Krypto-Panik greift um sich: Angst-Index erreicht extremes Tief – Steuert Bitcoin in einen Bärenmarkt?

Die Stimmung im Kryptomarkt ist derzeit von extremer Angst geprägt. Der sogenannte Fear-and-Greed-Index steht bei 21 und fiel zuvor sogar auf einen Wert von 10. Die Google-Suchanfragen nach Bitcoin sind rückläufig, und viele Anleger agieren vorsichtig, seit der Markt am 10. Oktober einen massiven Einbruch erlebte.
Angesichts schwindenden Interesses und sich umkehrender ETF-Mittelzuflüsse stellt sich die Frage aller Fragen: Handelt es sich hier nur um eine Korrektur oder um den Beginn eines echten Bärenmarktes?
Krypto-Marktindex erreicht Zone der extremen Angst
Marktdaten zufolge war der Crash vom 10. Oktober der Hauptauslöser für den Stimmungseinbruch auf ein Rekordtief von 10. Ausgelöst wurde er durch überraschende Nachrichten zum Handelskonflikt zwischen den USA und China.
In der Folge fiel der Bitcoin-Kurs von etwa 126.000 US-Dollar auf rund 98.000 US-Dollar, was über 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen auslöschte. Große Altcoins wie SOL und XRP verloren innerhalb von Stunden mehr als 40 % ihres Wertes.
Infolge dieses Crashs wurden die Orderbücher deutlich dünner. Market-Maker zogen Liquidität ab, um weitere Verluste zu vermeiden, die Nettozuflüsse in ETFs verwandelten sich in Abflüsse, und die globale Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten ließ nach.
Da die meisten Anleger weiterhin vorsichtig agieren, dominiert die Angst seit mehreren Wochen das Marktgeschehen.
Nachlassendes Anlegerinteresse bei rückläufigen Google-Suchanfragen
Zwar haben sich die Märkte etwas stabilisiert und der Crypto Fear & Greed Index ist leicht auf 21 gestiegen, doch der Markt befindet sich nach wie vor TIEF in der Angst-Zone.
Gleichzeitig ist das Interesse privater Anleger, gemessen an globalen Google Trends für Suchbegriffe wie „Krypto“ oder „Bitcoin“, auf das Niveau früherer Korrekturphasen innerhalb eines Marktzyklus zurückgefallen.

Marktteilnehmer zufolge markieren solche Phasen mit geringem Interesse und hoher Angst oft eine Akkumulationszone – Zeiten, in denen versierte Investoren leise Positionen aufbauen, während die Masse pessimistisch bleibt.
Bärenmarkt oder Korrektur mitten im Zyklus?
Trotz der wachsenden Panik sind sich die Analysten uneinig. Der Krypto-Händler KillaXBT stellt fest, dass Bitcoin noch immer dem Muster folgt, das es nach jeder jüngeren FOMC-Woche gezeigt hat. Diesmal bewegte sich Bitcoin kurz über 95.000 US-Dollar, fiel dann um etwa 5 % und notiert nun nahe 90.000 US-Dollar.
Er erwartet den nächsten entscheidenden Impuls um den 10. bis 11. Dezember basierend auf den neuesten FOMC-Daten.
Bemerkenswert ist, dass sich Bitcoin entgegen dem Trend traditioneller Assets bewegt: Während Nasdaq, Silber und S&P 500 heute zulegen, verliert Bitcoin 3 %. Es ist das erste Mal seit 2014, dass der Kryptomarkt fällt, während traditionelle Anlageklassen steigen.