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TikTok und LinkedIn im Visier: Irlands Regulierungsbehörden nehmen auch Musks X-Unternehmen ins Visier

TikTok und LinkedIn im Visier: Irlands Regulierungsbehörden nehmen auch Musks X-Unternehmen ins Visier

Published:
2025-12-02 23:09:50
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TikTok und LinkedIn geraten in Irland ins Visier der irischen Regulierungsbehörden, zusammen mit Musks X-Unternehmen.

Dublin schärft die Aufsicht. Die irische Datenschutzkommission (DPC) richtet ihr Augenmerk verstärkt auf globale Tech-Giganten mit europäischer Basis. TikTok, LinkedIn und Elon Musks X stehen nun unter verschärfter Beobachtung – ein Schritt, der Signalwirkung für den gesamten Digitalsektor entfaltet.

Die regulatorische Zange zieht sich zu

Irland, als EU-Heimat zahlreicher Tech-Konzerne, wird zum zentralen Schlachtfeld für Datenschutz und Plattform-Compliance. Die Behörden prüfen nicht nur punktuell, sondern etablieren einen durchgängigen Überwachungsrahmen. Jeder Verstoß gegen die DSGVO kann hier zu empfindlichen Strafen führen – ein Risiko, das in den Quartalsberichten der Unternehmen immer schwerer wiegt.

Was das für die Tech-Landschaft bedeutet

Die verschärfte Aufsicht zwingt die Plattformen zu transparenteren Datenpraktiken und robusteren Compliance-Strukturen. Für Nutzer könnte das mehr Kontrolle bedeuten, für die Unternehmen steigen die operativen Kosten. In einem ohnehin angespannten Marktumfeld wird regulatorischer Druck zum weiteren Belastungsfaktor.

Ein Stresstest für das Geschäftsmodell

Letztlich prüft Dublin, ob der Datenhunger der Social-Media-Riesen mit europäischen Grundrechten vereinbar ist. Die laufenden Untersuchungen werden zeigen, wie anpassungsfähig diese Geschäftsmodelle wirklich sind – oder ob sie am Ende doch nur von der nächsten Aufmerksamkeitsökonomie leben, solange die Anzeigenklicks fließen. Ein bisschen wie bei manchen Kryptoprojekten: Alles glänzt, bis die Regulation ernst macht.

Irland untersucht TikTok und LinkedIn.

Laut einem von Bloomberg untersucht die irische Medienaufsichtsbehörde TikTok und LinkedIn wegen möglicher Mängel in ihren Meldesystemen für Inhalte. Im Fokus der Untersuchungen steht die Frage, ob die Systeme der Plattformen zur Meldung mutmaßlich illegaler Inhalte den Anforderungen des irischen Mediengesetzes (DSA) hinsichtlich Zugänglichkeit, Benutzerfreundlichkeit und Anonymität entsprechen.

„Anbieter müssen über leicht zugängliche und benutzerfreundliche Meldemechanismen verfügen, um als illegal geltende Inhalte zu melden“, sagte John Evans, Beauftragter für digitale Dienste bei der Regulierungsbehörde.

Die Europäische Kommission ist die wichtigste Durchsetzungsbehörde der Europäischen Union gegenüber sehr großen Online-Plattformen. Einige Aspekte des Rechts – darunter der Meldemechanismus – fallen jedoch in die Zuständigkeit der nationalen Regulierungsbehörde des EU-Landes, in dem eine Plattform ihren Hauptsitz hat.

Unternehmen, die nach Einschätzung der irischen Medienaufsichtsbehörde gegen die europäischen Digitalvorschriften verstoßen, können mit einer Geldstrafe von bis zu 6 % ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. 

Es ist nicht das erste Mal, dass die irischen Regulierungsbehörden gegen eine Social-Media-Plattform vorgehen. Auch TikTok geriet ins Kreuzfeuer und wurde im Mai 2025 wegen Verstoßes gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit einer Strafe von 530 Millionen Euro belegt, während LinkedIn ebenfalls wegen verschiedener Verstöße gegen regulatorische Bestimmungen mit einer Geldstrafe von rund 310 Millionen Euro belegt wurde.

Irlands Medienaufsichtsbehörde ist ebenfalls hinter X her.

Die aktuellen Untersuchungen gegen TikTok und LinkedIn erfolgen wenige Wochen, nachdem dieselbe Regulierungsbehörde eine Untersuchung gegen Elon Musks Social-Media-Plattform X eingeleitet hat. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Inhalte nicht zu entfernen, die Nutzer als illegal melden.

Laut Virkkunen, dem Exekutiv-dent der Europäischen Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, verlangt das DSA von den Plattformen zwar die Durchsetzung der Inhaltsmoderation, aber auch, dass sie über effektive interne Beschwerdesysteme verfügen, in denen die Nutzer das Recht haben, gegen Entscheidungen zur Inhaltsmoderation Berufung einzulegen. 

„Automatisierte Moderation ist zwar zulässig, Online-Plattformen müssen jedoch hinsichtlich ihrer Verwendung und Genauigkeit transparent sein“, fügte .

Die Untersuchungen von Coimisiún na Meán sollen klären, ob das interne Beschwerdemanagementsystem von X den regulatorischen Standards der DSA entspricht oder gegen diese verstößt. Die Untersuchung wird von verschiedenen Quellen und der gemeinnützigen Organisation HateAid unterstützt, die bereits zuvor im Namen einer Forscherin, die wiederholt von der Plattform gesperrt wurde, rechtliche Schritte gegen X eingeleitet hatte.

Die Untersuchung war die erste nach dem Digital Security Act (DSA) durch die Coimisiún na Meán (Kommission für Medienaufsicht), und Verstöße könnten zu Strafzahlungen in Höhe von fast 6 % des Firmenumsatzes führen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass X instraceuropäischer Behörden geraten ist. Anfang des Jahres wurde die Plattform von der EU untersucht, ob sie gegen die Inhaltsrichtlinien des Blocks verstoßen hat. 

Experten gehen davon aus, dass die Überprüfung weitergehende Änderungen der Betriebs- und Inhaltsmoderationsrichtlinien von X anstoßen könnte. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Untersuchungen deutlich, wie weit die EU bereit ist zu gehen, um Social-Media-Plattformen zur Rechenschaft zu ziehen und sicherzustellen, dass die Maßnahmen zum Schutz der Nutzer wirksam und durchsetzbar sind.

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