Strive von Vivek Ramaswamy startet Vorzugsaktien-Verkauf für Bitcoin-Käufe – 7.525 BTC bereits gesichert
- Wie plant Strive seine Bitcoin-Strategie zu finanzieren?
- Wie kam Strive zu seinen aktuellen Bitcoin-Beständen?
- Was unterscheidet Strive von Bitcoin-ETFs?
- Warum kopiert Ramaswamy die MicroStrategy-Strategie?
- Fragen und Antworten zu Strives Bitcoin-Strategie
Strive, das Unternehmen des umstrittenen Unternehmers Vivek Ramaswamy, hat einen mutigen Schritt in die Welt der Kryptowährungen gewagt. Mit einer neuen Vorzugsaktien-Emission will das Unternehmen bis zu 500 Millionen Dollar sammeln, um Bitcoin zu kaufen und sich als neuer Player im BTC-Treasury-Geschäft zu etablieren. Bereits jetzt hält Strive stolze 7.525 BTC – genug für einen Platz unter den Top 20 der größten Bitcoin-Halter. Ein klarer Nachahmer der MicroStrategy-Strategie, aber mit eigenen Akzenten.
Wie plant Strive seine Bitcoin-Strategie zu finanzieren?
Am 9. Dezember 2025 reichte Strive bei US-Regulierungsbehörden Unterlagen für den Verkauf von variabel verzinslichen Vorzugsaktien der Serie A (Ticker: SATA) ein. Das Besondere: Die Mittel sollen nicht nur in Bitcoin fließen, sondern auch für Arbeitskapital, Schuldentilgung und sogar Unternehmensübernahmen verwendet werden. "Wir behalten uns alle Optionen offen", heißt es im Dokument – typisch Ramaswamy, der für seinen aggressiven Geschäftsstil bekannt ist.
Interessant ist der "ATM"-Ansatz (At-The-Market), der es Strive ermöglicht, die Aktien schrittweise statt in einem großen Block zu platzieren. Diese Flexibilität könnte sich in den volatilen Kryptomärkten als entscheidender Vorteil erweisen. Analysten der BTCC Exchange sehen darin eine kluge Risikostreuung: "Der schrittweise Verkauf minimiert Marktauswirkungen und ermöglicht bessere Preise", kommentiert ein Sprecher.
Wie kam Strive zu seinen aktuellen Bitcoin-Beständen?
Die Bitcoin-Reise von Strive begann im Mai 2025 mit einer spektakulären Umkehrfusion (Reverse Merger) mit einem Nasdaq-gelisteten Shell-Unternehmen. Dieser Schachzug öffnete die Tür zu öffentlichen Märkten und damit zu größeren Finanzierungsmöglichkeiten. Der eigentliche Gamechanger folgte im September 2025: Die Fusion mit Semler Scientific brachte nicht nur neue Assets, sondern auch satte 5.816 BTC zu einem Durchschnittspreis von 116.047 Dollar pro Coin in die Kasse.
Doch damit nicht genug: Zwischen dem 28. Oktober und 9. November 2025 stockte Strive seine Reserven um weitere 1.567 BTC auf (Durchschnittspreis: 103.315 Dollar), finanziert durch die erste Tranche der SATA-Emission und ausgeübte Optionsscheine. Diese strategischen Käufe zeigen, dass Ramaswamy den richtigen Moment für seine Einkäufe abpasst – ein Talent, das er mit MicroStrategys Michael Saylor teilt.
Was unterscheidet Strive von Bitcoin-ETFs?
Anders als passive Bitcoin-ETFs geht Strive den aktiven Weg. Das Unternehmen nutzt alle Hebel der Unternehmensfinanzierung – von Aktienemissionen über Schulden bis zu strategischen Übernahmen – um seine Bitcoin-Position zu maximieren. Diese "All-in"-Strategie bietet Chancen, aber auch Risiken: Während Gewinne bei steigenden BTC-Preisen vervielfacht werden können, wirken fallende Kurse ebenso verstärkt.
Laut Daten von CoinMarketCap hält Strive mit seinen 7.525 BTC aktuell etwa 0,035% des gesamten Bitcoin-Angebots. Zum Vergleich: MicroStrategy, der unangefochtene Marktführer, hält über 660.000 BTC – mehr als 3% des Gesamtangebots. Doch Ramaswamy gibt sich ambitioniert: Ursprüngliche Pläne sahen den Erwerb von 75.000 BTC vor, teilweise finanziert durch Ansprüche aus der Mt. Gox-Pleite.
Warum kopiert Ramaswamy die MicroStrategy-Strategie?
Die Ähnlichkeiten zu Michael Saylers MicroStrategy sind kein Zufall. Seit 2020 hat Saylor bewiesen, dass die Kombination aus Unternehmensfinanzierung und Bitcoin-Akkumulation funktioniert – wenn man den richtigen Timing-Sinn hat. Ramaswamy scheint diese Lektion verinnerlicht zu haben, geht aber mit seiner hybriden Strategie (Bitcoin plus andere Investitionen) noch einen Schritt weiter.
Ein Blick auf TradingView-Charts zeigt: Strives Bitcoin-Käufe fielen in Phasen relativer Marktberuhigung, was auf eine disziplinierte Kaufstrategie hindeutet. "Sie kaufen nicht blind, sondern warten auf Korrekturen", bestätigt ein Marktbeobachter. Diese Geduld könnte sich auszahlen, wenn der nächste Bitcoin-Höhenflug kommt.
Fragen und Antworten zu Strives Bitcoin-Strategie
Wie viele Bitcoin hält Strive aktuell?
Stand Dezember 2025 besitzt Strive 7.525 Bitcoin, erworben zu Durchschnittspreisen zwischen 103.315 und 116.047 Dollar pro BTC. Damit gehört das Unternehmen zu den 20 größten institutionellen Bitcoin-Haltern weltweit.
Wie finanziert Strive seine Bitcoin-Käufe?
Hauptfinanzierungsquelle ist die Emission von Vorzugsaktien der Serie A (SATA), die bis zu 500 Millionen Dollar einbringen sollen. Zuvor nutzte Strive bereits Mittel aus einer Reverse Merger und Optionsscheinen.
Welche Risiken birgt Strives Strategie?
Die Abhängigkeit vom Bitcoin-Preis ist das Hauptrisiko. Fallende Kurse könnten die Bilanz belasten. Zudem erhöht die Hebelwirkung der Unternehmensfinanzierung sowohl Gewinn- als auch Verlustpotenzial. Dies ist keine Anlageberatung.
Wie unterscheidet sich Strive von MicroStrategy?
Während MicroStrategy sich fast ausschließlich auf Bitcoin konzentriert, verfolgt Strive eine diversifiziertere Strategie mit zusätzlichen Investments in operative Geschäfte und Übernahmen.