Sicherheitsforscher warnen vor bösartigem Code in Polymarket Copy-Trading-Bot auf GitHub (Dezember 2025)
- Was ist im Polymarket-Bot entdeckt worden?
- Wie reagieren die Sicherheitsexperten?
- Was sollten betroffene Nutzer tun?
- Wie kann man sich schützen?
- Häufig gestellte Fragen
Ein beliebter Open-Source-Copy-Trading-Bot für Polymarket, der auf GitHub gehostet wird, enthält versteckten bösartigen Code, der private Schlüssel stehlen kann. Sicherheitsexperten raten Nutzern dringend, das Repository zu löschen und betroffene Wallets zu migrieren. Der Vorfall unterstreicht die Risiken nicht-auditierter Handelssoftware in der Kryptowelt.
Was ist im Polymarket-Bot entdeckt worden?
Ein Entwickler mit dem Pseudonym "Trust412" hat scheinbar absichtlich schädlichen Code in mehrere Commits und Abhängigkeiten des "polymarket-copy-trading-bot" Repositorys eingeschleust. Der Code war geschickt getarnt und wurde über mehrere Überarbeitungen hinweg optimiert, um unentdeckt zu bleiben.
Laut Analysen des Sicherheitsunternehmens SlowMist scannt der manipulierte Bot Konfigurationsdateien, extrahiert private Schlüssel und überträgt sie heimlich auf einen Server der Angreifer.
Quelle: @hunterweb303 via X/Twitter
Wie reagieren die Sicherheitsexperten?
Am 21. Dezember 2025 verbreitete der SlowMist-Sicherheitsdirektor über Twitter eine Warnung der Community vor dem kompromittierten Bot. Dies ist kein Einzelfall - ähnliche Supply-Chain-Angriffe auf GitHub-Repositories häufen sich in der Kryptobranche.
"Das Besorgniserregende ist die raffinierte Tarnung", kommentiert ein BTCC-Analyst. "Der Code wurde absichtlich in kleinen Schritten eingeführt und überprüft, um Sicherheitsscans zu umgehen."
Was sollten betroffene Nutzer tun?
Nutzer, die den Bot installiert haben, sollten:
- Das Repository sofort löschen
- Alle verknüpften Wallets als kompromittiert betrachten
- Guthaben umgehend auf neue Adressen transferieren
Wichtig: Polymarket selbst wurde nicht gehackt. Die Gefahr geht ausschließlich von inoffiziellen Dritt-Anwendungen aus, die private Schlüssel erfordern.
Wie kann man sich schützen?
Diese Vorfälle zeigen, wie wichtig due diligence bei Open-Source-Tools ist:
- Nur auditierte Software verwenden
- Repositories vor Installation genau prüfen
- Private Schlüssel niemals Dritt-Apps anvertrauen
- Regelmäßig Sicherheitswarnungen verfolgen (z.B. auf Coinmarketcap)
Ein Trading-Experte warnt: "Die Verlockung, erfolgreiche Trader zu kopieren, macht viele Nutzer leichtsinnig. Aber in der Kryptowelt ist Skepsis oft der beste Schutz."
Häufig gestellte Fragen
Was genau macht der schädliche Code?
Der manipulierte Bot scannt die lokale Umgebung nach Wallet-Konfigurationsdateien und extrahiert private Schlüssel, die er an die Angreifer überträgt.
Ist Polymarket selbst unsicher?
Nein, die Polymarket-Plattform wurde nicht kompromittiert. Das Problem betrifft ausschließlich inoffizielle Dritt-Anwendungen.
Wie erkenne ich, ob ich betroffen bin?
Wenn Sie den "polymarket-copy-trading-bot" von GitHub installiert haben, sollten Sie vorsorglich davon ausgehen, dass Ihre Schlüssel kompromittiert wurden.
Gibt es sichere Alternativen?
Verwenden Sie nur offiziell geprüfte Tools und vermeiden Sie Anwendungen, die direkten Zugriff auf private Schlüssel verlangen.