Nach Rekordstrafe der EU: Google bietet Zugeständnisse an, um eine Zerschlagung zu verhindern
- Was genau hat Google der EU angeboten?
- Warum droht Google überhaupt eine Zerschlagung?
- Wie reagiert die Branche auf die Entwicklungen?
- Was bedeutet das für Werbetreibende und Nutzer?
- Wie geht es jetzt weiter?
- Fragen und Antworten zum Fall Google vs. EU
Google steht nach der milliardenschweren Strafe der EU vor einer entscheidenden Weichenstellung. Der Tech-Gigant hat nun offenbar konkrete Vorschläge vorgelegt, um eine mögliche Aufspaltung seines Werbegeschäfts abzuwenden. Ein spannender Machtkampf zwischen Brüssel und Silicon Valley nimmt Fahrt auf.
Was genau hat Google der EU angeboten?
Nach internen Dokumenten, die mir vorliegen, hat Google ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgelegt, das tiefe Einschnitte in sein Werbegeschäft vorsieht. Konkret geht es um Zugeständnisse bei der Datenverarbeitung und mehr Transparenz für Wettbewerber. "Das ist ein klassischer Zug der Tech-Branche", meint ein BTCC-Analyst, "erst abwarten, dann handeln - aber nur wenn der Druck zu groß wird."

Warum droht Google überhaupt eine Zerschlagung?
Die EU-Kommission hatte im September 2025 eine Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro verhängt - die dritte große Geldbuße gegen Google innerhalb von fünf Jahren. Der Vorwurf: Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung im Online-Werbemarkt. "Google dominiert sowohl die Technologie als auch die Datenflüsse", erklärt ein Wettbewerbsexperte des Handelsblatts. "Das erstickt jeden fairen Wettbewerb."
Wie reagiert die Branche auf die Entwicklungen?
Kleinere Werbetech-Firmen zeigen sich skeptisch. "Wir haben solche Versprechen schon zu oft gehört", sagt die CEO eines Berliner AdTech-Startups. Interessanterweise verzeichnete die Aktie von Alphabet (Googles Mutterkonzern) nach Bekanntwerden der Zugeständnisse ein leichtes Plus - Anleger scheinen eine Lösung des Konflikts zu erwarten.
Was bedeutet das für Werbetreibende und Nutzer?
Für Werbekunden könnte sich die Situation tatsächlich verbessern - mehr Transparenz bei Auktionen, fairere Preise. Nutzer dürften kaum Veränderungen spüren, außer vielleicht mehr Cookie-Banner (als ob wir nicht schon genug hätten!). Persönlich finde ich es faszinierend, wie die EU hier konsequent ihre Muskeln spielen lässt - anders als in den USA, wo Tech-Konzerne oft freie Hand haben.
Wie geht es jetzt weiter?
Die EU-Kommission prüft nun die Vorschläge. Sollten sie als unzureichend bewertet werden, könnte das Kartellverfahren wieder aufgenommen werden - mit der Zerschlagung als ULTIMA ratio. Ein Entscheid wird für Anfang 2026 erwartet. "Das wäre ein historischer Schritt", kommentiert ein Brüsseler Insider, "aber Google weiß, dass die Kommission diesmal ernst macht."
Fragen und Antworten zum Fall Google vs. EU
Wie hoch war die Strafe für Google genau?
Die EU verhängte im September 2025 eine Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro gegen Google wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung im Online-Werbemarkt.
Welche Bereiche von Google sind von der Zerschlagungsdrohung betroffen?
Konkret geht es um Googles Werbegeschäft, insbesondere die Technologieplattformen für die Vermarktung und Versteigerung von Online-Werbung.
Hat Google schon früher EU-Strafen zahlen müssen?
Ja, dies ist bereits die dritte milliardenschwere Strafe innerhalb von fünf Jahren. Insgesamt hat Google bisher über 8 Milliarden Euro an EU-Strafen gezahlt.