten kann.
- Risikomanagement funktioniert: Keine größeren Zwischenfälle trotz Experimentierfreude der Banken.
- Hybride Modelle setzen sich durch: API-basierte Kooperationen zwischen Banken und Tech-Firmen sind jetzt Mainstream.
„In meiner Praxis sehe ich, wie Banken diese Lektionen in robustere Geschäftsmodelle übersetzen“, berichtet eine Compliance-Expertin.
Fragen und Antworten zur neuen Aufsichtspraxis
Müssen Banken jetzt mehr Dokumentation einreichen?
Nein, der bürokratische Aufwand verringert sich sogar. Statt separater Berichte fließen die Daten nun in reguläre Prüfungen ein.
Betrifft die Änderung auch europäische Banken?
Nur für US-Geschäfte. Die EZB hat ihr eigenes Rahmenwerk, das weiterhin gilt.
Wie wirkt sich das auf Kryptobörsen wie BTCC aus?
Indirekt, da die Partnerbanken nun unter anderen Rahmenbedingungen arbeiten. Marktbeobachter erwarten aber keine disruptiven Auswirkungen.