Trump stellt klare Bedingung: Nur wer seine Zinspolitik teilt, wird Fed-Vorsitzender

Die Unabhängigkeit der US-Notenbank steht auf dem Prüfstand – und ein möglicher Rückkehrer ins Weiße Haus macht seine Spielregeln bereits deutlich.
Politische Linientreue vor Expertise
Die Äußerung wirft ein grelles Licht auf das Spannungsfeld zwischen politischer Agenda und geldpolitischer Souveränität. Seit jeher operiert die Federal Reserve im Ideal der politischen Unabhängigkeit, ein Prinzip, das nun offen zur Verhandlungsmasse erklärt wird. Die Implikationen reichen weit über die nächste Personalie hinaus.
Märkte zwischen Hoffnung und Alarm
Finanzmärkte reagieren allergisch auf Unberechenbarkeit in der Geldpolitik. Die Ankündigung, die Besetzung der mächtigsten Zinsentscheidung der Welt an ideologische Gefolgschaft zu knüpfen, schafft genau das: Unsicherheit. Historisch folgten auf politisch motivierte Zinsentscheide oft Volatilität und Korrekturen – eine teure Lektion, die Anleger gerade in den volatilen Krypto-Märkten schmerzhaft nachvollziehen können. Dort, wo Zinssätze als fundamentale Triebkraft gelten, wird jede Politisierung der Fed mit Argusaugen beobachtet.
Ein Testfall für demokratische Institutionen
Die Debatte berührt den Kern institutioneller Checks and Balances. Sollte sich die Vorstellung durchsetzen, stünde künftig bei jeder Sitzung des Federal Open Market Committee nicht nur die Inflationsdaten, sondern auch das politische Wohlwollen des Amtsinhabers auf der Agenda. Ein Szenario, das traditionelle wie digitale Vermögenswerte gleichermaßen in Atem hält. Am Ende des Tages ist die Glaubwürdigkeit einer Zentralbank ihre wichtigste Währung – und die ist gerade im Sonderangebot. Die Finanzwelt hasst nichts mehr als politische Schauspiele, es sei denn, sie bieten kurzfristige Trading-Chancen.
Kevin Hassett befürwortet schnellere Zinssenkungen, während die US-Notenbank Vorsicht signalisiert
Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, bekräftigte am Dienstag in einem CNBC-Interview Teile von Trumps Position. Hassett erklärte, die US-Notenbank Federal Reserve gehe bei Zinssenkungen zu langsam vor, obwohl sich das Wirtschaftswachstum beschleunigt habe. Die Vereinigten Staaten hinken anderen Zentralbanken weltweit in puncto geldpolitischer Lockerung hinterher.
Kevin erklärte, Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz würden die Produktivität steigern und gleichzeitig den Inflationsdruck senken. Er brachte das jüngste Wachstum auch mit der Handelspolitik in Zusammenhang und sagte, die unter Trump eingeführten Zölle hätten das US- defiverringert und etwa 1,5 % des Wachstums im dritten Quartal ausgemacht.
Offizielle Zahlen ergaben, dass die Wirtschaft mit einer jährlichen Rate von 4,3 % wuchs und damit die Konsensschätzung von Dow Jones von 3,2 % übertraf.
Die US-Notenbank Federal Reserve senkte am 10. Dezember die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt und reduzierte sie damit zum dritten Mal in diesem Jahr. Die Zentralbank deutete zudem an, dass sich künftige Zinssenkungen verlangsamen könnten.
Drei Fed-Gouverneure stimmten gegen den Schritt, die höchste Anzahl an Gegenstimmen seit 2019. Nach der Sitzung sagte Jerome Powell, der derzeitige Fed-Vorsitzende, die Entscheidung Sei „knapp“ gewesen
Trump hat die Fed wiederholt dafür kritisiert, die Zinsen nicht schneller zu senken. Kevins mögliche Kandidatur als Nachfolger von Jerome, dessen Amtszeit im Mai endet, hat bei einigen Beobachtern der Fed Bedenken hinsichtlich einer möglichen politischen Nähe zum Weißen Haus geweckt. Kevin ging darauf direkt ein und erklärte vergangene Woche auf CNBC, die Unabhängigkeit der Fed SEI „wirklich wichtig“
Trump erklärte vergangene Woche in einer Fernsehansprache zur besten Sendezeit, er werde seinen Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank bald bekanntgeben. Er sagte, die Wahl werde auf jemanden fallen, der sichtronfür niedrigere Zinsen einsetze.
Die Rede thematisierte den Druck auf die Haushalte, sich die Mieten leisten zu müssen. Eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage von CBS News/YouGov ergab, dass Trumps Zustimmungswerte in Wirtschaftsfragen bei 37 % liegen.
Auf diese Zahl angesprochen, erklärte Kevin, die öffentliche Meinung hinke der wirtschaftlichen Entwicklung oft hinterher. „Letztendlich hängt es wohl stark von der Berichterstattung und der Art und Weise ab, wie die Menschen die Welt da draußen wahrnehmen und verarbeiten“, sagte Kevin.
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