Warum der Bitcoin-Preis vor seinem nächsten großen Rallye stehen könnte

Bitcoin hält sich knapp unter der Marke von 120.000 US-Dollar, und Händler fragen sich, ob die Kryptowährung noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erreichen könnte.
Drei Hauptfaktoren könnten dies ermöglichen. Und jetzt könnte eine neue US-Politikänderung Bitcoin den entscheidenden Schub verleihen.
Geldmengenausweitung könnte Bitcoin nach oben treiben
Die globale Liquidität erreicht Rekordniveaus. Im Juli stieg die M2-Geldmenge der 21 größten Zentralbanken auf 55,5 Billionen US-Dollar. Allein die USA verzeichneten in nur neun Monaten ein Haushaltsdefizit von 1,3 Billionen US-Dollar.

Eine derartige Geldmengenausweitung treibt Anleger oft in harte Vermögenswerte wie Bitcoin. Selbst Blue-Chip-Aktien wie Nvidia haben einen massiven Wertanstieg erlebt – von 2,3 Billionen US-Dollar im März auf 4,4 Billionen US-Dollar – ohne signifikanten Gewinnsprung.
In einem solchen Markt zählt Liquidität mehr als traditionelle Bewertungsmethoden.
Bitcoin-ETFs holen bei Gold auf
US-Spot-Bitcoin-ETFs halten mittlerweile [Daten einfügen] an Vermögen, verglichen mit Gold-ETFs, die auf 198 Milliarden US-Dollar kommen. Sollten Bitcoin-ETFs Gold überholen, wäre dies ein Meilenstein, der institutionellen Anlegern ein klares Signal sendet: BTC ist kein reines „Risiko-Asset“ mehr, sondern eine ernsthafte Reserveoption.
Ein solcher Wandel könnte staatliche Fonds, Unternehmen und sogar Regierungen dazu bewegen, Bitcoin in ihre Portfolios aufzunehmen.
Kleinanleger noch abseits
Das Überraschende: Privatanleger treiben diese Rallye bisher nicht.
Trotz eines Bitcoin-Preisanstiegs von 116 % im letzten Jahr verzeichnen Handels-Apps wie Coinbase und Robinhood nicht die Download-Zahlen wie im November 2024. Das deutet darauf hin, dass die große Welle der Kleinanleger-Gelder noch bevorsteht.
Sollten Privatanleger 2025 einsteigen, könnte der Bitcoin-Kurs rasant anziehen – historisch betrachtet.
Der 12-Billionen-US-Dollar-Rentenmarkt im Wandel
Diese Woche unterzeichnete US-Präsident Donald TRUMP eine Executive Order, die Kryptowährungen und alternative Anlagen in 401(k)-Rentenkonten erlaubt.
„Richtig umgesetzt, könnte dies Billionen an Rentenkapital für Bitcoin und andere regulierte Assets freisetzen“, so Michael Heinrich, Mitgründer und CEO von 0G Labs. Bitwise-CIO Matt Hougan nannte es „transformativ für die Branche“.
Das US-Rentenvermögen beläuft sich auf etwa 12 Billionen US-Dollar. Würden ähnliche Regelungen auf IRAs, 403(b)- und 457(b)-Pläne ausgeweitet, könnte das Gesamtvolumen auf über 30 Billionen US-Dollar steigen – Zuflüsse, die den Kryptomarkt verdoppeln könnten.
Was kommt als Nächstes?
Bitcoin steht zwar vor Herausforderungen, doch die Rahmenbedingungen sind vielversprechend.
Mit Rekord-Geldmengen, ETFs auf Gold-Kurs, noch zögerlichen Kleinanlegern und nun zugänglichem Rentenkapital könnte 2025 eines der stärksten Bitcoin-Jahre werden.
Übersetzt von Ledg3rX