Nordkoreanische Hacker stehlen 2025 über 2 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen – Gesamtsumme jetzt über 6 Milliarden
- Wie hat sich die Diebstahlstrategie nordkoreanischer Hacker entwickelt?
- Welche Rolle spielen zentralisierte Kryptodienste bei den Angriffen?
- Wie werden die gestohlenen Gelder gewaschen?
- Welche neuen Technologien setzen die Hacker ein?
- Wie hat sich der Diebstahl aus Privatwallets entwickelt?
- Fragen und Antworten zum Thema
In einem beispiellosen Anstieg der Cyberkriminalität haben nordkoreanische Hacker allein in diesem Jahr über 2,02 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen erbeutet. Damit beläuft sich die Gesamtsumme seit 2016 auf über 6 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen, die von Chainalysis veröffentlicht wurden, zeigen eine alarmierende Entwicklung in der Strategie staatlich unterstützter Cyberkrimineller.
Wie hat sich die Diebstahlstrategie nordkoreanischer Hacker entwickelt?
Nordkoreanische Cyberkriminelle haben ihre Taktik verfeinert: Statt häufiger, kleinerer Angriffe setzen sie nun auf weniger, aber dafür umso massivere Attacken. Der spektakuläre Hack der Bybit-Plattform im März 2025, bei dem 1,4 Milliarden US-Dollar erbeutet wurden, ist hierfür ein erschreckendes Beispiel. Die Hacker infiltrieren gezielt IT-Mitarbeiter von Kryptodienstleistern, um privilegierte Zugänge zu erhalten.

Quelle: Chainalysis
Welche Rolle spielen zentralisierte Kryptodienste bei den Angriffen?
Laut dem Bericht waren nordkoreanische Akteure für 76% aller Sicherheitsverletzungen bei zentralisierten Kryptodienstleistern in 2025 verantwortlich. Diese Plattformen bleiben besonders verwundbar durch Kompromittierungen privater Schlüssel. Interessanterweise arbeiten die nordkoreanischen Gruppen häufig mit kleineren Beträgen unter 500.000 US-Dollar, was auf eine zunehmend ausgeklügelte operative Sicherheit hindeutet.
Wie werden die gestohlenen Gelder gewaschen?
Die Analyse zeigt ein konsistentes Muster: Nach großen Diebstählen zwischen 2022 und 2025 durchlaufen die Gelder einen mehrstufigen Geldwäscheprozess über etwa 45 Tage. Nordkoreanische Wallet-Adressen nutzen bevorzugt chinesische OTC-Handelsnetzwerke, Mixing-Dienste und Bridges, während DeFi-Protokolle und dezentrale Börsen weitgehend gemieden werden.
Welche neuen Technologien setzen die Hacker ein?
Erstmals in diesem Jahr setzte Nordkorea künstliche Intelligenz in seinen Cyberangriffen ein. Große Sprachmodelle werden in praktisch jeder Phase der Angriffe genutzt – vom Reconnaissance über Phishing bis hin zur Geldwäsche. Diese Entwicklung macht die Angriffe noch effektiver und schwerer zu erkennen.

Quelle: Chainalysis
Wie hat sich der Diebstahl aus Privatwallets entwickelt?
Interessanterweise ist der Anteil von Diebstählen aus Privatwallets von nur 7,3% im Jahr 2022 auf 44% in 2024 gestiegen, bevor er 2025 auf 20% fiel. Die Blockchain Solana verzeichnete mit 26.500 betroffenen Wallets die meisten Einzelopfer. Bemerkenswert ist, dass die drei größten Cyberangriffe 2025 für 69% aller Verluste verantwortlich waren.
Fragen und Antworten zum Thema
Wie viel haben nordkoreanische Hacker seit 2016 insgesamt gestohlen?
Laut Chainalysis beläuft sich die Gesamtsumme der von nordkoreanischen Hackern gestohlenen Kryptowährungen seit 2016 auf über 6,75 Milliarden US-Dollar.
Welche Strategie verfolgen die Hacker aktuell?
Die Cyberkriminellen setzen zunehmend auf weniger, aber dafür massivere Angriffe mit höheren Einzelbeträgen, anstatt viele kleine Attacken durchzuführen.
Welche Rolle spielt KI in den aktuellen Angriffen?
Nordkorea setzt erstmals in diesem Jahr großflächig künstliche Intelligenz ein, insbesondere große Sprachmodelle, die in allen Phasen der Angriffe genutzt werden.