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Upbit-Hack zwingt Südkorea zu strengeren Haftungsregeln für Krypto-Börsen

Upbit-Hack zwingt Südkorea zu strengeren Haftungsregeln für Krypto-Börsen

Published:
2025-12-07 09:15:05
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Der Upbit-Hack veranlasst Korea zutronHaftungsregeln für Börsen.

Ein Cyberangriff auf eine der größten Börsen des Landes hat die Regulierungsbehörden wachgerüttelt. Jetzt zieht die Financial Services Commission (FSA) die Daumenschrauben an.

Die neue Richtlinie im Detail

Die geplanten Regeln verlangen von Plattformen wie Upbit, Bithumb und Korbit deutlich höhere Sicherheitsreserven. Mindestens 80% der Kundengelder müssen in Cold Wallets liegen – offline, unerreichbar für Hacker. Für den Rest gilt: Versicherungspflicht. Ein Schritt, der die Betriebskosten in die Höhe treibt und manchen kleineren Player wohl vom Markt fegen wird. Die FSA argumentiert mit Verbraucherschutz. Kritiker murmeln etwas von Bürokratie, die Innovation erstickt.

Was das für Anleger bedeutet

Kurzfristig mehr Sicherheit, langfristig eine Konsolidierung des Marktes. Die großen, kapitalstarken Börsen werden gestärkt aus der Regulierung hervorgehen. Für Nutzer könnte das weniger Wahlmöglichkeiten, aber potenziell robustere Infrastrukturen bedeuten. Ein klassischer Kompromiss zwischen Freiheit und Kontrolle – in der Finanzwelt meist zugunsten der Letzteren entschieden. Denn wo gehobelt wird, fallen Späne, und wo reguliert wird, steigen die Gebühren.

Die Branche reagiert gespalten. Während die etablierten Börsen die Maßnahmen als notwendigen Schritt zur Professionalisierung begrüßen, warnen Startups vor überzogenen Hürden. Die eigentliche Frage bleibt: Kann Regulierung mit der Geschwindigkeit der Kriminalität Schritt halten? Oder ist das nur ein teures Pflaster auf einer klaffenden Wunde? Ein bisschen mehr Bürokratie hat noch nie einen echten Hacker gestoppt – aber sie macht den Jahresabschluss der Börsen definitiv weniger attraktiv.

Die koreanische Regierung will die Aufsicht über die Kryptoindustrie verbessern.

Laut Berichten prüft die koreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) Bestimmungen, die koreanische Anbieter virtueller Vermögenswerte und Börsen verpflichten würden, Nutzer für Verluste durch Hackerangriffe oder Systemausfälle zu entschädigen. Diese neue Regelung gilt unabhängig davon, ob die Börse selbst die Schuld trägt. Dieser verschuldensunabhängige Haftungsgrundsatz findet derzeit im Rahmen des Finanztransaktionsgesetzes Anwendung auf Finanzunternehmen und Anbieter tron

Laut Bericht wurde diese neue Entwicklung durch den Hackerangriff vom 27. November aufdent ausgelöst. Dabei wurden innerhalb wenigerdent über 104 Milliarden Solana-Token im Wert von rund 44,5 Milliarden Won (30,1 Millionen US-Dollar) auf externe Wallets transferiert. Die Betrüger erbeuteten verschiedene Token, darunter Bonk, Solana, Pudgy Penguins und den offiziellen Trump-Token. Trotz des Vorfalls blieb die Börse jedoch weitgehend ungeschoren.

Dies liegt daran, dass die Aufsichtsbehörden die Börse nach geltendem Recht nicht zur Entschädigung der Hackeropfer verpflichten können. Mit der neuen Gesetzesänderung hätte die FSC die Befugnis, Kryptobörsen zur Entschädigung der Opfer zu verpflichten, analog zu den Verpflichtungen, denen Finanzinstitute bei Hackerangriffen oder Systemausfällen unterliegen. Dieser Schritt erfolgt zudem inmitten mehrerer Systemausfälle im Kryptosektor.

Die Abgeordneten werden aktualisierte Verordnungsentwürfe veröffentlichen.

Laut Daten, die die koreanische Finanzaufsichtsbehörde (FSS) den Gesetzgebern übermittelt hat, verzeichneten die fünf größten koreanischen Kryptobörsen Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax zwischen 2023 und September 2025 insgesamt 20 Systemausfälle. Mehr als 900dentwaren von dendentbetroffen, und es entstanden Verluste in Höhe von insgesamt 5 Milliarden Won. Allein Upbit war für sechs dieserdentverantwortlich, bei denen über 600 Nutzer betroffen waren und Verluste in Höhe von insgesamt 3 Milliarden Won entstanden.

Der Gesetzesentwurf soll voraussichtlich Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit beinhalten, darunter verpflichtende IT-Sicherheitsinfrastrukturpläne, deutlichtronStrafen und verbesserte Standards für Systeme und Personal. Derzeit prüfen die Abgeordneten eine Änderung, die es Unternehmen ermöglichen würde, beidentauf Kryptobörsen Bußgelder von bis zu 3 % ihres Jahresumsatzes zu zahlen – dieselben Standards, die auch für traditionelle Finanzinstitute gelten.

Aktuell liegt die Höchststrafe für Kryptobörsen bei 5 Milliarden Won. Der Upbit-Vorfall dent zudem Fragen zur verspäteten Meldung aufgeworfen. Berichten zufolge wurde der Hack am 27. November gegen 5 Uhr morgens entdeckt, doch Upbit meldete ihn der Finanzaufsichtsbehörde FSS erst um 10:58 Uhr – ein Unterschied von sechs Stunden. Infolgedessen behaupteten einige koreanische Abgeordnete, die Börse habe die Information absichtlich zurückgehalten, bis die geplante Fusion von Dunamu und Naver Financial abgeschlossen war.

Infolgedessen untersucht die FSS den Vorfall. Berichten zufolge wird die Börse jedoch möglicherweise nicht mit harten Sanktionen belegt. FSS-Gouverneur Lee Chan-Jin betonte die Schwere desdentund die Grenzen der derzeitigen Aufsicht. „Ein Hackerangriff ist nicht zu vernachlässigen. Die regulatorische Aufsicht stößt jedoch bei der Verhängung von Strafen an ihre Grenzen“, sagte er.

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