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Über 5.500 Krypto-Miner treten aus der Schattenwirtschaft aus – Russlands Legalisierung zeigt Wirkung

Über 5.500 Krypto-Miner treten aus der Schattenwirtschaft aus – Russlands Legalisierung zeigt Wirkung

Author:
Sh1b4rmy
Published:
2026-02-22 00:43:02
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Seit der Legalisierung des Krypto-Minings in Russland vor über einem Jahr haben sich mehr als 5.500 Miner aus der Schattenwirtschaft gemeldet. Darunter sind 1.500 Unternehmen und Selbstständige sowie 4.000 Privatpersonen, die ihre Einnahmen nun ordnungsgemäß versteuern. Doch trotz dieser positiven Entwicklung operieren schätzungsweise zwei Drittel der Miner weiterhin im Verborgenen. Die russischen Behörden setzen nun auf Anreize und Strafen, um die Branche vollständig zu regulieren.

Wie hat Russland das Krypto-Mining legalisiert?

Im August und Oktober 2024 verabschiedete die russische Regierung zwei Gesetze, die das Mining von Kryptowährungen legalisierten. Diese traten später im selben Jahr in Kraft und machten das Mining zur ersten offiziell anerkannten Krypto-Aktivität im Land. Unternehmen und Einzelunternehmer können sich seitdem beim Föderalen Steuerdienst (FNS) registrieren lassen, um legal Mining zu betreiben. Privatpersonen sind von der Registrierungspflicht befreit, sofern sie monatlich weniger als 6.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen.

Welche Pflichten haben registrierte Miner?

Alle registrierten Miner müssen monatlich detaillierte Angaben zu den geminten Kryptowährungen machen und diese beim FNS deklarieren. Zudem sind sie verpflichtet, Art, Menge und Spezifikationen ihrer Mining-Hardware anzugeben. Der FNS hat eine spezielle Webseite eingerichtet, auf der Miner alle notwendigen Informationen zum Registrierungsprozess, zur Steuererklärung und zu den Zahlungsmodalitäten finden.

Warum melden sich nicht alle Miner an?

Trotz der Legalisierung schätzen Experten, dass etwa zwei Drittel der Mining-Betriebe weiterhin im Untergrund agieren. Gründe hierfür sind vermutlich die Angst vor Steuerlasten und bürokratischen Hürden. Einige Regierungsvertreter haben bereits eine Amnestie für illegale Miner ins Gespräch gebracht, um die Registrierungsquote zu erhöhen. Gleichzeitig plant das Justizministerium harte Strafen für nicht gemeldete Miner, darunter hohe Geldstrafen und sogar Haftstrafen.

Welche Probleme verursacht das illegale Mining?

Ein großes Problem ist der massive Stromdiebstahl durch illegale Mining-Farmen. Allein im letzten Jahr wurden fast 197.000 nicht registrierte Mining-Anlagen identifiziert. In einigen Regionen führte der hohe Stromverbrauch zu Engpässen, weshalb die Behörden in über einem Dutzend Gebieten, darunter Sibirien, der Ferne Osten und der Nordkaukasus, Mining-Aktivitäten komplett verboten haben.

Wie geht Russland mit anderen Krypto-Aktivitäten um?

Während das Mining bereits reguliert ist, fehlen für andere Krypto-Geschäfte wie Handel und Investitionen noch klare Regelungen. Die russische Zentralbank hat Ende Dezember 2025 einen neuen regulatorischen Rahmen vorgeschlagen, der bis zum 1. Juli 2026 verabschiedet werden soll. Dieser wird voraussichtlich den rechtlichen Status von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen klären und sie als "monetäre Vermögenswerte" einstufen.

Wie unterscheidet Russland zwischen verschiedenen Krypto-Assets?

Die derzeitige Gesetzgebung unterscheidet zwischen "digitalen Finanzaktiva" (DFA) – das sind tokenisierte reale Vermögenswerte, die auf privaten Blockchains ausgegeben werden – und klassischen Kryptowährungen. Während DFAs bereits klar reguliert sind, werden klassische Kryptowährungen zunehmend als Eigentum in Gerichtsverfahren behandelt. Das russische Parlament hat kürzlich entsprechende Änderungen des Strafgesetzbuchs verabschiedet.

Was bedeutet die russische Mining-Regulierung für den globalen Krypto-Markt?

Russland gehört zu den Ländern mit den günstigsten Strompreisen weltweit, was es besonders attraktiv für Miner macht. Die Legalisierung könnte langfristig zu mehr Stabilität und Transparenz im Krypto-Sektor führen. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen, dass viele Miner weiterhin im Untergrund operieren – ein Hinweis darauf, dass die Regulierung noch nicht perfekt ist.

Fragen und Antworten zum Krypto-Mining in Russland

Müssen sich alle Miner in Russland registrieren?

Nein, Privatpersonen sind von der Registrierungspflicht befreit, sofern sie monatlich weniger als 6.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Unternehmen und selbstständige Miner müssen sich jedoch beim Föderalen Steuerdienst anmelden.

Welche Strafen drohen nicht registrierten Minern?

Das Justizministerium plant hohe Geldstrafen und sogar Haftstrafen für Miner, die sich nicht registrieren lassen. Gleichzeitig wird über eine Amnestie für illegale Miner diskutiert, um die Registrierungsquote zu erhöhen.

Wird Russland auch andere Krypto-Aktivitäten regulieren?

Ja, die russische Zentralbank arbeitet an einem regulatorischen Rahmen für Krypto-Handel und -Investitionen, der bis Juli 2026 verabschiedet werden soll. Dieser wird voraussichtlich den rechtlichen Status von Kryptowährungen klären.

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