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Bitcoin stürzt unter 90.000 Dollar: Die Gründe für den Absturz und was jetzt kommt

Bitcoin stürzt unter 90.000 Dollar: Die Gründe für den Absturz und was jetzt kommt

Published:
2025-12-05 18:00:00
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Bitcoin fällt unter 90.000 Dollar — Warum das passiert ist und was als Nächstes kommt

Bitcoin bricht ein. Der Kurs der größten Kryptowährung ist unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar gefallen. Ein klarer Rückschlag nach der jüngsten Rallye – aber kein Grund zur Panik für langfristige Anleger.

Die Ursachen des Einbruchs

Der Abverkauf folgt auf eine Phase der Konsolidierung nach dem letzten Hoch. Klassische Profitnahmen nach einer starken Hausse treffen auf makroökonomische Bedenken. Zinserwartungen und eine stärkere Risikoaversion an den traditionellen Märkten ziehen auch Krypto in Mitleidenschaft. Es ist der altbekannte Tanz: Liquidität zieht sich zurück, die Hebel werden abgebaut.

Was als Nächstes passieren könnte

Die nächsten Tage werden zeigen, ob die 90.000-Dollar-Marke als Widerstand fungiert oder ob eine Erholung einsetzt. Die Charttechnik deutet auf einen Test der nächsten Unterstützungsniveaus hin. Institutionelle Käufer könnten den Dip als Einstiegschance nutzen – oder weiter abwarten, bis sich der Staub gelegt hat. Die Narrative um ETFs und institutionelle Adoption bleiben intakt, auch wenn die Kurse kurzfristig schwächeln.

Ein Blick in die Glaskugel ist immer riskant, besonders in einem Markt, der von Narrativen und Sentiment getrieben wird. Aber eines ist sicher: Die Volatilität ist kein Bug, sie ist ein Feature. Wer hier investiert ist, sollte Nerven aus Stahl haben – oder zumindest einen sehr langen Anlagehorizont. Und wer jetzt in Panik verkauft, macht vielleicht genau den Fehler, den die alten Hasen an der Wall Street erwarten.

Warum der Bitcoin Kurs unter 90.000 Dollar gefallen ist

Der Rutsch unter 90.000 Dollar wurde hauptsächlich durch eine Kaskade von Long Liquidationen ausgelöst. Der Markt war stark gehebelt und schon ein kleiner Rückgang im Kurs hat Stop Loss Orders und erzwungene Verkäufe ausgelöst, was die Bewegung weiter beschleunigt hat. Der Zeitpunkt war ebenfalls ungünstig, da viele Trader vor der Veröffentlichung des Core PCE Inflationsberichts in den USA Risiko reduzieren wollten, da dieser Bericht traditionell für starke Schwankungen sorgt. Die Liquidität war weiterhin angespannt, weshalb selbst moderater Verkaufsdruck gereicht hat, um den Kurs schnell in die hohen 89.000 Dollar zu drücken.

Inflation kühlt ab und das Makro Umfeld dreht bullisch

Der bearish wirkende Move hielt nicht lange an. Kurz nach dem Dip wurde der Core PCE Wert veröffentlicht und lag bei 2.8 Prozent statt der erwarteten 2.9 Prozent. Das bestätigt, dass die Inflation weiter nachlässt. Die Erwartungen an Zinssenkungen wurden sofort stärker. Morgan Stanley rechnet mit einer Senkung um 25 Basispunkte im Dezember und White House Berater Kevin Hassett forderte die Fed öffentlich dazu auf, mit dem Senken der Zinsen zu beginnen. Gleichzeitig endete das quantitative Tightening offiziell, was einen deutlichen Wendepunkt für die globale Liquidität markiert. Historisch gesehen sind alle großen Bitcoin Bullenmärkte in Phasen von Liquiditätsexpansion entstanden, nicht in Zeiten von Verknappung.

Liquidität kehrt zurück: Stablecoins und institutionelle Nachfrage

Eine USDC Minting Aktion von 500 Millionen Dollar hat signalisiert, dass frisches Kapital in den Kryptomarkt fließen könnte. Solch große Stablecoin Mints gelten oft als Vorzeichen für bevorstehende Nachfrage. Auch Institutionen wurden schnell aktiv. BlackRock hat über 120 Millionen Dollar in Bitcoin zu Coinbase Prime transferiert, Vanguard hat den Zugang zu Bitcoin ETFs für 50 Millionen Kunden freigeschaltet und JPMorgan sowie Goldman Sachs haben ihre Kryptoaktivitäten mit neuen Produkten und Übernahmen erweitert. 

Die Dominanz von USDT beginnt zu fallen, was zeigt, dass Kapital aus Stablecoins zurück in riskantere Assets fließt. Das Ganze verstärkt das Bild eines zunehmend positiven Liquiditätsumfelds.

Was als Nächstes für den Bitcoin Kurs wichtig wird

Wenn Bitcoin sich über der Zone von 90.000 Dollar hält, rücken die nächsten Bereiche bei 92.500 Dollar, 95.000 Dollar und schließlich die psychologische Marke von 100.000 Dollar in den Fokus. Der Dip wirkt immer mehr wie ein klassischer Liquiditäts Flush und weniger wie ein struktureller Einbruch. Falls der Kurs nochmal tiefer geht, liegt Unterstützung bei 88.000 Dollar und 86.500 Dollar. Aber das Makro Umfeld mit fallender Inflation, wachsender Stablecoin Liquidität, dem Ende von QT und der klaren institutionellen Nachfrage spricht aktuell eher für eine Erholung als für weiteren Abverkauf. 

Der Kurs ist nicht gefallen, weil sich etwas an den Fundamentaldaten verschlechtert hat, sondern weil Leverage genau in dem Moment abgebaut wurde, in dem das Makro Umfeld bullisch gedreht hat.

|Square

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