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JPMorgan-Verschwörung entlarvt: Keine Leerverkäufe von MSTR-Aktien nach SEC-Dokumenten (Stand: November 2025)

JPMorgan-Verschwörung entlarvt: Keine Leerverkäufe von MSTR-Aktien nach SEC-Dokumenten (Stand: November 2025)

Author:
HashR8te
Published:
2025-11-27 06:15:01
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Ein viraler Social-Media-Sturm beschuldigte JPMorgan, massiv auf den Kursverfall der Strategy-Aktien (ehemals MicroStrategy) zu wetten – doch SEC-Unterlagen beweisen das Gegenteil. Während Online-Hysterie eine angebliche „Short Squeeze“-Gefahr beschwor, reduzierte der Bankriese tatsächlich seine Positionen und setzte auf Standardabsicherungen. Parallel zeigen die gleichen Dokumente überraschende Bitcoin-Engagements von Elite-Institutionen wie Harvard und Abu-Dhabi-Fonds. Eine Analyse der Fakten hinter der Fehlinformation.

Wie entstand die Falschmeldung über JPMorgans angebliche Leerverkäufe?

Am 25. November 2025 ging ein Post des umstrittenen Kommentators Max Keiser wie ein Lauffeuer durch Finanzforen. Seine Behauptung: JPMorgan Chase habe sich mit riskanten Leerverkäufen gegen Strategy (MSTR) so weit aus dem Fenster gelehnt, dass ein 50%iger Kursanstieg den Bankkoloss in existenzielle Schwierigkeiten bringen könnte. Die Story – garniert mit GameStop-Vergleichen – generierte binnen 48 Stunden über 50 Millionen Impressionen.

„Da wurde gezielt die Erinnerung an den Meme-Stock-Hype von 2021 wachgerufen“, analysiert das BTCC Research Team. „Tatsächlich zeigt das 13F-HR-Formular vom 7. November, dass JPMorgan exakt null Leerverkaufspositionen in MSTR hält. Die Dokumente liegen seit Wochen öffentlich vor – aber wer liest schon SEC-Filings, wenn eine schicke Verschwörungstheorie lockt?“

Was verraten die SEC-Einreichungen wirklich über JPMorgans Strategie?

Das 13F-Formular offenbart drei Schlüsselentwicklungen im Q3 2025:

  1. Reduktion der Aktienposition: JPMorgan verkaufte 772.453 MSTR-Aktien (-24,54%), verbleibt aber mit 2,38 Millionen Stück signifikant investiert.
  2. Optionssicherungen: 202.200 Call-Optionen (65 Mio. USD) und 363.000 Put-Optionen (117 Mio. USD) – letztere lösten die Fehlinterpretationen aus.
  3. Keine Short-Positionen: Keine Registrierung nach Regulation SHO oder 13D/G, was bei relevanten Leerverkäufen zwingend wäre.

„Die Puts machen gerade mal 0,0025% von JPMorgans 4,6 Billionen USD verwalteten Vermögenswerten aus“, so ein TradingView-Analyst. „Das ist Routine-Risikomanagement – keine ‚All-in‘-Wette gegen MicroStrategy.“ Zum Vergleich: Während der GameStop-Episode 2021 überstieg der Short Interest 140% der floatenden Aktien – hier sind es laut FINRA-Daten vom 31. Oktober nur 9,74%.

Warum unterscheidet sich die Situation fundamental von GameStop?

Drei kritische Unterschiede:

FaktorGameStop 2021Strategy 2025
Float70 Mio. Aktien259 Mio. Aktien
Short Interest>140%9,74%
PreishebelExtrem durch Retail-TraderInstitutionell dominiert

Quelle: FINRA, SEC-Filings

„Bei GameStop konnten Kleinanleger den Markt verzerren, weil der frei handelbare Anteil winzig war“, erklärt ein ehemaliger Hedgefonds-Manager. „Strategy hat fast vier Mal so viele Aktien im Umlauf – da bräuchte man einen Koordinationsgrad wie beim Bau der Cheops-Pyramide, um den Kurs zu manipulieren.“

Welche Bitcoin-Überraschungen versteckten sich in den Dokumenten?

Während die Netzgemeinde über Phantom-Short-Positionen debattierte, tätigten institutionelle Player bemerkenswerte Bitcoin-Investments:

  • Harvard University: +257% im iShares Bitcoin Trust (IBIT), jetzt mit 442,8 Mio. USD – größer als ihre Microsoft- oder Nvidia-Positionen.
  • Al Warda Investments (Abu Dhabi): +230% auf 517,6 Mio. USD in IBIT.
  • Emory University: +91% im Grayscale Bitcoin Mini Trust (42,9 Mio. USD).

„Seit der ETF-Zulassung im Januar 2024 flossen 60,8 Mrd. USD in US-Bitcoin-ETFs“, merkt CoinMarketCap an. „Die Elite mischt jetzt offen mit – nur redet niemand darüber, weil alle auf angebliche JP Morgan-Shorts starren.“

Fazit: Desinformation vs. Dokumentenrealität

Dieser Fall zeigt, wie schnell sich ungeprüfte Narrative in echo chambers verselbstständigen. Während X/Twitter über nicht-existente Leerverkäufe empörte, passierte das wirklich Interessante unter dem Radar: Traditionelle Institutionen bauen ihre Crypto-Exposure systematisch aus – und niemand bemerkte es. Vielleicht die wichtigste Lehre: Bevor man wegen eines Posts den „Buy-Button“ drückt, erstmal die Primärquellen checken.

|Square

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