US-Senat verabschiedet GENIUS Act für Stablecoins

In einem historischen Schritt hat der US-Senat seinen ersten ernsthaften Versuch unternommen, Kryptowährungen zu regulieren. Der neu verabschiedete GENIUS Act, der sich auf Stablecoins konzentriert, wird als Wendepunkt für die digitale Finanzwelt bezeichnet. Die Gesetzesvorlage erhielt eine 51-23-Stimmen-Mehrheit über beide Parteien hinweg, was sie zu einem der bedeutendsten kryptobezogenen Erfolge in Washington macht.
Hier eine Zusammenfassung, was das bedeutet.
Was steckt hinter dem GENIUS Act?
Der GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins) legt den Grundstein für die Regulierung von Stablecoins in den USA.
Vereinfacht gesagt stellt das Gesetz sicher, dass diese Coins durch reale Werte wie US-Dollar oder liquide Vermögenswerte gedeckt sind, und setzt Regeln für große Marktteilnehmer.
Jedes Unternehmen, das Stablecoins mit einer Marktkapitalisierung von über 50 Milliarden US-Dollar ausgibt, muss nun jährliche Prüfungen durchführen lassen. Auch ausländische Emittenten werden strengeren Regeln unterworfen. Man könnte sagen, es werden reale Leitplanken für digitale Dollars geschaffen.
Grenzen für große Unternehmen
Eine überraschende Neuerung: Tech-Giganten wie Meta und Amazon unterliegen nun Beschränkungen, sofern sie nicht bestimmte finanzielle und datenschutzrechtliche Standards erfüllen. Das Gesetz soll Risiken vermeiden, die entstehen könnten, wenn Großkonzerne massive digitale Geldsysteme kontrollieren.
Stablecoin-Nutzer erhalten zudem höchsten rechtlichen Schutz im Falle einer Insolvenz des emittierenden Unternehmens – ein Konzept, das als Super-Priority-Status bezeichnet wird. Das bedeutet, Ihre Gelder wären im Ernstfall erste Priorität bei der Rückerstattung.
Warum diese Abstimmung ein Gamechanger ist
Dies ist das erste Mal, dass der Senat eine bedeutende Gesetzgebung zu Kryptowährungen verabschiedet hat. Bisherige Versuche waren aufgrund von Meinungsverschiedenheiten gescheitert. Diesmal änderte sich die Lage, insbesondere unter Präsident Trump, dessen Regierung sich offen für Krypto-Innovationen einsetzt.
Experten zufolge holt die USA nun endlich bei der Krypto-Regulierung auf – und positioniert sich sogar als globaler Vorreiter in diesem Bereich.
Was als Nächstes passiert
Nun liegt der Ball beim Repräsentantenhaus. Dieses könnte entweder ein eigenes Stablecoin-Gesetz verabschieden oder den GENIUS Act übernehmen. In jedem Fall drängt die Zeit. Präsident TRUMP möchte ein Stablecoin-Gesetz noch vor August unterzeichnet sehen, und seine Berater haben bereits Unterstützung signalisiert.
Da der Stablecoin-Markt bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich auf 3,7 Billionen US-Dollar anwachsen wird, richtet sich der Blick nun auf das Repräsentantenhaus.
Übersetzt von Sat0shiZ