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Indien pumpt 18,2 Milliarden US-Dollar in 10 Halbleiterprojekte – Lokale Chip-Lieferkette im Aufbau

Indien pumpt 18,2 Milliarden US-Dollar in 10 Halbleiterprojekte – Lokale Chip-Lieferkette im Aufbau

Published:
2025-09-23 05:00:46
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Indien bewilligte 18,2 Milliarden US-Dollar für 10 Halbleiterprojekte zum Aufbau einer lokalen Chip-Lieferkette

Indien zündet die nächste Stufe der technologischen Souveränität – mit einem milliardenschweren Push für heimische Chip-Produktion.


Regierung setzt auf massive Investitionen

Das südasiatische Land bewilligt 18,2 Milliarden US-Dollar für zehn strategische Halbleiterprojekte. Ein klares Signal an globale Tech-Giganten: Indien baut seine eigene Chip-Infrastruktur auf – ohne auf internationale Lieferketten angewiesen zu sein.


Lokale Lieferkette als strategisches Ziel

Die Projekte zielen darauf ab, eine komplette Wertschöpfungskette vor Ort zu etablieren – von der Fabrikation bis zur Verpackung. Ein Schachzug, der die Abhängigkeit von Importen reduzieren und Indien zum Player in der globalen Halbleiter-Industrie machen soll.


Timing könnte kaum besser sein

Während traditionelle Finanzmärkte mit Zinsängsten kämpfen, setzt Indien auf konkrete Technologie-Investitionen. Vielleicht sollten sich die Börsen-Orakel mal an der Realität orientieren – Chips schaffen eben mehr Werte als Chip-Aktien.

Regierung startet FörderungtronKomponenten

Im Mai stellte die indische Regierung einen neuen Plan zur Unterstützung von Unternehmen vor, dietronBauteile herstellen. Bislang gab es in Indien kaum Nachfrage nach Chips, da in Indien kaum Teile wie Kameramodule oder Bildschirme hergestellt wurden.

Diese neue Politik bietet Unternehmen, die sowohl aktive als auch passive Komponenten herstellen, cash Unterstützung. Dadurch entstehen lokale Kunden, die die Chips, die Indien herstellen möchte, auch tatsächlich nutzen können.

Im Jahr 2022 versuchte Indien, sich ausschließlich auf fortschrittliche Chip-Knoten (28 Nanometer und darunter) zu konzentrieren, in der Hoffnung, Fabriken anzulocken, die Märkte der nächsten Generation wie KI und Quantencomputing bedienen könnten. Doch das half nicht viel. Deshalb finanziert die Regierung nun 50 % der Kosten für jedes Chip-Projekt, unabhängig von der Knotengröße, und unterstützt auch Verpackung und Tests.

Unternehmen aus Taiwan, Großbritannien, Südkorea und den USA zeigen Interesse. „Die indische Regierung hat großzügige Anreize geschaffen, um Halbleiterhersteller nach Indien zutrac“, sagte Stephen, stellte jedoch klar, dass diese Zuwendungen nicht ewig anhalten können.

Derzeit wird in Gujarat Indiens größtes Chipprojekt von Tata Electronics Tron 910 Milliarden Rupien (11 Milliarden US-Dollar). Laut Tata werden in der Anlage Chips für KI, Autos, Computer und Datenspeicher hergestellt, darunter Energiemanagement-ICs, Displaytreiber und Mikrocontroller.

In Odisha arbeitet das britische Unternehmen Clas-SiC Wafer Fab mit SiCSem zusammen, um Indiens erste kommerzielle Produktionsanlage für Verbindungshalbleiter zu errichten. Die dort produzierten Chips sollen nach Angaben der indischen Regierung in Solarwechselrichtern, Elektroautos, Verteidigungssystemen und Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen.

Indien konzentriert sich auf die Ausweitung der Produktion und Verpackung

Sujay Shetty, Geschäftsführer für Halbleiter bei PwC Indien, sagte, die nächsten drei bis vier Jahre seien entscheidend. Seiner Ansicht nach werde Indiens eigentlicher Meilenstein darin bestehen, die Produktionsanlagen in Betrieb zu nehmen und logistische Hürden zu überwinden.

Sujay sagte, dass die Fabriken spezielle Standorte benötigen, Orte ohne Erdbeben, Überschwemmungen oder Probleme mit der Straßenanbindung. Außerdem benötigen sie ultrareine Chemikalien, die Indien derzeit nicht liefert.

Gleichzeitig wächst das lokale Interesse an Chiptests und -verpackungen. Der Einstieg in diese Segmente ist günstiger als in die Chipfabrik und bietet höhere Gewinnspannen. Auch mittelständische Unternehmen in Indien drängen auf den Markt.

Das gilt auch für inländische Unternehmen. Indien ist jedoch noch weit davon entfernt, hochmoderne Chips wie die 2-nm-Chips zu produzieren. Taiwan Semiconductor wird noch in diesem Jahr mit der Massenproduktion von 2-nm-Chips beginnen. Indiens Beteiligung ist unterdessen begrenzt.

Letzte Woche eröffnete Minister Ashwini Vaishnaw das neue ARM-Büro in Bengaluru. ARM plant, dort 2-nm-KI-Chips für Drohnen, Telefone und Server zu entwickeln. Die eigentliche Chiparchitektur wird jedoch weiterhin in Ländern wie den USA oder Singapur entwickelt, wo geistiges Eigentum besser geschützt ist.

Jayanth BR, ein Halbleiter-Personalvermittler mit über 15 Jahren Erfahrung in Indien, sagte, das Land verfüge seit den 1990er Jahren über talentierte Chipdesigner. Die Unternehmen geben Indien jedoch nur eine Designvalidierung auf Blockebene. Die Kerndesignarbeit verbleibt im Ausland.

Sajai Singh, Partner bei JSA Advocates & Solicitors in Mumbai, sagte, Indiens Gesetze zum geistigen Eigentum müssten überarbeitet werden. Das Land müsse die Durchsetzung verbessern und die Gesetze für Software und digitale Inhalte aktualisieren.

„Wir konkurrieren mit Ländern wie den USA, Europa und Taiwan, die nicht nur übertronIP-Gesetze, sondern auch über ein etablierteres Ökosystem für Chipdesign verfügen“, sagte er.

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