CleanSpark wird zum meist leerverkauften Bitcoin-Reserven-Unternehmen
CleanSpark (Nasdaq: CLSK) weist eine Leerverkaufsposition von 34,89 % des Free Float auf, mit einer Deckungsdauer von 4,71 Tagen. Dies ist der größte Anteil an leerverkauften Aktien unter allen BTC-Treasury-Unternehmen. Derzeit hat MicroStrategy (MSTR) den höchsten Dollarwert an leerverkauften Aktien, aber CleanSpark gilt als Stimmungsbarometer für mehrere Marktnarrative.
CLSK wurde zuletzt bei 11,42 US-Dollar gehandelt, nachdem die Aktie Ende März noch bei 8,18 US-Dollar notierte. Aktuell bewegt sich CLSK im Mittelfeld ihrer langfristigen Handelsspanne, bleibt aber unter dem Höhenrausch von 2024, als Treasury-Unternehmen noch ein Novum waren.
Die signifikante Leerverkaufsposition deutet darauf hin, dass von CLSK ein weiterer Kursrückgang erwartet wird. Kurzfristig könnten die Short-Positionen jedoch eine Short Squeeze und eine Rallye auslösen.
CleanSpark ist nach wie vor ein erfolgreicher Miner
CleanSpark vollzog den Wechsel zu KI vergleichsweise spät und kündigte seine Pläne erst Ende 2025 an. Derzeit hat das Unternehmen jedoch noch eine führende Position als reiner BTC-Miner für den US-Markt. Das Unternehmen bietet Shared Mining mit einer Mining-Leistung von bis zu 50 EH/s an und reiht sich damit neben MARA Holdings und anderen Top-Block-Produzenten mit eigenen großen Anlagen ein.
CleanSpark ist auch profitabel, basierend auf seinen Mining-Aktivitäten. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 766,3 Mio. US-Dollar und einen Jahresüberschuss von 364,5 Mio. US-Dollar und verfügte zum Jahresende über 1 Mrd. US-Dollar Betriebskapital. Der Mining-Betreiber hält zudem 13.363 BTC aus Eigenmining und früheren Operationen.
Warum wird CLSK leerverkauft?
Zu den Gründen für Leerverkäufe von CLSK gehören die üblichen Kursschwankungen der Aktie und Rückgänge auf lokale Tiefststände. Miner sind nach wie vor stark von der BTC-Stimmung abhängig und haben Phasen durchlaufen, in denen sie mit Verlust gemint haben.
Ein weiterer Grund ist, dass der KI-Kurswechsel möglicherweise zu spät kommt, da der allgemeine Hype um Rechenzentren und GPU-Flotten nachlässt.
Das Unternehmen hat seit 2020 auch mehr Stammaktien ausgegeben – von 22 Millionen auf 280 Millionen. Rückkäufe von 40 Millionen CLSK-Aktien werden als nicht ausreichend angesehen, und die Aktie wird mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Zudem hat CLSK den Anstieg des BTC-Kurses nicht vollständig widergespiegelt.
CleanSpark war auch kein klassisches Playbook-Unternehmen und hatte daher nur eine sehr kurze Phase des Hypes als Treasury-Halter. Trotz der nominalen Kursgewinne wird CLSK als potenziell underperformend angesehen, was zu Leerverkaufsversuchen führt.
Die Aktie konkurriert zudem um Aufmerksamkeit mit anderen Unternehmen, die auf KI umstellen, darunter Iren Ltd. (Nasdaq: IREN), Mara Holdings (Nasdaq: MARA) und sogar kurzfristige Rallyes wie bei Allbirds (Nasdaq: BIRD).
Für andere ist CleanSpark ein verstecktes Juwel mit etabliertem Mining, das selbst bei einem niedrigeren BTC-Preis profitabel sein könnte. Das Unternehmen könnte jedoch in den kommenden Jahren mit einer Wertminderung und Stilllegung von Mining-Assets konfrontiert sein. Derzeit erkundet CleanSpark nur KI-Rechenzentren, ohne bestehende Verträge.
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