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Wintermute drängt SEC 2025: Blockchain-Abwicklung von veralteten Regeln befreien

Wintermute drängt SEC 2025: Blockchain-Abwicklung von veralteten Regeln befreien

Author:
R3ktPort
Published:
2025-11-19 22:11:01
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In einem mutigen Vorstoß hat der OTC-Handelsplatz Wintermute die US-Börsenaufsicht SEC aufgefordert, Broker von bestehenden Regeln zu befreien, wenn sie tokenisierte Wertpapiere über Blockchain-Netzwerke abwickeln. Das Unternehmen argumentiert, dass veraltete Vorschriften aus vergangenen Jahrzehnten die Innovation auf digitalen Asset-Märkten ersticken. Ein spannender Entwicklungsprozess, der die Finanzwelt 2025 nachhaltig verändern könnte.

Warum fordert Wintermute regulatorische Anpassungen?

In einem ergänzenden Dokument, das der SEC-Arbeitsgruppe für Kryptowährungen vorgelegt wurde, betonte das Londoner Unternehmen die dringende Notwendigkeit, zwei Schlüsselpunkte zu klären: Zum einen sollten Broker Transaktionen direkt auf der Blockchain abwickeln können, ohne dadurch Kundenschutzregeln auszulösen. Zum anderen müsste sichergestellt werden, dass Liquiditätsanbieter in dezentralen Finanzprotokollen (DeFi) sich nicht als Broker registrieren lassen müssen.

Wintermute verweist dabei auf die sogenannte "Customer Protection Rule" (15c3-3), die eigentlich verhindern soll, dass Broker-Händler Kundengelder missbrauchen. Das Unternehmen argumentiert, dass bei direkter Abwicklung tokenisierter Wertpapiere zwischen Parteien, die ihre eigenen digitalen Wallets kontrollieren, eine bestehende Ausnahmeregelung greifen sollte.

Blockchain-Abwicklung ohne traditionelle Infrastruktur

"Die Auferlegung traditioneller Bankinfrastrukturen auf einen blockchainbasierten Abwicklungszyklus würde die Vorteile und die Effizienz des On-Chain-Settlement-Prozesses komplett zunichtemachen", schrieb Wintermute in seiner Oktober-Eingabe an Kommissarin Peirce und die Arbeitsgruppenmitglieder.

Nach einem Folgetreffen mit der SEC erklärte Wintermute weiter: "Die aktuellen Regeln wurden für eine Ära mit mehrstufiger Intermediärsstruktur entworfen. Für Blockchain-Abwicklungen sind diese mehrfachen Ebenen nicht nur unnötig, sie machen sogar die Effizienzgewinne der Technologie zunichte."

Das OTC-Unternehmen fordert, dass regulierte Händler befugt sein sollten, eigene Clearing- und Abwicklungsverfahren für tokenisierte Wertpapiere zu entwickeln, ohne dass dadurch Broker-Regeln ausgelöst werden. Dies würde es Händlern ermöglichen, Transaktionen direkt auf der Blockchain mit ihren Gegenparteien abzuwickeln - natürlich unter Einhaltung angemessener Risikomanagementstandards.

Die Kluft zwischen Tradern und Händlern in DeFi-Märkten

Wintermutes zweite Forderung betrifft die seit langem bestehende Unterscheidung zwischen "Händlern" (die sich bei der SEC registrieren müssen) und "Tradern" (die nur für eigene Rechnung kaufen und verkaufen). Das Unternehmen möchte bestätigt wissen, dass Eigenhändler und Liquiditätsanbieter in DeFi-Protokollen nicht als Broker eingestuft werden sollten, nur weil sie Märkten Liquidität bereitstellen.

Auf X (ehemals Twitter) schrieb Wintermute: "Proprietäres Trading und die Bereitstellung von Liquidität in DeFi-Protokollen sollte keine Broker-Registrierung erforderlich machen." Wenn ein Unternehmen ausschließlich für eigene Rechnung handelt und nicht mit Kunden interagiert, falle dies unter die seit langem bestehende "Trader-Exemption", so das Unternehmen.

Wintermutes Engagement für den Kryptomarkt

Die von Wintermute geforderten Ausnahmen für Broker-Händler könnten die Reibungsverluste bei On-Chain-Abwicklungen erheblich reduzieren und operative Kosten sowie Zwänge verringern. Dies könnte wiederum die institutionelle Akzeptanz tokenisierter Wertpapiere steigern.

Allerdings wirft eine solche Entwicklung wichtige Fragen zum Anlegerschutz und zur Marktintegrität auf. Weniger Intermediärsstufen bedeuten weniger zwischengeschaltete Instanzen, die Kunden schützen. Die Aufsichtsbehörden werden daher Garantien für die Robustheit der Blockchain-Mechanismen verlangen.

Bereits im September hatte Wintermute die SEC aufgefordert, klarzustellen, dass Netzwerk-Token wie Bitcoin und Ether nicht als Wertpapiere eingestuft werden sollten. Nach Ansicht des Unternehmens fallen diese Token eher in die Kategorien Infrastruktur, Sammlerobjekte oder Rohstoffe. Eine Fehlklassifizierung würde Innovationen behindern und Handelsaktivitäten außerhalb der US-Märkte fördern, so die Argumentation.

Die Reaktion der SEC wird von der gesamten Digital-Asset-Branche genau beobachtet. Wintermute begrüßt die fortwährende Dialogbereitschaft der Aufsichtsbehörde in Fragen der Anpassung bestehender Regelwerke an blockchainbasierte Märkte.

Fragen und Antworten zu Wintermutes SEC-Initiative

Welche Hauptforderungen stellt Wintermute an die SEC?

Wintermute fordert vor allem Ausnahmen von bestehenden Broker-Regeln für die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere auf der Blockchain sowie Klarstellung, dass DeFi-Liquiditätsanbieter nicht als Broker registrierungspflichtig sind.

Warum ist die 15c3-3-Regel problematisch?

Diese "Customer Protection Rule" verlangt spezielle Bankkonten zum Kundenschutz - was bei direkter Blockchain-Abwicklung zwischen Wallet-Besitzern laut Wintermute unnötig ist und die Effizienzvorteile der Technologie zunichtemacht.

Was bedeutet dies für die institutionelle Adoption?

Gelingt Wintermutes Vorstoß, könnte dies die institutionelle Nutzung tokenisierter Wertpapiere deutlich beschleunigen, da Kosten und Bürokratie reduziert würden.

|Square

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