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Stromausfall in San Francisco legt Waymo-Robotaxis lahm – Betriebsstopp zeigt Verwundbarkeit autonomer Systeme

Stromausfall in San Francisco legt Waymo-Robotaxis lahm – Betriebsstopp zeigt Verwundbarkeit autonomer Systeme

Published:
2025-12-21 21:20:39
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Stromausfall in San Francisco beeinträchtigt Waymo-Robotaxis und zwingt zum Betriebsstopp.

Ein massiver Stromausfall in San Francisco hat die gesamte Flotte der Waymo-Robotaxis zum Stillstand gezwungen. Die Fahrzeuge, die normalerweise rund um die Uhr die Straßen der Tech-Metropole befahren, mussten ihren Betrieb komplett einstellen – ein sichtbares Zeichen dafür, wie abhängig selbst die fortschrittlichste KI von altmodischer Infrastruktur bleibt.

Die Achillesferse der Autonomie

Die Roboterfahrzeuge sind auf stabile Netzverbindungen, Datenzentren und Ladeinfrastruktur angewiesen. Als der Strom ausfiel, fielen nicht nur die Ampeln aus, sondern auch die kritische Backend-Kommunikation. Waymo bestätigte den operativen Totalausfall – kein einziges Fahrzeug konnte sicher betrieben werden.

Ein teures Blackout-Experiment

Der Vorfall wirft grundlegende Fragen zur Resilienz autonomer Transportsysteme auf. Was passiert, wenn ganze Städte betroffen sind? Wie reagieren die Fahrzeuge, wenn sowohl Infrastruktur als auch Notfallsysteme ausfallen? Die Antworten könnten Milliarden an Bewertungen kosten – oder retten.

Die Ironie ist kaum zu überhören: Ausgerechnet im Herzen der Technologie-Welt zeigt sich, dass selbst die intelligentesten Systeme vor einem simplen Stromkabel kapitulieren müssen. Vielleicht sollte man in die nächste Finanzierungsrunde einfach einen Dieselgenerator mit einplanen.

Elon Musk sagt, Tesla sei von dem Stromausfall nicht betroffen.

Unterdessen erklärte Elon Musk in einem Beitrag auf X: „Die Tesla-Roboterfahrzeuge waren vom Stromausfall in San Francisco nicht betroffen.“

Es dauerte jedoch nicht lange, bis darauf darauf hingewiesen wurde, dass Tesla in der Stadt überhaupt kein fahrerloses Programm betreibt, und sein Kommentarbereich war mit wütenden Nutzern übersät.

Teslas lokaler Service nutzt „FSD (Supervised)“, ein Fahrerassistenzsystem, das jederzeit einen Fahrer am Steuer erfordert. Die kalifornischen Behörden (DMV und Public Utilities Commission) bestätigten, dass Tesla keine Genehmigungen für den Betrieb fahrerloser Fahrzeuge im Bundesstaat ohne menschliches Sicherheitspersonal besitzt, das jederzeit bremsen oder lenken kann.

Tesla versucht, sich als bedeutender Akteur im Robotaxi-Markt zu etablieren, doch die Fahrten werden derzeit noch von menschlichen Aufsichtspersonen begleitet, selbst in Bundesstaaten, in denen das Unternehmen Genehmigungen für fahrerlose Programme besitzt. Über Teslas Robotaxi-App können Nutzer zwar ein Fahrzeug bestellen, doch jede Fahrt wird von einem Fahrer überwacht. Waymo hingegen ist Marktführer im Westen und konkurriert mit Unternehmen wie dem zu Baidu gehörenden Apollo Go.

Der Ausfall ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als Robotaxi-Programme in anderen großen US-Städten immer häufiger eingesetzt werden. Waymo ist eines der wenigen Unternehmen, das der Öffentlichkeit vollständig fahrerlose Fahrten anbietet, obwohl Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung weiterhin Bedenken hat. Der amerikanische Automobilclub AAA gab Anfang des Jahres bekannt, dass zwei Drittel der US-Autofahrer Angst vor autonomen Fahrzeugen haben.

Bryan Reimer, Wissenschaftler am MIT und Mitautor von „How to Make AI Useful“, erklärte, der Ausfall in San Francisco habe die Grenzen dieser Fahrzeuge aufgezeigt. Seiner Ansicht nach Sei bei der Konstruktion oder Entwicklung der Systeme etwas übersehen worden, und Stromausfälle seien zu erwartende Ereignisse. „Nicht ewig, aber in absehbarer Zukunft werden wir menschliche und maschinelle Intelligenz kombinieren und menschliche Backup-Systeme für hochautomatisierte Systeme, einschließlich Robotaxis, einrichten müssen“, sagte er.

Reimer erklärte außerdem, die Regulierungsbehörden müssten entscheiden, wie viele hochautomatisierte Fahrzeuge auf den Straßen zugelassen werden sollten und die Hersteller autonomer Fahrzeuge für jegliches Verkehrschaos, das diese Fahrzeuge bei größeren Stromausfällen verursachen, zur Verantwortung ziehen. Waymo äußerte sich nicht dazu, wann der Betrieb wieder aufgenommen wird oder ob es während des Stromausfalls zu Unfällen kam.

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