Ethereum-Bären verlieren an Boden, aber für Bullen ist die Gefahr noch nicht gebannt!
- Ethereums Erholung über 2.670 US-Dollar löste einen massiven Short-Squeeze aus, der 500 Millionen US-Dollar an Short-Positionen liquidierte
- Steigende ETH-Zuflüsse in Derivate und positive Funding Rates deuten auf weitere Volatilität hin
Ethereum [ETH] hat Händlern gerade wieder ins Gedächtnis gerufen, wie sich ein Short-Squeeze anfühlt.
Nachdem der Kurs wieder über 2.670 US-Dollar gestiegen war, wurden allein auf Binance Short-Positionen im Wert von über einer halben Milliarde US-Dollar liquidiert – eine der größten Liquidierungswellen der letzten Monate.
Und jetzt, mit frischem ETH-Zufluss in Derivatebörsen, sieht das Setup nach mehr aus.
Ethereum: Was löste den Squeeze aus?
Ethereums Rallye über 2.670 US-Dollar überraschte Leveraged-Short-Händler und löste eine der größten Liquidierungswellen der letzten Monate aus.
CryptoQuant-Daten zeigen einen dramatischen Anstieg der Short-Liquidierungen auf Binance um 500 Millionen US-Dollar – ein klares Zeichen für überfüllte Bärenwetten.

Quelle: CryptoQuant
In Erwartung weiterer Verluste gingen Händler aggressiv Short-Positionen ein. Doch als ETH die Richtung änderte, zwangen Margin Calls zu schnellen Rückkäufen.
Diese erzwungenen Liquidierungen befeuerten die Kursrallye, drückten späte Shorts und veränderten die Marktstimmung rapide.
Die Kettenreaktion trieb die Funding Rates ins Positive und unterstrich den schnellen Abbau der bärischen Hebelwirkung.
Zahlen deuten auf zunehmenden Short-Selling-Druck hin
Nach dem Short-Squeeze verzeichnet Ethereum einen starken Anstieg der Einlagen in Derivatebörsen, von denen viele 30.000 ETH pro Transaktion überschreiten, wie die Grafik zeigt.

Quelle: CryptoQuant
Der Anstieg, der um den 13. Juni begann, signalisiert eine schnelle Neupositionierung der Händler. Während einige ihre Spot-Exposure nach dem Squeeze absichern, deuten Umfang und Timing der Zuflüsse auf wachsendes Short-Selling-Interesse hin.
Wenn Ethereum an Schwung verliert, könnten diese Zuflüsse zu erneuter bärischer Hebelwirkung führen und das Risiko eines weiteren scharfen Abbaus erhöhen.
Kurz gesagt: Es könnte weitere Marktturbulenzen geben.
Funding Rates werden positiv, Open Interest stabilisiert sich
Ethereums Erholung trieb die Funding Rates ins Positive und signalisierte trotz der jüngsten Marktvolatilität eine wachsende bullische Stimmung.
Während der Rallye stieg der aggregierte Open Interest stark an, fiel dann während der Liquidierungen stark und stabilisierte sich schließlich bei rund 15,4 Milliarden US-Dollar.
Der Anstieg der Funding Rates zeigt, dass Long-Positionen wieder dafür zahlen, offen zu bleiben.

Quelle: Coinalyze
Die Händler sind kurzfristig bullisch eingestellt, aber mit vorsichtiger Positionierung. Wenn der Open Interest wieder steigt, ohne dass sich der Preis bewegt, könnte dies die Volatilität erneut entfachen – zumal steigende Hebelwirkung und erhöhte Derivate-Zuflüsse weiterhin im Spiel sind.
Übersetzt von D0geL0rd