Apples Prognosen für 2025: Der Schleier über den wahren Vorbereitungen für die Zeit nach Tim Cook

Während Apple offizielle Prognosen für 2025 präsentiert, laufen hinter den Kulissen die entscheidenden Vorbereitungen für die Ära nach CEO Tim Cook. Der Fokus liegt nicht nur auf Produkt-Roadmaps, sondern auf einer fundamentalen Neuausrichtung des Unternehmens.
Die Nachfolge-Strategie
Das Board hat die Suche nach Cooks Nachfolger längst eingeleitet. Interne Machtstrukturen werden neu geordnet, Schlüsselpositionen mit loyalen Führungskräften besetzt. Die offiziellen Zahlen für 2025 dienen dabei als beruhigende Fassade für Aktionäre – ein klassisches Manöver, um während des Übergangs Stabilität zu signalisieren.
Innovation hinter verschlossenen Türen
Abseits der öffentlichen Roadmap entwickelt Apple Technologien, die erst in der Post-Cook-Ära marktreif werden. Teams arbeiten an Projekten, die das derzeitige Geschäftsmodell herausfordern könnten. Die eigentliche Transformation findet nicht in den Quartalszahlen ihren Niederschlag, sondern in den Budgets für langfristige Forschung.
Der Finanz-Check
Anleger sollten die Prognosen für 2025 mit Vorsicht genießen. Wie bei jeder großen CEO-Übergabe dienen sie primär dazu, den Kurs zu stabilisieren, während das Unternehmen intern auf Sturm trimmt. Ein kluger Schachzug – oder einfach nur gute alte Aktienkurs-Pflege.
Die wahre Geschichte Apples spielt sich nicht in Prognosen ab, sondern in den Besprechungsräumen, in denen über die nächste Dekade entschieden wird. Während die Welt auf 2025 blickt, plant Apple bereits für 2030 und darüber hinaus.
Cook bereitet seinen Nachfolger vor
Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund, dass Cook John Ternus, einen Senior Vice President, dent die Hardwareentwicklung leitet, offenbar als seinen Nachfolger aufbaut, sobald er selbst zurücktritt. Die Financial Times berichtete, Cook könnte bereits Anfang 2026 ausscheiden, doch Bloomberg-Reporter Mark Gurman zufolge steht noch kein konkreter Termin fest.
Cook übernahm vor 14 Jahren die Leitung von Apple, als Firmengründer Steve Jobs starb. Jobs hatte Apple nach seiner Rückkehr 1997, die auf seine Entlassung 1985 folgte, vor dem drohenden Zusammenbruch bewahrt. Anschließend brachte er eine Reihe von Erfolgsprodukten wie den iPod und das iPhone auf den Markt, die das Unternehmen grundlegend veränderten.
Seit Cook 1998 zu Apple kam und später CEO wurde, hat er diese positive Entwicklung fortgesetzt. Unter seiner Führung brachte Apple die Apple Watch und die AirPods auf den Markt. Das Dienstleistungsgeschäft des Unternehmens erlebte einen rasanten Aufschwung. Cook trieb Apple außerdem dazu an, eigene Computerchips zu entwickeln und einzusetzen, wodurch das Unternehmen mehr Kontrolle über die Funktionsweise seiner Geräte erlangte.
Cooks Verhandlungsgeschick half Apple, mehrere schwierige Situationen zu überstehen. Das Unternehmen geriet mit dem Justizministerium aneinander, bewältigte die Pandemie und meisterte die Handelsspannungen mit China unter Präsident dent . Schließlich entschied Trump, keine Zölle auf Smartphones und einige andere Technologieprodukte aus China zu erheben.
Diese Entscheidungen zahlten sich für die Aktionäre aus. Apples Marktkapitalisierung stieg von 1 Billion US-Dollar im Jahr 2018 auf 4 Billionen US-Dollar in diesem Jahr. Der Gesamtumsatz kletterte im Geschäftsjahr 2025 auf 416 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 391 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Wichtige Produktaktualisierungen stehen bevor
Apple bereitet umfangreiche Produktaktualisierungen vor. Laut Gurman plant das Unternehmen, sein erstes faltbares iPhone in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt zu bringen. Dies könnte die iPhone-Verkäufe sogar noch über die aktuellen Rekordwerte hinaus steigern. Apple arbeitet außerdem an einem günstigeren MacBook-Modell, um seine Laptops einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ein Budget-Laptop mag zwar pro Verkauf weniger Gewinn abwerfen, könnte aber neue Kunden gewinnen, die dann Apples Abonnementdienste nutzen.
Wer auch immer Cooks Nachfolger wird, übernimmt ein Unternehmen auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Zwar haben sich die Smartphone-Verkäufe insgesamt verlangsamt, doch Apple profitiert weiterhin von Hunderten Millionen Kunden, die ihre Geräte regelmäßig aktualisieren und zunehmend für Apple-Dienste bezahlen.
Auch der nächste Marktführer wird vor Herausforderungen stehen. Investoren erwarten von Apple weitere Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen muss seine verbesserte Siri-Version präsentieren. Zudem muss sich Apple im Bereich der Datenbrillen gegen Meta, Google und Samsung behaupten. Meta bietet bereits zwei verschiedene Modelle von Datenbrillen an, und auch Google und Samsung entwickeln eigene Modelle.
Cook bleibt vorerst im Amt. Ob sich das nächstes Jahr ändert, bleibt abzuwarten.
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