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Wie würde sich eine 1:1-Chipproduktions-Zollpolitik unter Trump auswirken?

Wie würde sich eine 1:1-Chipproduktions-Zollpolitik unter Trump auswirken?

Author:
Sat0shiZ
Published:
2025-09-26 17:51:47
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Der Markt wurde am Freitag mit Nachrichten über zwei neue Zollmaßnahmen konfrontiert.

Die erste ist ein neuer 100 %-Zoll auf ausländische Arzneimittel, der am späten Donnerstag von Präsident Donald TRUMP selbst angekündigt wurde und den Aktien amerikanischer Pharmariesen einen leichten Auftrieb verlieh. Die zweite ist eine neue, gerüchteweise umlaufende 1:1-Chipzollregel, die amerikanische Chipunternehmen verpflichten würde, die Herkunft all ihrer Chips nachzuverfolgen und mit Herstellern zusammenzuarbeiten, um die Anzahl der in den USA hergestellten und der im Ausland produzierten Produkte im Laufe der Zeit auszugleichen.

Auslöser sind wirtschaftliche und nationale Sicherheitsbedenken. Amerikanische Technologieunternehmen sind trotz des CHIPS and Science Act von 2022, der Milliarden an Subventionen bereitstellte, immer noch stark auf im Ausland – insbesondere in Taiwan – hergestellte Chips angewiesen.

BofA warnt vor Risiken für Hardware-Hersteller

Laut der Investmentabteilung der Top-Bank wären amerikanische Hersteller von Personal Computern, Smartphones und Servern wahrscheinlich anfälliger für eine solche Politik. In diesen Märkten sind Unternehmen wie Apple (AAPL), Dell Technologies (DELL), HP (HPQ), Hewlett Packard Enterprise Co (HPE) und Cisco (CSCO) aktiv.

Ein Vorteil für Foundries?

Andererseits erwartet die BofA, dass eine solche Politik amerikanischen Chipherstellern wie Intel (INTC), GlobalFoundries (GFS), Micron (MU) und Texas Instruments (TXN) „einen gewissen Aktienauftrieb“ verschaffen würde.

Das Institut glaubt jedoch, dass Halbleiter-Kapitalausrüstungsunternehmen – Firmen, die die Maschinen zum Herstellen von Chips bauen – langfristig wahrscheinlich die wahren Nutznießer einer solchen Regel sein werden. Zu den in diesem Bereich tätigen Unternehmen gehören ASML (ASML), Lam Research (LRCX), Applied Materials (AMAT) und KLA (KLAC), unter anderen.

Darüber hinaus ist die BofA der Ansicht, dass fabless Anbieter – die keine eigenen Chipfertigungsstätten besitzen oder betreiben – ihre Aufträge eher vermehrt an die US-Fertigungseinheit von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSM) vergeben werden. Hier kommen Unternehmen wie Nvidia (NVDA), Broadcom (AVGO), Advanced Micro Devices (AMD) und Marvell (MRVL) ins Spiel.

Der neue Plan wird wahrscheinlich auf weitere Komplikationen stoßen, die den Markt weiter verkomplizieren können. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob eine solche Politik tatsächlich das Licht der Welt erblicken wird.

Welche sind die besten Chip-Aktien zum Kaufen?

Die Einführung eines neuen Zollregimes hat Auswirkungen auf die Chipindustrie, was die Entscheidung, welche Chip-Aktien gekauft werden sollen, zu einem kritischen Moment für Anleger macht. Das TipRanks Stock Comparison Tool gibt Aufschluss darüber, welche Chip-Aktien von Analysten hoch bewertet werden. Siehe die Grafik unten.

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