Trump fordert Berufungsgericht auf, Urteil zur Verhinderung der Absetzung von Fed-Chefin Lisa Cook auszusetzen

Politisches Erdbeben an der Wall Street: Trumps juristischer Vorstoß gegen die Fed-Spitze droht die Märkte erneut in Aufruhr zu versetzen.
Machtkampf um die Geldpolitik
Der ehemalige Präsident zielt mit der Klage direkt auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank – ein beispielloser Angriff auf das Fundament des Finanzsystems. Die Berufung könnte Cooks Position retten oder ihren sofortigen Abgang besiegeln.
Justiz als Waffe im Wirtschaftskrieg
Trumps Team setzt auf eine Verzögerungstaktik, während die Fed über die nächsten Zinsschritte entscheidet. Ein Spiel mit dem Feuer, das Anleger an die chaotischen Handelskriege der Vor-Corona-Ära erinnert.
Die Märkte zittern – wieder einmal. Als ob die Inflation und die regulatorische Dauerschlacht gegen Crypto nicht schon genug wären, mischt jetzt auch noch die Politik die Fed-Führung auf. Typisch Washington: Statt die wirklichen Probleme anzugehen, wird wieder mal ein Machtkampf auf dem Rücken der Investoren ausgetragen.
Justizministerium teilt Gericht mit, dass die Uhr tickt
Der Fed-Rat soll am Dienstag seine Zinssitzung beginnen. Lisa kann weiterhin teilnehmen, solange Cobbs Urteil in Kraft bleibt. Trump bittet das Berufungsgericht um eine Aussetzung der Sitzung, bevor diese beginnt.
Sollte das Gericht nicht rechtzeitig entscheiden, ist das Weiße Haus bereit, den Fall direkt vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Trumps Entscheidung, Lisa zu entlassen, fiel, nachdem der Direktor der Federal Housing Finance Agency (FHAF), Bill Pulte, sie des Hypothekenbetrugs in drei Bundesstaaten beschuldigt hatte.
Im Jahr 2021 gab Lisa angeblich Immobilien in Michigan und Georgia als ihren „Hauptwohnsitz“ an, um bessere Kreditkonditionen zu erhalten. Später fügte Pulte einen weiteren Vorwurf hinzu, diesmal im Zusammenhang mit einer dritten Hypothek in Massachusetts.
Anstatt eine formelle Kündigung auszusprechen, verkündete Trump die Kündigung online. Richter Cobb zufolge nahm er Lisa damit vermutlich jede „sinnvolle Möglichkeit“, die Vorwürfe anzufechten. Das war der Auslöser für den juristischen Widerstand.
Cobb entschied, dass Trumps Entlassungsmethode möglicherweise verfassungswidrig Sei und dass die Vorwürfe allein keinen rechtlichen „Grund“ für eine Entlassung gemäß den Regeln der Fed darstellten.
Wenn das aus drei Richtern bestehende Berufungsgremium dem Aufschub zustimmt, könnte Trumps Maßnahme sofort in Kraft treten, unabhängig davon, ob der umfassendere Rechtsstreit beendet ist.
Solche einstweiligen Verfügungen werden nur dann genehmigt, wenn die Richter der Ansicht sind, dass die Berufung gute Erfolgsaussichten hat und Trump ohne sofortige Hilfe „irreparablen Schaden“ erleiden würde. Wie schnell das Gremium entscheiden wird, ist noch unklar.
Lisa selbst hat sich hierzu nicht öffentlich geäußert, während die Federal Reserve selbst neutral blieb und erklärte, sie werde die endgültige Entscheidung des Gerichts respektieren.
Lisa hatte jedoch zuvor erklärt, dass Trumps Bemühungen, sie abzusetzen, Teil eines „politisch motivierten Musters“ seien. Sie warnte, dass ihr Sturz das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Fed schädigen und langfristige Risiken für die Wirtschaft mit sich bringen könnte.
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