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Haddad kündigt Maßnahmen für von US-Tarifen betroffene Branchen an – Präsentation an Lula heute

Haddad kündigt Maßnahmen für von US-Tarifen betroffene Branchen an – Präsentation an Lula heute

Published:
2025-08-12 10:17:01
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Finanzminister Fernando Haddad hat heute (12. August 2025) angekündigt, dass Unterstützungsmaßnahmen für Branchen, die von den US-Tarifen auf brasilianische Produkte betroffen sind, noch heute Präsident Luiz Inácio Lula da Silva vorgelegt werden. Die Pläne sehen unter anderem Kreditlinien, Steuerstundungen und strukturelle Reformen vor – ein Überblick.

Was beinhalten die geplanten Unterstützungsmaßnahmen?

Laut Haddad wird die geplante Verordnungsmaßnahme des Bundes strukturelle Reformen des Exportgarantiefonds (FGE) sowie regulatorische Anpassungen für die Banco do Brasil, die BNDES und das Finanzministerium umfassen. Ein zentraler Punkt ist die Ermächtigung der öffentlichen Hand zum gezielten Aufkauf bestimmter betroffener Produkte. "Das Paket ist bewusst breit angelegt, um unterschiedlichen Branchensituationen gerecht zu werden", erklärte Haddad in einer Stellungnahme.

Welche konkreten Hilfen sind vorgesehen?

Das Programm sieht vor:

  • Spezielle Kreditlinien mit Volumina bis zu 30 Mrd. R$ über den FGE
  • Stundung von Steuerzahlungen für betroffene Exporteure
  • Staatliche Aufkäufe von Produkten mit exportierten Warencharakter
  • Flexibilisierte Arbeitsplatzerhaltungsauflagen
  • Ausweitung des "Drawback"-Systems (Steuerbefreiung für Exportvorprodukte)
"Natürlich gibt es Unternehmen, die Arbeitsplätze nicht halten können – dafür sehen wir alternative Gegenleistungen vor", relativierte Haddad die Beschäftigungsauflagen.

Warum wurde das Treffen mit US-Finanzminister Bessent abgesagt?

Haddad bestätigte den überraschenden Absage eines für diese Woche geplanten Gesprächs mit US-Schatzamtsekretär Scott Bessent. Als Grund vermutet der Minister "Einflussnahme der brasilianischen Rechtsextremen". Die US-Regierung hatte im August 50%-Strafzölle auf brasilianische Produkte verhängt – die weltweit höchsten dieser Art. Besonders betroffen sind Luftfahrt, Energie und Orangensaft.

Wie positioniert sich Brasilien international neu?

"Wir müssen andere Märkte intensiver erschließen", betonte Haddad und verwies besonders auf Südostasien. Gleichzeitig drängt Brasilien auf den Abschluss des seit Jahren stockenden EU-Mercosur-Abkommens. Die BRICS-Staaten bleiben zwar wichtige Abnehmer, doch "Brasilien darf sich nicht nur auf die BRICS verlassen", so der Minister. Wirtschaftsexperten sehen in der Krise auch Chancen für eine Diversifizierung der Exportstruktur.

Wie wirkt sich das Paket auf die Haushaltsziele aus?

Trotz der umfangreichen Maßnahmen bekräftigte Haddad das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2025 und eines Überschusses bis 2026. "Die Kalibrierung stimmt", versicherte der Minister. Analysten verweisen jedoch auf mögliche Zielkonflikte zwischen kurzfristiger Krisenbewältigung und mittelfristiger Haushaltskonsolidierung.

Fragen und Antworten zu den neuen Maßnahmen

Welche Branchen profitieren am meisten?

Vor allem exportintensive Sektoren wie Luftfahrt, Agrarindustrie und Energietechnik erhalten gezielte Unterstützung. Die genaue Verteilung wird noch ausgearbeitet.

Gibt es Fristen für die Hilfsanträge?

Die Regierung plant eine mehrstufige Einführungsphase, erste Anträge sollen binnen 6 Wochen möglich sein. Details folgen mit der Veröffentlichung der Verordnungsmaßnahme.

Wie werden die Maßnahmen finanziert?

Primär über den umstrukturierten FGE und Umschichtungen im Haushalt. Eine Neuverschuldung ist laut Haddad ausgeschlossen.

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