SWIFT macht massive Fortschritte: Blockchain-Hauptbuch wird direkt in das globale Zahlungsnetzwerk integriert

Die alte Garde der Finanzwelt wacht auf. SWIFT, das Rückgrat des internationalen Zahlungsverkehrs, zieht die Blockchain-Integration jetzt ernsthaft in Betracht – nicht nur als Experiment, sondern als Kernbestandteil seiner Infrastruktur.
Vom Proof-of-Concept zur Produktion
Jahrelang war Blockchain für Institutionen wie SWIFT ein Laborprojekt. Jetzt dreht sich der Diskurs weg von 'ob' hin zu 'wie schnell'. Die Integration eines verteilten Hauptbuchs bedeutet nicht weniger als eine Neuverkabelung des Systems, das täglich Billionen bewegt. Es geht um Geschwindigkeit, Transparenz und Kostensenkung – drei Dinge, die das traditionelle SWIFT-Modell historisch vernachlässigt hat.
Ein Stich ins Herz der Legacy-Systeme
Die Implementierung schneidet direkt durch den Gordischen Knoten der zwischengeschalteten Korrespondenzbanken. Settlement-Zeiten, die einst Tage dauerten, könnten auf Minuten oder Sekunden schrumpfen. Die Ironie? Die gleiche Technologie, die das Establishment einst als Spielzeug abtat, könnte nun sein wichtigster Effizienztreiber werden. Ein klassischer Fall von 'Wenn du sie nicht schlagen kannst, tritt ihnen bei' – wenn auch mit der üblichen behördlichen Trägheit einer FSA.
Das Fazit? Die Mauern von Jericho wackeln. Wenn SWIFT, der Inbegriff des Finanz-Establishments, Blockchain so ernst nimmt, ist das ein deutlicherer Bullen-Indikator als jeder Hype-Cycle. Vergessen Sie die Nischen-Anwendungen – das hier ist Mainstream-Adoption im großen Stil. Die Zukunft der Finanzen wird nicht nur digital, sie wird auf der Kette abgewickelt. Ob die alten Banker das mögen oder nicht.
Swift arbeitet mit über 30 globalen Finanzinstitutionen zusammen.
Swift konzentriert sich zunächst auf die Ermöglichung von grenzüberschreitenden Echtzeitzahlungen rund um die Uhr, was den Prozess kostengünstiger gestalten soll. Der Hauptvorteil liegt darin, dass das bestehende Netzwerk bereits in über 200 Ländern nutzbar ist und mehr als 11.000 Banken verbindet, die es täglich für Transaktionen in Billionenhöhe nutzen.
Zu der Gruppe von mehr als 30 globalen Finanzinstituten, die bei der Konzeption und dem Aufbau des Ledgers mitwirken werden, gehören JPMorgan, HSBC, Deutsche Bank, MUFG, BNP Paribas, Santander und OCBC. Auch Niederlassungen anderer Banken im Nahen Osten und in Afrika sind beteiligt.
Thierry Chilos erklärte, dass sie sich derzeit mit der Zentralbank beraten, um sicherzustellen, dass sie das beste Abwicklungsmodell und die besten Token für den Austausch auswählen.
Das Ledger-Projekt basiert auf den digitalen Asset-Tests von Swift aus den letzten zwei Jahren. Durch eine Reihe von Pilotprojekten mit Banken und anderen Finanzinstituten untersucht die Organisation, wie gut die Distributed-Ledger-Technologie mit bestehenden Fiat-Währungssystemen zusammenarbeitet.
Wie berichtet , hat SWIFT bisher mit Ripple XRP Ledger und Hederas Hashgraph (HBAR) experimentiert. Dies sorgte in der Krypto-Community für Aufsehen. SWIFT verarbeitet jährlich grenzüberschreitende Transaktionen im Wert von über 150 Billionen US-Dollar .
Analysten sagen, dass selbst ein kleiner Teil dieses Kapitalflusses, der auf Blockchains wie XRP oder HBAR verlagert wird, eine enorme Nachfrage nach diesen Coins auslösen könnte.
Andere Analysten behaupten, Swift entwickle quasi „Ripple , ohne es Ripplezu nennen“. Ihrer Ansicht nach entspricht die Entwicklung von SWIFT dem Rahmenwerk, das Ripple im letzten Jahrzehnt entwickelt hat. Dieses Modell basiert auf einer neutralen Abwicklungsschicht, die es Finanzinstituten ermöglicht, Transaktionen in Echtzeit und mit Transparenz über ein gemeinsames Hauptbuch abzuwickeln.
Traditionelle Banken wollen in den Kryptomarkt einsteigen
Die Banken bereiten sich darauf vor, sich im Jahr 2026 stärker am Kryptomarkt zu beteiligen.
Ab 2026 wird State Street auch Krypto-Verwahrungsdienstleistungen anbieten. Das Projekt profitiert von den bestehenden Verbindungen der Bank zu Technologieunternehmen wie Taurus, wodurch sie gut positioniert ist, um Vermögensverwalter zu bedienen, die eine regulierte Verwahrung digitaler Vermögenswerte benötigen.
Die Deutsche Bank treibt zudem die Pläne für eine Krypto-Verwahrungsplattform voran, die 2026 an den Start gehen soll. Das Projekt umfasst Kooperationen mit Unternehmen wie der Technologieabteilung von Bitpanda und Taurus. Dadurch wird die Bank in der Lage sein, eine gesetzeskonforme Verwahrung digitaler Vermögenswerte in Europa und anderen Märkten anzubieten.
Analysten und Führungskräfte, darunter auch solche von Bitwise, sagten unterdessen, dass 2026 dank klarerer Regulierungen und eines größeren Interesses der Nutzer ein wichtiges Jahr für Banken sein könnte, um sich im Kryptobereich zu engagieren.
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