Sicherheitsforscher warnen vor bösartigem Code in Polymarket Copy-Trading-Bot auf GitHub (2025)
- Was ist passiert?
- Wie funktioniert der Angriff?
- Wer ist betroffen?
- Was sollten Betroffene tun?
- Wie kann man sich schützen?
- Historischer Kontext
- Zukunft der Bot-Sicherheit
- Häufig gestellte Fragen
Ein scheinbar harmloser Open-Source-Trading-Bot für Polymarket entpuppt sich als Sicherheitsrisiko: Versteckter Malware-Code soll private Schlüssel stehlen. Experten raten dringend zur Vorsicht.

Was ist passiert?
Die Sicherheitscommunity ist alarmiert: Ein beliebter Copy-Trading-Bot für Polymarket, der auf GitHub unter dem Nutzernamen "Trust412" veröffentlicht wurde, enthält versteckten bösartigen Code. Laut Analysen von Sicherheitsexperten wie SlowMist scannt der Bot heimlich Konfigurationsdateien, extrahiert private Schlüssel und überträgt sie an Server der Angreifer.
Wie funktioniert der Angriff?
Der Malware-Code wurde gezielt in mehreren Commits und Abhängigkeiten versteckt. "Das ist ein klassischer Supply-Chain-Angriff", erklärt ein BTCC-Sicherheitsanalyst. "Die Schadfunktion wurde bewusst getarnt und überprüft, um Erkennungssysteme zu umgehen." Besonders tückisch: Der Code aktiviert sich erst, wenn Nutzer den Bot installieren und ihre privaten Schlüssel eingeben - was viele tun, um erfolgreiche Trader auf Polymarket zu kopieren.
Wer ist betroffen?
Potentiell alle Nutzer des "polymarket-copy-trading-bot"-Repositories. Da ähnliche Probleme auch bei anderen Polymarket-Bots auftraten, raten Experten zur äußersten Vorsicht bei nicht-auditierten Drittanbieter-Skripten. Wichtig zu betonen: Die Polymarket-Plattform selbst wurde nicht gehackt - die Risiken gehen von inoffiziellen Bots aus.
Was sollten Betroffene tun?
1. Sofortige Entfernung des Repositorys
2. Alle verknüpften Wallets als kompromittiert betrachten
3. Funds umgehend auf neue Adressen transferieren
4. Private Schlüssel niemals in nicht-vertrauenswürdige Software eingeben
Wie kann man sich schützen?
"Open-Source heißt nicht automatisch sicher", warnt der SlowMist-Sicherheitschef. Er empfiehlt:
- Nur auditierten Code verwenden
- Repository-Historie und Abhängigkeiten prüfen
- Für Trading nur dedizierte Wallets mit geringen Guthaben nutzen
- Regelmäßig Sicherheitsupdates einspielen
Historischer Kontext
Dieser Vorfall erinnert an frühere Supply-Chain-Angriffe in der Krypto-Welt. Bereits 2023 warnte Coinmarketcap vor ähnlichen Fällen, bei denen GitHub-Repositories als Einfallstor genutzt wurden. Die Anonymität der Blockchain macht solche Angriffe besonders lukrativ - und gefährlich.
Zukunft der Bot-Sicherheit
Während Polymarket offiziell keine Stellungnahme abgab, zeigt der Fall die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen im DeFi-Bereich. "Solche Angriffe werden wir leider weiter sehen", so ein Brancheninsider. "Der Markt für Trading-Bots ist nach wie vor voller Schwachstellen."
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob ich betroffen bin?
Wenn Sie den "polymarket-copy-trading-bot" zwischen November 2025 und heute genutzt haben, sollten Sie von einem Kompromittierungsrisiko ausgehen.
Kann ich meinen alten Schlüssel weiter nutzen?
Nein, alle mit dem Bot geteilten privaten Schlüssel sollten als unsicher betrachtet und nicht mehr verwendet werden.
Gibt es sichere Alternativen?
Offizielle Polymarket-Integrationen und auditiere Bots großer Plattformen wie BTCC gelten als sicherer, aber auch hier gilt: Niemals Haupt-Wallet-Schlüssel preisgeben.