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EU schiebt Google-Adtech-Strafe auf - wartet auf US-Auto-Zollsenkungen als Verhandlungsmasse

EU schiebt Google-Adtech-Strafe auf - wartet auf US-Auto-Zollsenkungen als Verhandlungsmasse

Published:
2025-09-02 22:20:47
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EU verschiebt Geldbuße gegen Google wegen seines Adtech-Geschäfts, während sie auf US-Zollsenkungen für europäische Autos wartet

Brüssel zögert den milliardenschweren Hammer hinaus – und zeigt damit, wie Geopolitik Tech-Regulierung untergräbt.

Strategisches Timing

Die EU-Kommission hält die Geldbuße gegen Googles Werbegeschäft zurück, während sie parallel auf US-Zugeständnisse bei Autoimportzöllen wartet. Ein klassisches Taktik-Spiel: regulatorischer Druck als Handelshebel.

Adtech-Dominanz ungebrochen

Googles Anzeigentechnologie kontrolliert weiterhin über 28% des digitalen Werbemarktes – trotz laufender Kartellverfahren in drei Kontinenten. Die Verzögerung gibt dem Tech-Riesen zusätzlichen Atemraum.

Handelsdiplomatie statt Rechtsdurchsetzung

Europas Prioritätenverschiebung zeigt: Wirtschaftsinteressen wiegen schwerer als Wettbewerbsgrundsätze. Ein Sieg für Lobbyisten, ein Schlag für Marktfairness.

Während Beamte ihre Strafen stapeln, lernen Konzerne einfach, sie als Betriebsausgaben zu verbuchen – willkommen im modernen Kapitalismus, wo Bußgelder nur die Kosten des Geschäfts sind.

Die Geldbuße der Europäischen Union gegen Alphabets Google wurde verschoben

Drei Quellen berichteten, dass die Europäische Kommission , die für die Durchsetzung des Kartellrechts zuständig ist, beschlossen habe, die Strafe gegen Google nicht weiter zu verhängen.

Die Kommission hat beschlossen, die Geldbuße auszusetzen, während sie darauf wartet, dass die USA ihre versprochene Senkung der Zölle auf europäische Autos tatsächlich umsetzt.

Die Zölle auf Autos waren eines der am meisten diskutierten Themen in den Handelsgesprächen zwischen beiden Seiten. Brüssel drängte bislang auf eine Senkung der Zölle im Austausch für Zugeständnisse bei Industriegütern.

Erst letzte Woche hatte die Kommission vorgeschlagen, die Zölle auf importierte US-Industriegüter abzuschaffen. Nun erwartet sie, dass Washington eine Senkung der Zölle auf europäische Autos ankündigt. Die Zölle sollen von 27,5 Prozent auf 15 Prozent gesenkt werden.

Der Zeitpunkt der verspäteten Verhängung der Geldbuße wirft die Frage auf, ob die Wettbewerbspolitik der EU als Verhandlungsmasse in Wirtschaftsgesprächen eingesetzt wird.

Einer der Quellen zufolge wird die Verschiebung voraussichtlich nicht länger als einen Monat dauern. Als Grund für die Verzögerung nannten die drei Quellen EU-Handelskommissar Maros Sefcovic, der Berichten zufolge Klarstellungen zur Kartellentscheidung der EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera verlangte.

Die Verschiebung wurde wenige Tage, nachdem Google mitgeteilt worden war, dass die Bekanntgabe der Geldbuße am Montag zu erwarten sei, bekannt gegeben.

Unabhängigkeit der Durchsetzung

Der mögliche Zusammenhang zwischen der Kartellrechtsdurchsetzung der EU und den Handelsgesprächen mit den Vereinigten Staaten hat Kritik hervorgerufen.

Die deutsche Monopolkommission, eindent Beratungsgremium, erklärte, die Verzögerung stelle einen besorgniserregendendent. Tomaso Duso, der Vorsitzende der Kommission, warnte in einer Erklärung davor, den Schutz des Wettbewerbs zu einer „Spielfigur der Trump-Regierung“ werden zu lassen.

dent Donald TRUMP hatte den europäischen Behörden bereits zuvor mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht, sollten diese zu aggressiv gegen amerikanische Technologieunternehmen vorgehen. Die Entscheidung der Kommission, die Geldbuße aufzuschieben, wird von einigen Analysten als strategischer Schritt gewertet, um Spannungen während sensibler Handelsverhandlungen zu vermeiden. Mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten zudem, die Geldbuße werde im Vergleich zu früheren Strafen gegen das Unternehmen moderat ausfallen.

Die Sprecherin der Europäischen Kommission, Arianna Podesta, erklärte gegenüber Reportern in einem täglichen Briefing, die Ermittlungen gegen Google seien noch im Gange. Weitere Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Auch Google selbst äußerte sich nicht zu der Angelegenheit.

Die Geldbuße ist das Ergebnis einer vierjährigen Untersuchung der Werbetechnologie-Praktiken von Google, die nach einer Beschwerde des Europäischen Verlegerverbands (European Publishers Council) eingeleitet wurde. Google wird vorgeworfen, seine eigenen Dienste gegenüber denen der Konkurrenz auf dem Online-Werbemarkt unfair zu bevorzugen.

Die endgültige Entscheidung der US-Regierung über die Zölle auf die Automobilindustrie ist wichtig, da die Branche Millionen von Menschen in der gesamten EU beschäftigt und für die Volkswirtschaften Deutschlands, Frankreichs und Italiens von zentraler Bedeutung ist. Die Geldbuße gegen Google ist zwar symbolisch wichtig, hat aber nicht das gleiche wirtschaftliche Gewicht wie die Zölle.

Es wird erwartet, dass die Kommission ihre Entscheidung trifft, sobald die Handelsgespräche abgeschlossen sind.

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