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CNA verteidigt 2025 die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft vor den USA – „Legitime Grundlagen“ im Fokus

CNA verteidigt 2025 die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft vor den USA – „Legitime Grundlagen“ im Fokus

Author:
D0geL0rd
Published:
2025-09-04 08:46:02
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Die Confederação da Agricultura e Pecuária do Brasil (CNA) hat in einer öffentlichen Anhörung in Washington am 3. September 2025 die Vorwürfe der USA gegen die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarhandels zurückgewiesen. Mit harten Fakten und einer Prise brasilianischem Stolz argumentierte die CNA, dass der Erfolg des Sektors auf legitimen Faktoren wie natürlichen Ressourcen und Innovation beruht – nicht auf unfairen Praktiken. Hier die Details zum transatlantischen Handelsstreit und warum Brasilien kein „Bösewicht“ ist.

Warum geriet Brasiliens Agrarhandel ins Visier der USA?

Die USA hatten am 15. Juli 2025 eine Untersuchung nach Section 301 des US-Handelsgesetzes eingeleitet. Dieser Paragraf erlaubt es der Regierung, unfaire Handelspraktiken zu ahnden – notfalls mit Strafzöllen. Konkret geht es um drei Vorwürfe: bevorzugte Zölle für Drittländer, Marktzugang für Ethanol und illegale Abholzung. „Absurd“, kontert CNA-Direktorin Sueme Mori: „Unsere Farmer arbeiten unter strengsten Umweltauflagen – das Gegenteil von Dumping.“

Wie argumentiert die CNA in Washington?

Mit Zahlen, Fakten und einer Prise Diplomatie:

  • Zölle: Nur 5,5% der brasilianischen Agrarexporte profitieren von Vorzugszöllen. Über 90% der US-Waren erhalten Most-Favored-Nation-Behandlung.
  • Ethanol: 2024 importierte Brasilien 17-mal mehr US-Ethanol als indisches – ein klares Zeichen für Offenheit.
  • Umwelt: 66% Brasiliens sind mit Naturvegetation bedeckt, die Hälfte davon auf Privatland. „Unser Waldgesetz ist eines der strengsten weltweit“, so Mori.

Welche Produkte sind von US-Strafzöllen bedroht?

Vor allem zwei Schlüsselexporte:

ProduktBrasiliens Anteil am US-MarktAktueller Zollsatz
Kaffee≈33%50%
RindfleischHauptlieferant50%

Quelle: USDA, 2025

„50% sind schon brutal – weitere Zölle würden beide Seiten verletzen“, kommentiert ein BTCC-Marktanalyst. Die USA sind schließlich Brasiliens zweitgrößter Agrarabnehmer.

Wie reagierte die brasilianische Regierung?

Mit juristischem Gegenfeuer: In einer August-Stellungnahme bestritt Brasilien die Zuständigkeit des US-Handelsbeauftragten (USTR). Parallel reichte die CNA am 15. August ein 50-seitiges Dossier ein – voll mit satellitengestützten Nachweisen über nachhaltige Bewirtschaftung. „Unser Wachstum folgt internationalen Regeln“, betont Mori. „Wer das ignoriert, schadet letztlich US-Verbrauchern.“

Was steckt hinter dem US-Vorstoß?

Experten vermuten Wahlkampf-Taktik: „2025 ist ein US-Wahljahr – da schützt man gern ‚eigene‘ Farmer“, so eine Quelle aus dem Handelsministerium. Ironisch dabei: Brasiliens Agroexporte in die USA stiegen 2024 um 12%, während US-Farmer von brasilianischem Soja abhängig sind. Ein Handelskrieg wäre wie „mit der Kettensäge den Ast abzusägen, auf dem man sitzt“ (O-Ton CNA).

Wie geht es jetzt weiter?

Die Deadline rückt näher: Bis November 2025 muss der USTR seinen Untersuchungsbericht vorlegen. Brasilien setzt auf Dialog – und verweist auf das EU-Mercosur-Abkommen als Blaupause. „Unser Agrohandel ist kein Nullsummenspiel“, so Mori. „Wenn die USA kooperieren statt zu bestrafen, profitieren alle.“ Sollte Washington dennoch zuschlagen, kündigt Brasilien Gegenmaßnahmen an – etwa Klagen vor der WTO.

Fazit: Warum dieser Streit uns alle betrifft

Ob Kaffee am Morgen oder Steak am Grill: Brasiliens Landwirtschaft ist global vernetzt. Die CNA hat klargemacht, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerb kein Widerspruch sind. Bleibt zu hoffen, dass die USA Fakten über Politik stellen – sonst wird’s teuer für Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks.

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