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Bybit zieht ab 2026 die Daumenschrauben für japanische Nutzer an - Stufenweise Beschränkungen im Anmarsch

Bybit zieht ab 2026 die Daumenschrauben für japanische Nutzer an - Stufenweise Beschränkungen im Anmarsch

Published:
2025-12-23 19:50:20
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Bybit führt ab 2026 schrittweise Beschränkungen für japanischedentein

Die Krypto-Börse Bybit schaltet auf stur: Ab 2026 müssen sich Nutzer in Japan auf schrittweise Einschränkungen einstellen. Ein klarer Schritt in Richtung regulatorischer Konformität – oder eine strategische Neuausrichtung?

Der Countdown läuft

Der Plan ist konkret: Ab dem Jahr 2026 beginnt die schrittweise Umsetzung. Die Maßnahmen zielen direkt auf den Zugang japanischer Nutzer ab. Ein Schritt, der die Landschaft für lokale Trader nachhaltig verändern könnte.

Regulatorisches Schach

Hinter den Kulissen spielt Bybit damit auf das streng regulierte Feld der japanischen Finanzaufsicht (FSA) ein. Die Börse positioniert sich proaktiv – wohlwissend, dass in diesem Markt nur die Spielregeln der Behörden zählen. Ein klassischer Fall von „Wenn du nicht gewinnen kannst, tritt dem Spiel bei, bevor es dich ausschließt.“

Was bleibt für japanische Trader?

Die Ankündigung wirft Fragen auf: Welche Assets werden betroffen sein? Wie werden Bestandskunden behandelt? Die Details bleiben vorerst im Nebel der strategischen Kommunikation. Klar ist nur: Flexibilität war gestern.

Die große Anpassung

Bybit folgt damit einem globalen Trend, bei dem Plattformen zwischen globaler Expansion und lokaler Regulierung balancieren müssen. Ein Tanz auf dem Drahtseil – mit der FSA als strengem Zuschauer. Denn in der Welt der Regulierung zählt am Ende nicht die Technologie, sondern die Erlaubnis.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Die Ära des „Anything goes“ neigt sich auch für Krypto-Börsen dem Ende zu. Bybit stellt die Weichen für eine Zukunft, in der Compliance der neue Trading-Indikator ist. Ein notwendiges Übel in einem Markt, der erwachsen werden muss – auch wenn das bedeutet, die eigenen Nutzer gelegentlich zu enttäuschen. So ist das Spiel, wenn Finanzbeamte die Regeln schreiben.

Japan hat die Überwachung von Krypto-Assets und -Operationen verstärkt

Bybit hat sich in den letzten Monaten vom japanischen Markt zurückgezogen. Die Börse gab im Oktober bekannt, bis auf Weiteres keine neuen Nutzer mehr anzunehmen, solange Gespräche mit der japanischen Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) liefen. Im Februar forderte die FSA Apple und Google zudem auf, den Download-Zugang für fünf Kryptobörsen, die ohne Registrierung operieren – darunter Bybit und MEXC Global –, zu sperren. Mit den nun schrittweise eingeführten Beschränkungen reduziert die Börse ihr Engagement in Japan weiter.

Weltweit gilt Japan als eines der Länder mit den strengsten Krypto-Regulierungssystemen, was laut Analysten und Branchenkennern wie WeFi-Mitgründer und CEO Maksym Sacharow Innovationen hemmen wird. Im Oktober berichtete Nikkei Asia sogar, dass die japanischen Finanzbehörden planten, Insiderhandel auf dem Kryptowährungsmarkt explizit zu verbieten.

Dem Bericht zufolge wäre die Securities and Exchange Surveillance Commission (SESC) verpflichtet, fragwürdige Krypto-Transaktionen zu untersuchen und auf der Grundlage illegaler Gewinne Geldstrafen zu verhängen, wobei die schwerwiegendsten Fälle an ein Strafverfahren weitergeleitet würden. 

Das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen (Financial Instruments and Exchange Act) müsste ebenfalls aktualisiert werden, da es Kryptowährungen derzeit von den Bestimmungen zum Insiderhandel ausnimmt. Darüber hinaus müsste die FSA bis Ende 2025 eine Arbeitsgruppe einsetzen und 2026 Gesetzesvorschläge vorlegen.

Anfang des Jahres hatte die Behörde zudem ein Diskussionspapier zu Krypto-Regulierungen veröffentlicht, in dem angedeutet wurde, dass künftige Regelungen auch Insiderhandel bei Krypto-Transaktionen umfassen könnten. Frühere Berichte deuten darauf hin, dass die Behörde beabsichtigte, Kryptoassets dem FIEA zu unterstellen und sie damit den bestehenden Wertpapiergesetzen zu unterwerfen.

Bybit kehrt nach zwei Jahren auf den britischen Markt zurück

Gleichzeitig kehrt Bybit nach einer zweijährigen Pause nach Großbritannien zurück und stellt eine neue Plattform für Spot- und Peer-to-Peer-Handel vor, die im Rahmen einer von der in London ansässigen Kryptobörse Archax genehmigten Werbevereinbarung betrieben wird. 

Archax besitzt eine spezielle behördliche Genehmigung, die es dem Unternehmen erlaubt, Finanzwerbung zu genehmigen und somit Firmen ohne direkte britische Zulassung den Betrieb über die Plattform zu ermöglichen. Bislang haben sowohl Coinbase als auch OKX ihren Betrieb in Großbritannien ohne direkte Zulassung aufnehmen können.

Mykolas Majauskas, Senior Director of Policy bei Bybit, kommentierte die Rückkehr des Unternehmens nach Großbritannien mit den Worten: „In den kommenden Monaten wollen wir diesen Innovationsgeist verkörpern, indem wir neue Produkte einführen, die auf die Bedürfnisse der britischen Nutzer zugeschnitten sind, immer im Rahmen eines Systems, das Transparenz und Compliance priorisiert.“

Die Börse erhielt im vergangenen Monat außerdem ihre Lizenz als Betreiber einer virtuellen Vermögensplattform von der Wertpapier- und Rohstoffbehörde der VAE, nachdem sie bereits acht Monate zuvor eine grundsätzliche Genehmigung erhalten hatte. Die Plattform gilt nach wie vor als die zweitgrößte der Welt nach Handelsvolumen und verarbeitete laut CoinGecko allein in den letzten 24 Stunden Transaktionen im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar.

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