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Bank of Japan hebt Zinsen auf 0,75 % an – Droht jetzt der Bitcoin-Crash?

Bank of Japan hebt Zinsen auf 0,75 % an – Droht jetzt der Bitcoin-Crash?

Published:
2025-12-19 16:02:49
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Die Bank von Japan erhöht die Zinsen auf 0,75 %; wird Bitcoin Kurs fallen?

Zentralbanken drehen am Zinsrad – und Krypto-Märkte zittern. Japans geldpolitische Kehrtwende schickt Schockwellen durch traditionelle und digitale Assets.

Die Liquiditäts-Lawine trocknet aus

Jahrelange Nullzins-Politik pumpte Billig-Geld in jedes verfügbare Risiko-Asset. Bitcoin profitierte wie ein Schwamm von dieser Überschwemmung. Jetzt dreht die BoJ den Hahn zu – 0,75 % klingen gering, markieren aber das Ende einer Ära. Plötzlich müssen Anleger Rendite gegen Risiko neu kalkulieren.

Bitcoins Immunsystem im Stresstest

Krypto-Puristen argumentieren seit Jahren: Bitcoin ist unkorreliert, ein Hedge gegen traditionelle Systeme. Die Theorie klingt schön – bis reale Zinsen steigen und globale Liquidität schrumpft. Erinnerungen an 2022's Zinswende und den folgenden Krypto-Winter werden wach.

Die institutionelle Illusion

Ja, BlackRock und Fidelity sind eingestiegen. Aber institutionelles Geld ist launisch – folgt Renditeerwartungen und makroökonomischen Signalen. Wenn US-Staatsanleihen plötzlich risikofreie 5 % bieten, fließt Kapital dorthin zurück. Ein klassisches 'Risk-Off'-Szenario, bei dem Spekulations-Assets wie Krypto bluten.

Der Zyklus dreht sich – wie immer

Finanzmärkte atmen in Zyklen: Liquidität rein, Liquidität raus. Bitcoin hat bisher jeden makroökonomischen Winter überlebt – und danach neue Allzeithochs erreicht. Die kurzfristige Volatilität ist brutal, das langfristige Narrativ intakt.

Traditionelle Finanzwelt reagiert mit ihrer üblichen Eleganz: Panik-Knopf drücken, dann Business-as-usual – bis zum nächsten selbstverursachten Desaster. Bitcoin hingegen läuft weiter – unabhängig davon, welche Zentralbank gerade ihre geldpolitische Kompetenz demonstrieren möchte.

Die Bank von Japan erklärte, die Entscheidung sei einstimmig gefallen.

Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Bank von Japan (BOJ) stimmten einstimmig ab. Sie beschlossen, den kurzfristigen Leitzins von 0,5 % auf 0,75 % anzuheben. Die Entscheidung fiel nach einer zweitägigen Sitzung, die am Donnerstag begonnen hatte.

Wie Cryptopolitan berichtet, war das Ergebnis erwartet worden. Viele Ökonomen hatten es vorhergesehen. Dies ist die erste Zinserhöhung der Zentralbank seit Januar 2025.

Die japanische Zentralbank (BOJ) prüft sorgfältig den Zeitpunkt einer Zinserhöhung. Sie beobachtet die Auswirkungen der US-Zölle auf die japanische Wirtschaft und überwacht das Lohnwachstum.

Die Unsicherheiten bezüglich der Zölle haben sich verringert. Japanische Unternehmen werden voraussichtlich im nächsten Jahr die Löhne erhöhen, so eine Mitteilung der Bank.

Japan ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der Yen gewinnt gegenüber dem US-Dollar und anderen wichtigen Währungen an Stärke. Für die japanische Bevölkerung bedeutet dies günstigere Kraftstoffe und Importwaren.

Nach der Ankündigung der Bank von Japan (BOJ) sanken die Kurse japanischer 10-jähriger Staatsanleihen nach monatelangem Druck weiter.

Die Renditen steigen mit fallenden Preisen. Dies trieb die Renditen erstmals seit 2006 über 2 %, was auf eine anhaltende Schwäche der Anleihekurse hindeutet.

Geht es Bitcoin bergab?

Aufgrund des Yen-Carry-Trades könnte Bitcoin Kurs um 30 % fallen. Beim Yen-Carry-Trade werden Yen günstig geliehen, um in risikoreichere Anlagen zu investieren. Anleger könnten beginnen, ihre riskanten Anlagen in Vermögenswerte wie Bitcoin und Ether abzustoßen, was den Markt weiter nach unten treiben könnte.

Der Krypto-Unternehmer Arthur Hayes plädiert jedoch für einen schwächeren Yen. Bereits am Vormittag äußerte er sich zu einem schwächeren japanischen Yen und sagte: „Man sollte sich nicht mit der Bank von Japan anlegen: Negative Realzinsen sind die offizielle Politik.“

Legt euch nicht mit der Bank of Japan an: Negative Realzinsen sind offizielle Politik. Der Yen-Kurs liegt bei 200, der Bitcoin-Kurs bei einer Million. pic.twitter.com/PdZh87ruVI

— Arthur Hayes (@CryptoHayes) 19. Dezember 2025

Hayes prognostiziert einen Anstieg des Yen auf 200 gegenüber dem Dollar. Dieses Szenario wird Kapital in den Kryptomarkt lenken und Bitcoin auf 1 Million Dollar treiben.

Der Gouverneur der Bank von Japan, Kazuo Ueda, erklärte , die Realzinsen blieben weiterhin deutlich negativ. Er fügte hinzu, die Zinsen würden weiter steigen und die Bank von Japan werde nicht aufhören, solange die Wirtschaftsdaten ihren Prognosen entsprächen. Der Gouverneur machte keine weiteren Angaben zum Tempo der Zinserhöhungen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin sich der Kryptomarkt entwickelt. Im Vorfeld von Weihnachten und Neujahr könnten die Kurse seitwärts tendieren oder aufgrund der Feiertage weiter fallen.

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