Japan zieht die Daumenschrauben an: Strengere Regeln für digitale Vermögensverwaltung nach Verlusten im Milliardenbereich

Die japanische Regierung schlägt Alarm. Nach einer Serie von Milliardenverlusten im Kryptosektor könnte die Financial Services Agency (FSA) die Vorschriften für digitale Vermögensverwalter massiv verschärfen.
Die geplanten Maßnahmen würden einige der strengsten Regulierungen weltweit einführen – ein Schock für die bisher relativ kryptofreundliche Nation.
Experten warnen: Überregulierung könnte Innovationen ersticken. Doch die Behörden scheinen entschlossen, den Wild-West-Charakter der Branche zu zähmen. Typisch Bürokraten – erst jahrelang zuschauen, dann mit dem Vorschlaghammer kommen.
Krypto-Staatsanleihen verzeichnen starke Kursverluste.
Die Krypto-Aktien verzeichneten Anfang des Jahres hohe Kursgewinne, sind seither aber dramatisch eingebrochen matic was Privatanlegern erhebliche Verluste beschert hat. Strategy Bitcoin hält , musste seit Mitte Juli einen Kursverlust von etwa der Hälfte hinnehmen.
Unterdessen haben sich die Börsen in Hongkong und anderen Teilen des asiatisch-pazifischen Raums gegen Bestrebungen zur Gründung neuer digitaler Vermögensverwaltungsgesellschaften (DATs) gewehrt. Japan nimmt hier eine Sonderstellung ein: Laut Informationen von Bitcoingibt es dort 14 börsennotierte Bitcoin-Ankaufsfirmen – mehr als in jedem anderen asiatischen Land.
Was Hintertür-Listings für Krypto-Firmen bedeuten
Ein sogenanntes „Backdoor Listing“ liegt vor, wenn ein privates Unternehmen durch eine Fusion oder Übernahme an die Börse geht und dabei den traditionellen Weg des Börsengangs (IPO) umgeht. Die Japan Exchange Group (JEG) verbietet Backdoor Listings bereits, und Quellen zufolge prüft sie nun, ob dieses Verbot auf bereits an der JEG notierte Unternehmen ausgeweitet werden soll, die ihren Geschäftsschwerpunkt auf den Handel mit Kryptowährungen verlagern.
Der Druck für eine strengere Aufsicht entstand laut Quellen aufgrund der Befürchtung, dass japanische Investoren durch den jüngsten Kursverfall der Aktien lokaler digitaler Vermögensverwaltungsgesellschaften Geld verloren haben.
Metaplanet Inc. , Japans mit Abstand größter Betreiber von digitalen Vermögenswerten mit Sitz in Tokio, musste einen Kurssturz von über 75 % seit seinem Höchststand Mitte Juni hinnehmen. Zuvor war der Kurs Anfang des Jahres um rund 420 % gestiegen. Das Unternehmen hat nach der Umstellung vom Hotelbetrieb auf Kryptowährungen Anfang 2024 mehr als 30.000 Bitcoin und ist damit der viertgrößte öffentliche Bitcoin Besitzer weltweit.
Convano Inc., ein Nagelstudio-Unternehmen, das plant, 21.000 Bitcoinzu kaufen, musste seit Ende August einen Kursverlust von rund 60 % hinnehmen.
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