Wall-Street-Investoren flüchten im September aus US-Aktien - pumpen Milliarden in ausländische Banken und Goldminen

Die großen Fische verlassen den Teich: Wall-Street-Titanen drehen US-Aktien im September den Rücken zu und schichten massiv um.
Goldminen boomen während ausländische Banken plötzlich heiß begehrt sind - weil traditionelle Anlagen plötzlich alt aussehen.
Während sich die Boomer noch über Dividendenzahlungen freuen, setzen die cleveren Investoren auf Werte, die tatsächlich Werte schaffen. Typisch Finance-Szene: immer erst reagieren, wenn's schon fast zu spät ist.
Lazard setzt auf ausländische Banken und Bergbauunternehmen, während US-Technologie abgestoßen wird
Paul Moghtader, Geschäftsführer von Lazard und Leiter des Advantage Teams des Unternehmens, sagte gegenüber CNBC, dass die Volatilität im Jahr 2025 schlimmer und nicht besser geworden sei.
„Die Märkte werden zunehmend volatiler und risikoreicher. Wir sehen Risiken aus vielen verschiedenen Quellen, und ein internationales Engagement wird imtraczu den USA aus vielen Gründen attraktiver, unter anderem wegen der Bewertung und der stärkeren Fokussierung auf die Aktionäre“, sagte Paul.
Er erklärte, er unterteile jede Aktie anhand von vier Kategorien: Bewertung, Wachstum, Qualität und Stimmung. Dabei berücksichtige er sogar die Beziehung zwischen dem Beta eines Unternehmens und dem BIP-Wachstum. Diese makroökonomische Ebene ermögliche es laut Paul, das Risiko und die Chancen jeder Position vor dem Hintergrund der realen Welt abzuwägen.
Der Lazard ETF, der unter dem Ticker IEQ gehandelt wird, umfasst nun Aktien wie Taiwan Semiconductor Manufacturing, BNP Paribas, Novartis, Tencent Holdings und Samsungtron. DanktronSignale aus Lazards internen Screening-Modellen sind auch kanadische Goldminenunternehmen dabei.
Die Übergewichtung europäischer Banken, insbesondere der BNP, ist nach Taiwan Semiconductor die zweitgrößte Beteiligung. BNP hält nun etwas mehr als 2 Prozent des gesamten Fonds. Paul verwies auf die am 30. Juni abgeschlossene Übernahme von AXA Investment Managers durch BNP, die BNP zum fünftgrößten Vermögensverwalter Europas machte.
Zu den weiteren Top-Banken im IEQ zählen Societe Generale, Barclays, Japan Post Bank und State Bank of India. Societe Generale ist in diesem Jahr um satte 94 % gestiegen, was auf starke GewinnetronQuartal und eine Erholung des Privatkundengeschäfts zurückzuführen ist.
Barclays legte um 34 Prozent zu, die Japan Post Bank um 25 Prozent. Lazards Strategie bevorzugt diese Titel aufgrund ihrer niedrigen Bewertungen und überdurchschnittlichen Dividendenrenditen – ein starker Kontrast zu den überbewerteten US-Technologiewerten.
Der ETF enthält auch eine kleinere Position in kanadischen Goldminenunternehmen. Rund 1 % des Portfolios entfallen auf Barrick Mining, Kinross Gold und Torex Gold. Barrick ist in diesem Jahr um 72 % gestiegen, Kinross um 125 %.
Paul sagte, das Team sehe Gold als Schutz vor makroökonomischer Unsicherheit, insbesondere in einem Jahr wie diesem, in dem sowohl Zinsen als auch Währungen unberechenbar seien. Das Portfolio habe sich vollständig von Software abgewandt.
Lazard hat im August Titel wie AppLovin, Gartner und Cadence Design Systems abgestoßen und verwies dabei auf den Aufstieg der KI. Paul sagte, Softwareentwicklung werde mit KI-Tools einfacher und günstiger, was manche Unternehmen aus Wert- und Wachstumssicht wenigertracmache.
Als Reaktion darauf hat das Unternehmen Anteile an Amphenol, Erickson, Western Digital und NetGear aufgekauft und setzt stattdessen auf Hardware- und Konnektivitätsanbieter.
Abgesehen von Lazards Maßnahmen zeigen auch breitere Sektorverschiebungen ähnliche Risse. Der europäische Bankensektor erreichte Anfang August seinen höchsten Stand seit 2008. Namen wie die Commerzbank haben seit Jahresbeginn danktronGewinne und neuerlicher Transaktionsaktivität um über 100 Prozent zugelegt.
Gleichzeitig brechen die Medienaktien ein. Sie haben in den letzten zwei Monaten mehr als 8 Prozent verloren. Sorgen um KI belasten europäische Unternehmen, insbesondere in der Werbebranche. WPP verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 71 Prozent und kürzte seine Prognose für das Gesamtjahr drastisch. Damit ist das Unternehmen der schlechteste Performer der gesamten Branche.
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