Weißes Haus Krypto-Bericht deutet auf große Änderungen bei der US-Kryptosteuer hin
Diese Haltung wirkt etwas überraschend, insbesondere angesichts von Trumps allgemeiner Laissez-faire-Einstellung. Dennoch plädiert der Bericht nicht für strengere Regeln across the board, sondern befürwortet erweiterte SAFE-Harbor-Programme.
Trumps Bericht und Kryptosteuern
Heute früh kündigte Trumps Weißes Haus einen neuen Bericht zur Kryptoindustrie an, der nun veröffentlicht wurde. Das Dokument behandelt eine breite Palette von Themen, von neuen regulatorischen Strukturen bis hin zur Stablecoin-basierten Dollar-Dominanz und mehr.
Von besonderem Interesse sind jedoch die verschiedenen Empfehlungen zum Thema Kryptosteuern.
„Das Finanzministerium und der IRS sollten Leitlinien veröffentlichen, die die Bestimmung des Adjusted Financial Statement Income (AFSI) in Bezug auf unrealisierte Gewinne und Verluste bei Finanzanlagen außer Aktien und Partnerschaftsbeteiligungen behandeln… um zu klären, wie unrealisierte Gewinne und Verluste… berücksichtigt werden“, heißt es darin.
Überraschenderweise beschäftigt sich ein Großteil des Berichts mit der Schließung von Steuerschlupflöchern, obwohl TRUMP generell eine Laissez-faire-Haltung in der Kryptopolitik einnimmt.
Zum Beispiel empfiehlt er, das Wash-Sale-Schlupfloch zu schließen, bei dem Händler Verluste von ihren Steuern absetzen können, während sie denselben Vermögenswert zurückkaufen, der diese Verluste verursacht hat. Wash Sales sind für die meisten Aktien explizit illegal.
Um klar zu sein: Krypto-Wash-Trading ist in den USA explizit illegal, aber das bezieht sich auf das Vortäuschen von Handelsvolumina, um Marktaufmerksamkeit zu erregen.
Wash Sales hingegen existieren als Steuerhinterziehungstool und sind für Krypto eine rechtliche Grauzone. Der Bericht empfiehlt eindeutig, dieses Thema klarzustellen.
Ebenso empfiehlt der Bericht die Einführung von Mark-to-Market-Regeln für Kryptosteuern. Dies bedeutet, dass Vermögenswerte in Echtzeit bewertet würden, nicht zum Kaufpreis des Steuerzahlers.
Wenn ein Steuerzahler Token hält, die an Wert verlieren, würde diese Regel Geld sparen, aber das wahrscheinlichere umgekehrte Szenario würde Strafen nach sich ziehen.
Der Bericht enthält viele weitere Beispiele für solche politischen Maßnahmen. Er erwägt, dass Stablecoins eher mit Schulden als mit Rohstoffen oder Wertpapieren vergleichbar sein könnten, was bond-ähnliche Steuerregeln auslösen könnte.
Er behauptet, dass gestakete Kryptos möglicherweise nicht für eine vereinfachte Steuerbehandlung qualifiziert sind, was Asset-Staker zu aufwändigeren Papierkram verpflichten würde.
Um klar zu sein: Dies sind nur Empfehlungen an den Kongress und verschiedene Bundesbehörden. Tatsächlich ist das WEIẞE Haus nicht verpflichtet, die Kryptosteuerpolitik auf diese Weise zu reformieren.
Darüber hinaus setzt sich der Bericht für die Lockerung anderer Beschränkungen ein, wie z.B. die Erweiterung von Safe-Harbor-Programmen für verschiedene Händler und Vermögenswerte.
Trotzdem ist dies der bisher detaillierteste bundesstaatliche Steuerrahmen für Krypto, mit großen Auswirkungen auf Privathändler, Fonds und Stablecoin-Emittenten. Es scheint sehr unwahrscheinlich, dass keine der Empfehlungen umgesetzt wird.
Übersetzt von BlockCh4inX