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Krypto-M&A bricht alle Rekorde: Transaktionsvolumen 2025 knackt 8,6 Milliarden US-Dollar

Krypto-M&A bricht alle Rekorde: Transaktionsvolumen 2025 knackt 8,6 Milliarden US-Dollar

Published:
2025-12-03 16:18:38
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Fusionen und Übernahmen im Kryptobereich übertreffen alle Rekorde: Der Transaktionswert im Jahr 2025 übersteigt 8,6 Milliarden US-Dollar.

Der Konsolidierungsturbo ist gezündet. Während traditionelle Märkte zaudern, schreiben Fusionen und Übernahmen im Kryptobereich im Jahr 2025 eine neue Dimension – das Transaktionsvolumen schießt auf über 8,6 Milliarden US-Dollar. Ein klarer Hinweis: Die Branche wächst nicht mehr nur, sie reift und sortiert sich.

Die Treiber hinter dem Boom

Es ist kein Zufall. Regulatorische Klarheit in Schlüsselmärkten gibt großen Spielern endlich die Sicherheit für strategische Zukäufe. Gleichzeitig zwingt der Wettbewerb um Marktanteile und Technologie dazu, entweder zu kaufen oder gekauft zu werden. Die Jagd gilt nicht mehr nur Hype, sondern echter Infrastruktur, Nutzerbasen und Patenten.

Wer kauft wen – und warum?

Die großen Plattformen sichern sich mit gezielten Übernahmen ihre Ökosysteme ab. DeFi-Protokolle fusionieren, um Liquidität zu bündeln und Angriffen standzuhalten. Und dann sind da die stillen Deals: Traditionsunternehmen aus der ‚alten‘ Finanzwelt, die sich mit einem diskreten Kauf den Einstieg in Web3 erkaufen – oft zu Preisen, die sie vor zwei Jahren noch für absurd erklärt hätten.

Was die Zahlen wirklich bedeuten

Ein Volumen von 8,6 Milliarden ist mehr als nur eine große Summe. Es signalisiert Vertrauen institutioneller Kapitalgeber und markiert den Übergang von der wilden Pionierphase zur konsolidierten Industrie. Für Start-ups heißt das: Der Exit über eine Übernahme wird zum realistischen – und oft lukrativeren – Ziel als der eigene Börsengang.

Die andere Seite der Medaille

Nicht jeder Deal ist ein Geniestreich. Manche Übernahmen wirken wie teure Ego-Projekte oder verzweifelte Versuche, relevante Technologie nachzukaufen, die intern nie entwickelt wurde. Ein bisschen wie in der Dotcom-Ära, nur mit mehr Blockchain-Buzzwords und weniger Pets.com-Socken. Die wahre Kunst wird sein, die substanziellen Fusionen von den teuren Luftschlössern zu unterscheiden.

Die Konsolidierungswelle rollt – und sie wird nicht die letzte sein. Wer heute kauft, positioniert sich für das nächste Jahrzehnt. Wer zögert, könnte bald selbst auf der Einkaufsliste stehen.

Coinbase und Kraken führen milliardenschwere Übernahmen an.

Coinbase investierte 2,9 Milliarden US-Dollar in den Kauf der Optionsbörse Deribit. Kraken legte mit einer 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von NinjaTrader nach, einer Plattform für den Futures-Handel von Privatanlegern.

Auch Ripple mischte mit und zahlte 1,25 Milliarden Dollar für die Übernahme des Prime Brokers Hidden Road. Diese Transaktionen sorgten dafür, dass 2025 den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2021 übertraf.

Das Transaktionsvolumen erreichte ebenfalls einen Rekordwert. Insgesamt wurden in diesem Jahr 133 Transaktionen abgeschlossen, gegenüber 107 im Jahr 2022. Der bisherige Höchstwert für den Transaktionswert von 4,6 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2021 wird damit nicht annähernd erreicht. Dieser Anstieg wurde durch aggressive Käufe von Unternehmen wie Coinbase befeuert, die seit 2020 bereits 24 Transaktionen abgewickelt haben, davon acht allein in den letzten zwölf Monaten.

Der Boom hielt nicht lange an. Im Oktober brach der Kryptomarkt ein und vernichtete über eine Billion US-Dollar an Wert. Die Kurse fielen rapide, und börsennotierte Unternehmen mussten Einbußen hinnehmen. Coinbase, nach wie vor die größte Kryptobörse in den USA, verlor in diesem Quartal rund 20 % ihrer Marktkapitalisierung. Zwar liegt sie im Jahresvergleich immer noch über 8 % im Plus, doch der Kursverfall war brutal.

American Bitcoin, ein Mining-Unternehmen mit Verbindungen zur Familie Trump, ging im September durch eine Fusion an die Börse. Seit dem 1. Oktober ist der Aktienkurs um rund 70 % gefallen. Und das Unternehmen ist kein Einzelfall. Firmen, die hauptsächlich wegen Bitcoin an die Börse gingen, geraten nun unter Druck, da die Bewertungen einbrechen und das Vertrauen der Anleger schwindet.

Pompliano und Cantor SPACs stehen unter Druck durch Rücknahmen.

Ein bedeutender Deal, der heute im Fokus steht, betrifft die Fusion von Twenty One Capital, einem von SoftBank und Tether unterstützten Bitcoin Unternehmen, mit Cantor Equity Partners. Dieser SPAC wird von Brandon Lutnick, dem Vorsitzenden von Cantor Fitzgerald, geleitet.

Die Investoren stimmen heute über die Annahme oder Ablehnung des Deals ab. Eine weitere Abstimmung findet über eine zweite Transaktion zwischen Anthony „Pomp“ Pomplianos ProCap BTC und Columbus Circle Capital Corp. I statt. Die Rücknahmequote (wie viele Aktien gegen cashgetauscht werden) wird dabei eine wichtige Kennzahl sein.

Beide SPACs notieren deutlich unter ihren früheren Höchstständen. Das macht die Berechnung schwierig. Sollten die Rücknahmen zu hoch ausfallen, könnten diese Deals scheitern. Und das könnte Brandons nächsten Schritt gefährden: eine weitere SPAC-Kooperation mit einem Bitcoin Unternehmen namens BSTR (kurz für Bitcoin Standard Treasury Co).

Die Konditionen der beiden aktuellen SPAC-Deals unterscheiden sich. Der Deal zwischen Cantor und Twenty One brachte 165 Millionen US-Dollar über eine PIPE-Finanzierung ein. Die Aktien wurden im Juni mit 21 US-Dollar bewertet, fast 50 % über dem Schlusskurs vom Dienstag. Sollte sich der Markt nicht erholen, dürfte diese Bewertung schwer zu rechtfertigen sein.

Der Bitcoin-Deal von ProCap umfasst neun Millionen Aktien, die an die SPAC-Sponsoren gehen – eine typische Propaganda-Struktur, bei der Insider Aktien fast umsonst erhalten. Diese Vorgehensweise stieß beim letzten SPAC-Zusammenbruch auf heftige Kritik. Sie wird aber weiterhin angewendet.

Ein mit Pompliano verbundenes Unternehmen investierte 8,5 Millionen US-Dollar und wird nach Abschluss der Transaktion mehr als 10 Millionen Aktien besitzen. Basierend auf dem aktuellen Marktpreis haben diese Aktien einen Wert von über 100 Millionen US-Dollar. Pompliano wird auch weiterhin mit dem neuen Unternehmen zusammenarbeiten und Beratungs-, Marketing- und Werbedienstleistungen erbringen.

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