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BlackRock schlägt Alarm: KI-Boom droht US-Kreditkosten massiv zu erhöhen – Was das für Anleger bedeutet

BlackRock schlägt Alarm: KI-Boom droht US-Kreditkosten massiv zu erhöhen – Was das für Anleger bedeutet

Published:
2025-12-03 08:50:31
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BlackRock warnt: KI-Boom könnte US-Kreditkosten deutlich in die Höhe treiben

Die KI-Revolution frisst Kapital – und treibt die Zinsen.

BlackRock, der mächtigste Vermögensverwalter der Welt, warnt vor einem unbeabsichtigten Nebeneffekt des KI-Wahnsinns. Der massive Stromhunger von Rechenzentren und die explodierenden Investitionen in KI-Chips könnten die Kreditkosten in den USA deutlich nach oben drücken. Ein klassischer Fall von „unvorhergesehenen Konsequenzen“ – oder, wie man im Finanzjargon sagt: Wer billig KI skalieren will, muss teuer borgen.

Der KI-Faktor im Zinsmarkt

Die Logik ist simpel, aber folgenschwer. Unternehmen und Tech-Giganten pumpen Abermilliarden in KI-Infrastruktur. Diese Investitionswelle konkurriert mit anderen Kapitalnachfragern, etwa dem Staat oder dem Wohnungsbau. Mehr Nachfrage nach Geld bei begrenztem Angebot führt zu einem Preisanstieg: den Zinsen. BlackRock sieht hier einen neuen, strukturellen Treiber für höhere Finanzierungskosten auf lange Sicht.

Eine neue Ära der Kapitalallokation

Das Narrativ verschiebt sich. Es geht nicht mehr nur um Inflation oder Arbeitsmarktdaten. Jetzt mischt die Technologie- und Energiepolitik direkt im Zinsgefüge mit. Die Märkte müssen lernen, den Kapitalbedarf von Hyperscalern und Chipfabriken in ihre Zinsprognosen einzupreisen. Ein heikles Unterfangen in einer Welt, die schon mit geopolitischen Risiken und Schuldenbergen kämpft.

Fazit: Die Rechnung für KI kommt doppelt

Die Warnung ist klar: Der Preis für KI-Fortschritt wird nicht nur von Nvidia und Co. an der Börse bezahlt, sondern landet indirekt auf den Kontoauszügen aller Kreditnehmer. Ob Hypotheken, Unternehmensanleihen oder Staatsfinanzierung – die KI-getriebene Kapitalnachfrage könnte die Ära der lockeren Geldpolitik endgültig begraben. Ein perfektes Beispiel dafür, wie eine disruptive Technologie erst die Welt verändert – und dann die Finanzierungsbedingungen für alle anderen. Typisch Wall Street: Man erschafft ein Problem und bietet dann die teure Lösung dafür an.

Steigende Verschuldung schafft Schwachstellen

„Höhere Kreditaufnahmen im öffentlichen und privaten Sektor dürften den Aufwärtsdruck auf die Zinssätze aufrechterhalten“, schrieb das BlackRock Investment Institute in seinem Ausblickbericht für 2026.

Das Institut befragte leitende Investmentmanager des weltgrößten Vermögensverwaltungsunternehmens. Sie sehen Warnzeichen.

„Strukturell höhere Kapitalkosten verteuern KI-bezogene Investitionen und wirken sich auf die Gesamtwirtschaft aus“, heißt es . Hinzu kommt das Problem der zunehmenden Verschuldung, die die Stabilität gefährdet. Das System wird anfällig für „Schocks wie beispielsweise Renditespitzen aufgrund fiskalischer Bedenken oder politischer Spannungen zwischen Inflationsbekämpfung und Schuldendienstkosten“.

KI-Investitionen treiben weiterhin den Aktienoptimismus an

BlackRock hat seine positive Einschätzung US-amerikanischer Aktien dennoch . Das Unternehmen geht davon aus, dass KI-Investitionen die Aktienkurse im nächsten Jahr weiter in die Höhe treiben werden. Die Umsatzsteigerungen durch KI dürften die Gesamtwirtschaft ankurbeln, auch wenn nicht alle Unternehmen cash .

„Es werden sich voraussichtlich völlig neue, KI-generierte Einnahmequellen entwickeln. Wie diese Einnahmen verteilt werden, wird sich wahrscheinlich weiterentwickeln – und wir wissen noch nicht wie. Die Suche nach den Gewinnern wird ein aktives Investitionsthema sein“, so das Institut.

Der Bericht räumte ein, dass KI den Staatsfinanzen durch höhere Produktivität und gesteigerte Steuereinnahmen langfristig helfen könnte. Das werde aber Zeit brauchen.

Große Technologiekonzerne wie Oracle, Meta und Alphabet haben in diesem Jahr bereits massive Anleiheemissionen zur Finanzierung ihrer KI-Infrastruktur durchgeführt. Diese Kreditwelle erfolgt vor dem Hintergrund, dass KI-Investitionen zu einem Rückgrat des US-Wirtschaftswachstums geworden sind.

BlackRock äußerte sich auch negativer zu japanischen Staatsanleihen und wies auf höhere Zinssätze und ein vermehrtes Aufkommen von Anleihen auf dem Markt hin.

Es gab aber auch einen Lichtblick. Das Unternehmen zeigte sich nun positiver gegenüber Anleihen aus Entwicklungsländern und wandelte seine negative Haltung in eine positive um. Dies ist auf weniger neu emittierte Anleihen und eine solidere Staatsfinanzlage in diesen Ländern zurückzuführen.

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