iPhone-Verkäufe explodieren um 13,5 % – Käufer flüchten vor drohenden US-Zöllen

Die Angst vor neuen Handelsbarrieren treibt die Verkaufszahlen in die Höhe. Apple-Fans schlagen zu, bevor es teurer wird.
Hintergrund: Die US-Regierung erwägt neue Strafzölle auf Elektronikimporte. Der typische Goldrausch-Effekt – jeder will noch schnell ein Schnäppchen machen, bevor die Politik zuschlägt. Wie bei Krypto-Pumps: Kaufen first, denken später.
Tim Cook dürfte diese Art von 'Stimulus-Programm' allerdings lieber mögen als die Fed. Immerhin funktioniert es ohne Inflation – nur mit gezielter Verbraucherpanik.
Chinas Subventionen verstärkten die Dynamik
Nach Angaben des Unternehmens stiegen die iPhone-Verkäufe im Quartal um 13 Prozent, was auf eine solide Nachfrage nach dem günstigeren 16e zurückzuführen war. Das Umsatzwachstum war auch auf die Bemühungen der chinesischen Regierung zurückzuführen, die Verbraucherausgaben fürtronzu fördern. Diese übertrafen die Prognosen der Analysten mühelos und steigerten so den Gesamtumsatz des Technologieriesen.
Der iPhone-Hersteller profitierte von einem staatlichen Subventionsprogramm in China, das den Geräteverkauf fördern soll. Das staatlich geförderte Programm bot Anreize für berechtigte Geräte, was Apple dazu veranlasste, den Preis seiner High-End-Pro-Modelle zu senken, um die Kriterien zu erfüllen.
„Das passiert nicht nur in den USA – auch China ist Teil der Geschichte“, sagten Analysten von Moffett Nathanson.
„Apple hat die Preise seiner Pro-Modelle in China gesenkt, um Subventionen zu erhalten, und das hat sich ausgezahlt. Aber was bedeutet das für die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte?“
MoffettNathanson-Analysten.
Investoren sind generell skeptisch, was die kurzfristigen Auswirkungen dieser Strategie angeht. Analysten warnen jedoch, dass der Verkaufsboom möglicherweise nicht auf einen echten Anstieg der langfristigen Nachfrage zurückzuführen sei.
Vielmehr könnte es sich um einen vorübergehenden Vorzieheffekt handeln, bei dem die Verbraucher schnell kaufen, bevor die Preise aufgrund möglicher neuer Zölle steigen.
Trotz der Tron Schlagzeilen Apple weiterhin hinter der seiner Big-Tech-Konkurrenten zurück.
Die Aktie des Unternehmens ist in diesem Jahr bisher um mehr als 17 % gefallen und hat damit schlechter abgeschnitten als alle anderen Mitglieder der sogenannten „Glorreichen Sieben“ mit Ausnahme von Tesla . Der breiter gefasste S&P 500 hingegen hat im gleichen Zeitraum um fast 8 % zugelegt.
Apple verlagert Lieferkette zur Risikokontrolle
Um seine Geschäftstätigkeit vor den Unsicherheiten des globalen Handels zu schützen, hat das Unternehmen seine Produktionsstandorte verlagert. Wie Cryptopolitan berichtet, bezieht mehr iPhones aus Indien und produziert Macs und Apple Watches in Vietnam, um die Belastung durch China-bezogene Zölle zu verringern.
Dennoch rechnet Apple damit, dass die Zölle das Unternehmen im laufenden Quartal 1,1 Milliarden Dollar kosten werden, nachdem es in den drei Monaten bis Juni bereits 800 Millionen Dollar eingefahren hatte. Und das Risiko bleibt hoch: US-dent Donald TRUMP warnte, dass indische Exporte bereits in dieser Woche mit Zöllen von bis zu 25 Prozent belegt werden könnten.
Verzögerungen bei der KI-Entwicklung haben auch das Vertrauen der Anleger belastet. Sie sind zunehmend besorgt, dass Apple im rasanten KI-Rennen zurückfällt. Während Unternehmen wie Microsoft, Google und Meta KI aggressiv in ihre Produkte integrieren, verfolgt Apple einen vorsichtigeren Ansatz.
Das Unternehmen hat vor Kurzem die Veröffentlichung eines KI-gestützten Upgrades für seinen virtuellen Assistenten Siri verschoben und hat gerade erst mit der Umsetzung seiner umfassenderen Strategie unter dem Banner „Apple Intelligence“ begonnen.
Vorstandsvorsitzender Tim Cook versuchte am Donnerstag, die Bedenken zu zerstreuen, indem er den Investoren mitteilte, dass das Unternehmen seine Investitionen in KI „deutlich steigert“ und gute Fortschritte bei der Verbesserung von Siri mache.
„Apples Markentreue verschafft dem Unternehmen etwas Luft zum Atmen in Sachen KI“, sagte Matt Britzman, leitender Aktienanalyst bei Hargreaves Lansdown. „Aber der Markt beobachtet die Entwicklung aufmerksam – Apple muss bald mit den Ergebnissen beginnen.“
DastroniPhone-Quartal ist für Apple ein willkommener Aufschwung, es bleibt jedoch die Frage, wie lange diese Dynamik anhalten kann.
Vorübergehende Preissenkungen, Subventionen und die Umstellung der Lieferketten können kurzfristig hilfreich sein – sie sind jedoch kein Ersatz für langfristige Innovationen.
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