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Bitcoin-Kursbewegungen zeigen beunruhigende Ähnlichkeit zu Anfang 2022 – bei Überangebot unter 30%

Bitcoin-Kursbewegungen zeigen beunruhigende Ähnlichkeit zu Anfang 2022 – bei Überangebot unter 30%

Published:
2025-12-04 00:02:18
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Die aktuellen Bitcoin-Kursbewegungen wirken wie ein Déjà-vu aus dem ersten Quartal 2022. Ein Überangebot von weniger als 30% treibt das Muster voran – und das sollte jeden Marktteilnehmer aufhorchen lassen.

Die Parallelen sind unheimlich

Charttechniker reiben sich die Augen. Die Formationen, die Reaktionen auf Nachrichten, selbst das Handelsvolumen in bestimmten Phasen: Alles erinnert frappierend an die Dynamik vor dem großen Einbruch vor knapp vier Jahren. Damals leitete ein ähnliches Überangebot eine längere Korrekturphase ein.

Was das Überangebot unter 30% bedeutet

Die magische Grenze signalisiert einen Markt, in dem der Verkaufsdruck zwar vorhanden, aber noch nicht überwältigend ist. Es ist der typische Nährboden für erhöhte Volatilität und trendbestätigende Bewegungen – nach oben wie nach unten. Analysten beobachten genau, ob diese Schwelle hält oder überschritten wird.

Ein Test für die Bullen

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Geschichte sich wiederholt oder ob die fundamentale Lage von Bitcoin heute eine andere ist. Institutionelle Adoption, regulatorische Klarheit in einigen Regionen und die Halving-Dynamik könnten diesmal als Gegenspieler wirken. Oder sie werden ignoriert – wie so oft, wenn die Markttechnik das Ruder übernimmt.

Ein zynischer Blick auf die Finanzwelt: Letztendlich wiederholt sich die Geschichte an den Märkten nicht genau, aber sie reimt sich oft genug, um die gleichen Leute auf die gleiche Weise Geld zu kosten. Die Frage ist nur, wer diesmal die Rechnung bezahlt.

Bei einem Überangebot von unter 30 % ähneln die Kursbewegungen Bitcoin nun unheimlich denen von Anfang 2022.

Solange dieser Wert über Null bleibt, kann der Kurs noch eine Basis bilden, anstatt einzubrechen. Langfristig orientierte Anleger verkaufen derweil weiterhin bei Kursanstiegen, allerdings mit sinkenden Margen. Der Long-Term Holder SOPR (30D-SMA) liegt aktuell bei 1,43.

Derivate und Optionen setzen das Risiko insgesamt zurück

Die Spotnachfrage hat sich deutlich abgeschwächt. US- Bitcoin -ETFs verzeichneten im November im Dreitagesdurchschnitt Nettoabflüsse. Der stetige Zufluss, der den Preis Anfang des Jahres stützte, ist versiegt. Viele Emittenten waren gleichzeitig von den Abflüssen betroffen. Institutionelle Anleger zogen sich angesichts des zunehmenden Marktdrucks zurück. Dadurch ist der Preis anfälliger für externe Schocks.

Gleichzeitig drehte das kumulierte Volumen-Delta bei Binance und im gesamten Börsenverbund ins Negative. Dies deutet auf anhaltende Verkäufe seitens der Marktteilnehmer hin. Auch bei Coinbase stagnierte das Delta. Damit verschwand ein wichtiges Indiz für die Stärke der US-Nachfrage. Da ETF-Zuflüsse und CVD defensiv ausgerichtet sind, ist die Spotnachfrage nun gering.

Bei Derivaten verlief die Entwicklung ähnlich. Das offene Interesse an Futures sank bis Ende November kontinuierlich. Die Auflösung der Positionen verlief langsam und geordnet. Der während des Aufwärtstrends aufgebaute Hebel ist nun größtenteils abgebaut. Neue Hebel werden nicht mehr aufgenommen. Die Refinanzierungszinsen kühlten sich nach monatelangen positiven Werten nahe Null ab. Zeitweise traten leicht negative Refinanzierungszinsen auf, hielten aber nie lange an. Leerverkäufe sind nicht stark verbreitet. Die Positionierung ist nun neutral und unverändert.

Bei Optionen ging die implizite Volatilität nach dem Höchststand der Vorwoche zurück. Bitcoin konnte sich nicht über 92.000 US-Dollar halten, und die Verkäufer traten wieder in Erscheinung. Dadurch sank die Volatilität kurzfristiger Optionen von 57 % auf 48 %, die mittelfristiger von 52 % auf 45 % und die langfristiger von 49 % auf 47 %.

Die kurzfristige Schiefe sank von 18,6 % auf 8,4 %, nachdem sich der Bitcoin-Kurs von 84.500 US-Dollar erholt hatte – ein Rückgang, der mit dem Schock über japanische Anleihen zusammenhing. Längerfristige Anleihen entwickelten sich langsamer. Händler spekulierten auf kurzfristige Kursgewinne, blieben aber hinsichtlich einer Fortsetzung unsicher.

Zu Wochenbeginn dominierten Put-Käufe aufgrund der Befürchtung einer Wiederholung der Carry-Trade-Problematik vom August 2024. Nach der Preisstabilisierung verlagerte sich der Schwerpunkt im Zuge der Erholung auf Call-Optionen.

Bei einem Ausübungspreis von 100.000 US-Dollar übersteigt die verkaufte Call-Prämie weiterhin die gekaufte, und die Differenz hat sich in den letzten 48 Stunden vergrößert. Dies deutet auf eine schwache Überzeugung hin, die sechsstellige Rendite wieder zu erreichen. Auch vor der FOMC-Sitzung halten sich die Händler zurück und versuchen nicht, Kursgewinne zu erzielen.

Der Krypto-Unternehmer Lark Davis wies darauf hin, dass die großen Krypto-Investoren den Markt leerverkauften, und dann „führten Charles Schwab, Vanguard und die Bank of America in derselben Woche Kryptowährungen für ihre Kunden ein. Welch ein glücklicher Zufall!“

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