Wackeliger Arbeitsmarkt und Wachstumssorgen bremsen Gehaltserhöhungen 2026 auf magere 3,4 %

Die Gehaltsprognosen für 2026 fallen ernüchternd aus – der Arbeitsmarkt zittert, Wachstumsängste lähmen die Gehaltsrunden.
Wirtschaftliche Unsicherheit frisst Budgets
Unternehmen halten die Geldbörsen angesichts volatiler Märkte und zögerlicher Konjunktursignale fest umklammert. Die einst optimistischen Prognosen werden von der Realität eingeholt.
3,4 % – das ist die neue magische Zahl
Was nach einer bescheidenen Steigerung klingt, wird von der Inflation wohl wieder aufgefressen. Ein klassischer Fall von 'zwei Schritte vor, einen zurück' für Arbeitnehmer.
Während sich traditionelle Gehälter in die Enge treiben lassen, zeigen digitale Assets wieder einmal, wie man sich von zentralisierten Entscheidungen unabhängig macht. Aber hey – wer braucht schon echte Wertsteigerung, wenn man stattdessen lächerliche 3,4 % bekommen kann?
Arbeitgeber halten sich mit Neueinstellungen zurück und konzentrieren sich auf bestehendes Personal
Arbeitgeber geben allgemein an, dass es länger dauert, Stellen zu besetzen, die in den letzten sechs Monaten frei geworden sind. Viele derjenigen, die gekündigt haben, wurden nicht ersetzt. Einige Unternehmen, die vorübergehende Entlassungen vorgenommen hatten, machen diese nun dauerhaft. Anstatt neue Mitarbeiter zu suchen, entscheiden sich einige Arbeitgeber dafür, intern aufzubauen. Laut Barnes planen 16 % der befragten Unternehmen, im Jahr 2026 mehr für Qualifizierungsprogramme für ihre derzeitigen Mitarbeiter auszugeben.
Daten von Payscale stützen eine ähnliche Prognose. Die Umfrage ergab, dass US-Arbeitgeber im Jahr 2026 mit einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent rechnen – etwas weniger als die 3,6 Prozent im Jahr 2025. Die entscheidende Aussage liegt jedoch in der Aufschlüsselung: Nur 16 Prozent der Arbeitgeber gaben an, ihre Gehaltsbudgets zu erhöhen. Die meisten, etwa 70 Prozent, werden ihre Budgets unverändert lassen, und einige wenige kürzen sogar.
Ruth Thomas, Chief Compensation Officer bei Payscale, erklärt, die Argumentation habe sich geändert. „Es ist nicht überraschend, dass die Gehaltsbudgets in diesem Jahr aufgrund der Abkühlung des Arbeitsmarktes sinken“, so Ruth. „Vielleicht überraschender ist, wie sehr wirtschaftliche Bedenken den Arbeitsmarktwettbewerb als Haupttreiber von Gehaltsentscheidungen mittlerweile überholt haben – 66 % der Arbeitgeber geben dies als Grund für die Kürzung an, 17 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.“
Vergleichen Sie dies mit dem Jahr 2023, als Arbeitgeber um Talente buhlten. Laut Payscale stiegen die Grundgehälter damals um 4,8 % – der höchste Anstieg seit zwei Jahrzehnten. Doch heute ist die Stimmung anders. Ruth sagte, die Unternehmen stünden unter Druck durch Inflation, Zinsen und die Angst vor einer weiteren Rezession und konzentrierten sich mehr auf Kostenkontrolle als auf Wachstum.
Die Löhne stagnieren, die Preise steigen und die Arbeitnehmer werden unruhig
Auch wenn die Gehaltszuwächse nachlassen, steigen die Lebenshaltungskosten nicht. Die Inflation steigt weiterhin. Der Verbraucherpreisindex stieg im August im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent – so stark wie seit Januar nicht mehr. Die größten Probleme bereiten Lebensmittel und Strom, die beide teurer geworden sind. Und die Zölle im Rahmen von Trumps Handelspolitik haben die Preise für Kleidung, Möbel und andere Haushaltswaren in die Höhe getrieben.
Auch der Arbeitsmarkt zeigt Schwäche. Im August wurden in den USA lediglich 22.000 neue Stellen geschaffen, weit weniger als die von Analysten erwarteten 75.000. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,3 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber 4,2 Prozent, aber immer noch besorgniserregend. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung erreichte 263.000 und damit den höchsten Stand seit 2021 – ein klares Signal dafür, dass die Entlassungen wieder zunehmen.
Diese Angst spiegelt sich in der Stimmung der Arbeitnehmer wider. Eine neue Umfrage der New Yorker Notenbank ergab, dass immer mehr Menschen damit rechnen, in den nächsten zwölf Monaten ihren Arbeitsplatz zu verlieren oder die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Die Angst wächst, während das Lohnwachstum stagniert.
In einigen Sektoren sind die Ergebnisse sogar noch besser. Laut den Prognosen von Payscale werden in den Bereichen Wissenschaft, Ingenieurwesen und öffentliche Verwaltung Gehaltserhöhungen von über 4 Prozent erwartet. Doch das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Für die meisten Arbeitnehmer wird diese Erhöhung von 3,4 Prozent nicht mit den steigenden Kosten Schritt halten können.
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