Moore Threads Börsengang: Spektakulärer Start, doch alter Krypto-Schuldenstreit holt ihn ein

Der heiß erwartete Börsengang von Moore Threads sollte eigentlich ein Triumphzug werden. Stattdessen wirft ein jahrzehntealter Schuldenstreit aus der Kryptowelt seinen Schatten auf die Feierlichkeiten. Ein klassischer Fall von 'alte Sünden werfen lange Schatten' im Finanzzirkus.
Die Faktenlage
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Streit zieht sich bereits über ein Jahrzehnt hin. Während die Börsennotierung an sich spektakulär verlief, zeigt dieser Fall, wie vergangene Verpflichtungen aus der Krypto-Ära plötzlich wieder auftauchen können – gerade dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann.
Warum das wichtig ist
Für Investoren signalisiert dieser Vorfall mehr als nur einen einzelnen Rechtsstreit. Er wirft grundsätzliche Fragen zur Due Diligence bei Technologie-IPOs auf und zeigt, wie eng traditionelle Finanzmärkte und Kryptovergangenheit mittlerweile verwoben sind. Die FSA dürfte genau hinschauen.
Das große Ganze
Letztlich beweist dieser Fall eines: In der heutigen Finanzwelt gibt es keine sauberen Trennungen mehr. Was in der Kryptoszene beginnt, kann Jahre später an die Börsentür klopfen. Ein perfektes Lehrstück für alle, die glauben, Vergangenheit lasse sich einfach abschütteln – besonders wenn es um Geld geht.
Krypto-Vergangenheit des OKX-Gründers taucht wieder auf
In einem Beitrag auf X bezog sich AB Kuai.Dong auf Fengs Beteiligung an einem Initial Coin Offering (ICO) aus dem Jahr 2017, bei dem zusammen mit dem umstrittenen Angel-Investor Xue Manzi 5.000 ETH eingesammelt wurden. Feng soll den Bitcoin Kredit mit den Worten abgetan haben: „Es lag einfach daran, dass Xu Mingxings Investition in mich gescheitert war.“
Xu antwortete auf den Beitrag mit einer versöhnlichen Nachricht: „Man kann nicht ewig in der Schattenseite der Vergangenheit verharren. Blicken wir nach vorn und bringen wir positive Energie ein.“ Er fügte hinzu: „Das Schuldenproblem soll vom Rechtssystem gelöst werden“ und wünschte allen Unternehmern alles Gute.
Berichten zufolge ging Feng im Jahr 2017 eine Partnerschaft mit Xue Manzi und Li Xiaolai ein, um Malego Coin auf den Markt zu bringen, das später in Alpaca Coin MGD umbenannt wurde.
Das Projekt soll Berichten zufolge rund 5.000 ETH eingesammelt haben, doch etwa zu dieser Zeit verbot China ICOs, was den Regulierungsbehörden ermöglichte, gegen das vorzugehen, was sie als spekulative Übertreibungen und potenziellen Betrug im Kryptowährungssektor ansahen.
Der Bitcoin -Kredit scheint unabhängig von der ICO-Kontroverse zu sein. Laut mit dem Fall vertrauten Quellen datierte der ursprüngliche Kreditvertrag vom 17. Dezember 2014 und lief am 16. Dezember 2016 aus. Er wurde anschließend am 30. März 2017 mit von Hu Zhibin gestellten Garantien verlängert.
Xu hatte zuvor öffentlich um eine Lösung gebeten und sowohl in China als auch in den USA rechtliche Schritte eingeleitet. Aufgrund der damaligen Unklarheiten bezüglich der Klassifizierung und des rechtlichen Status von Kryptowährungen konnte er jedoch keine zufriedenstellende Lösung erzielen.
Moore Threads wird als Chinas Halbleiter-Champion gefeiert
Moore Threads, gegründet 2020 von James Zhang Jianzhong, dem ehemaligen Leiter des chinesischendent von Nvidia, der 14 Jahre bei dem amerikanischen Chipgiganten tätig war, hat sich als einheimische Alternative zu ausländischen GPU-Lieferanten positioniert.
Der Börsengang des Unternehmens brachte 8 Milliarden RMB, umgerechnet etwa 1,1 Milliarden US-Dollar, ein. Die behördliche Genehmigung wurde zudem in nur 88 Tagen erteilt, was deutlich schneller ist als die durchschnittliche Dauer von 470 Tagen für Börsengänge in China.
Zu den Hauptinvestoren gehören ByteDance , Tencent, Sequoia China und DeepSeek-Gründer Liang Wenfeng.
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