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Paxful muss 7,5 Millionen US-Dollar zahlen: US-Justizministerium verurteilt Krypto-Plattform wegen Beihilfe zu illegalen Transaktionen

Paxful muss 7,5 Millionen US-Dollar zahlen: US-Justizministerium verurteilt Krypto-Plattform wegen Beihilfe zu illegalen Transaktionen

Published:
2025-12-11 07:40:43
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Das US-Justizministerium verurteilt Paxful zur Zahlung von 7,5 Millionen US-Dollar wegen Beihilfe zu illegalen Transaktionen.

Die Krypto-Branche hat wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das US-Justizministerium hat eine der bekanntesten Peer-to-Peer-Handelsplattformen mit einer saftigen Geldstrafe belegt.

Ein teures Versehen

Die Vorwürfe sind altbekannt: Mangelnde Kontrollen, schwache Compliance und Transaktionen, die lieber nicht weiter hinterfragt wurden. Das Ergebnis ist eine Strafzahlung in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar – eine Summe, die selbst für etablierte Player spürbar ins Gewicht fällt. Ein klassischer Fall von 'Wir haben es nicht gewusst', der vor Gericht selten zieht.

Die Regulierungskeule schwingt härter

Die Botschaft aus Washington ist eindeutig. Während die Industrie von Innovation und finanzieller Freiheit spricht, konzentrieren sich die Behörden auf die dunklen Ecken des Ökosystems. Jede solche Maßnahme schärft den Fokus auf Anti-Geldwäsche-Richtlinien (AML) und Know-Your-Customer (KYC)-Prozesse. Für Plattformen heißt das: Investitionen in Compliance sind keine Option mehr, sondern eine Überlebensfrage.

Das große Ganze

Solche Schlagzeilen sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker und ein Dorn im Auge für die Verfechter eines deregulierten Marktes. Sie erinnern daran, dass die Reise hin zu breiter Akzeptanz mit regulatorischen Stolpersteinen gepflastert ist. Ein weiterer Beleg dafür, dass in der Finanzwelt – ob traditionell oder digital – oft diejenigen zahlen, die die Regeln am laschesten auslegen. Die Branche lernt es auf die harte Tour: Wer mitspielen will, muss sich an die Hausordnung halten.

Die illegalen Aktivitäten von Paxful sorgen für Spannungen in der Branche. 

Vor der Einstellung des Betriebs fungierte Paxful als Peer-to-Peer-Börse, die es Nutzern ermöglichte, Bitcoin und andere Kryptowährungen gegen Prepaid-Karten, cash und Geschenkkarten zu tauschen.

Der amtierende stellvertretende Generalstaatsanwalt Matthew R. Galeotti von der Strafabteilung des Justizministeriums behauptete, dass Paxful in dieser Zeit „Millionen verdiente, indem es absichtlich Kryptowährung für Kriminelle wie Betrüger, Erpresser, Geldwäscher und Prostituierte transferierte“.

Laut Galeotti geriet das Unternehmen ins Visier dieser Kriminellen, nachdem es nur schwache Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche ergriffen und beschlossen hatte, seine Kunden nicht zudent.

Nach dieser Behauptung berichteten Quellen, dass Paxful die Transaktionen von Backpage . Diese illegale Online-Werbeplattform förderte Prostitution, was die Bundesbehörden im April 2018 zur Beschlagnahmung und Schließung veranlasste.

Was die Aufmerksamkeit der Bundesbehörden auf sich zog, war die Entdeckung, dass BTC im Wert von etwa 17 Millionen Dollar von Backpage und ähnlichen Webseiten transferiert wurden, was Paxful von 2015 bis 2022 Gewinne von mindestens 2,7 Millionen Dollar einbrachte. Reporter hoben hervor, dass das Unternehmen diesen „Erfolg“ feierte und ihn als „Backpage-Effekt“ bezeichnete, der eine Schlüsselrolle bei der Expansion des Geschäfts spielte.

Das US-Justizministerium stellte außerdem fest, dass die Handelsplattform an Transaktionen mit Verbindungen zu sanktionierten Ländern beteiligt war. Beispiele hierfür sind Iran, Nordkorea und Venezuela. Ihr wurde zudem vorgeworfen, verdächtige Transaktionen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar abgewickelt zu haben.

Die zuständigen Behörden kamen zu dem Schluss, dass die Plattform die branchenüblichen Regeln kannte. Sie zogen diese Schlussfolgerung, nachdem Berichte aufgedeckt hatten, dass Paxful von den auf seiner Plattform stattfindenden Aktivitäten wusste, aber die vorgeschriebene Meldung über verdächtige Vorgänge nicht einreichte. Zudem gab das Unternehmen irreführende Informationen zu seinen Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche an Dritte weiter. 

Paxful bekennt sich illegaler Aktivitäten schuldig 

Bezüglich Paxfuls Entscheidung, sich schuldig zu bekennen, berichteten Quellen, dass die Plattform dreier Verschwörungen beschuldigt wurde. Dazu gehörten Verstöße gegen den Travel Act durch die Förderung illegaler Prostitution, der Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts und die Nichteinhaltung der Bestimmungen des Bank Secrecy Act.

Angesichts der Schwere des Falles wurde in den Strafzumessungsrichtlinien darauf hingewiesen, dass die Gesamtstrafe rund 112,5 Millionen US-Dollar betragen könnte. Das Justizministerium argumentierte jedoch, dass dieser Betrag nicht angemessen Sei und behauptete, Paxful könne angemessenerweise etwa 4 Millionen US-Dollar zahlen.

Neben diesem Betrag FinCEN gegen die Plattform eine weitere Zivilstrafe in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen den Bank Secrecy Act. Gleichzeitig lobten einige Personen Paxful für die Kooperation mit den Ermittlern und die ergriffenen Maßnahmen zur Behebung des Problems. Dazu gehörte auch, die Verantwortlichen für den Verstoß zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Urteilsverkündung gegen die Plattform wurde auf den 10. Februar 2026 verschoben. Dieser aktuelle Fall gilt nicht als erster, da das Unternehmen bereits in einem früheren Verfahren im selben Fall ein Geständnis abgelegt hatte. In diesem früheren Verfahren wurde Artur Schaback, der CEO von Paxful, beschuldigt, in denselben Betrug verwickelt gewesen zu sein.

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