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Britischer Arbeitsmarkt am Abgrund: Einstellungsstopp droht durch explodierende Kosten und lahme Nachfrage

Britischer Arbeitsmarkt am Abgrund: Einstellungsstopp droht durch explodierende Kosten und lahme Nachfrage

Published:
2025-08-11 01:03:06
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Einstellungsstopp droht, da steigende Kosten und schwache Nachfrage den britischen Arbeitsmarkt bremsen

Der britische Arbeitsmarkt steht vor einer brutalen Zäsur. Unternehmen ziehen die Notbremse – steigende Lohnkosten und eine einbrechende Nachfrage zwingen sie in die Defensive.

Die Zeichen stehen auf Sturm. Während die Bank of England noch über Zinssenken debattiert, kämpfen Arbeitgeber bereits mit Realitäten: Jede zweite Firma erwägt einen Einstellungsstopp bis Jahresende. Die große Brexit-Flexibilität? Ein schlechter Witz.

Und die City? Wetten wie immer auf das falsche Pferd. Analysten korrigieren ihre Wachstumsprognosen – nach unten, versteht sich. Aber Hauptsache die Boni stimmen.

Einstellungsstopp droht, da steigende Kosten und schwache Nachfrage den britischen Arbeitsmarkt bremsen

Eine Umfrage des Chartered Institute of Personnel and Development (CIPD) ergab, dass nur jeder vierte Arbeitgeber in den nächsten drei Monaten Personal einstellen will. Lediglich 16 Prozent rechnen mit einem Personalabbau, und die meisten dieser Kürzungen dürften vorsichtig und maßvoll erfolgen.

Dies ist eine leichte Abschwächung der Dynamik, insbesondere im privaten Sektor. Während es Ende letzten Jahres zutronErholung der Personalbeschaffung kam, hat sich seitdem wenig getan, und die Einstellungsabsichten der Arbeitgeber bewegen sich um die Tiefststände der COVID-19-Pandemie. Am stärksten betroffen sind das Gastgewerbe, der Einzelhandel und die Sozialfürsorge, wo Arbeitgeber typischerweise mit niedrigen Lohnkosten konfrontiert sind und vorübergehend Hunderttausende von Arbeitnehmern beschäftigen, die nach Großbritannien kommen.

Steigende Lohnkosten sind ein wichtiger Faktor. Die Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung im April hat arbeitsintensive Unternehmen am härtesten getroffen und die Margen zusätzlich belastet. Kleinere Unternehmen haben aufgrund dieser zusätzlichen Kosten kaum Spielraum für die Einstellung neuer Mitarbeiter, sodass einige zu Einstellungsstopps oder Entlassungen gezwungen sind.

Der Anpassungsdruck wird auch stark durch politische Veränderungen verursacht. Steuererhöhungen haben die Arbeitsbudgets in diesem Jahr bereits belastet, wie aus einem separaten Bericht der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft BDO hervorgeht. Dem Bericht zufolge gingen mit der Erhöhung des nationalen Mindestlohns Echtzeitinformationen einher, die bestätigten, dass Millionen von Arbeitnehmern nun in Arbeit sind. Zahlreiche weitere Arbeitgeber bereiten sich nun auf eine erneute Belastung ihrer Finanzen vor, da mit der Herbsterklärung der Regierung zusätzliche fiskalische Maßnahmen erwartet werden.

Das bisherige Bild: Steigende Kosten, schwächere Nachfrage und anhaltende Unsicherheit haben das Umfeld für Personalverantwortliche erschwert. Ökonomen warnen, dass viele Unternehmen ohne gezielte Unterstützung oder Anreize ihre Einstellungspläne bis weit ins Jahr 2025 verschieben werden, was die allgemeine wirtschaftliche Erholung bremsen könnte.

Ökonomen hinterfragen Beschäftigungsdaten, da der britische Arbeitsmarkt gemischte Signale sendet

Während Umfragen auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hindeuten, zeichnen die offiziellen Daten ein gemischtes Bild. Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen des britischen Finanzministeriums (HMRC) zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr leicht gesunken ist. Revisionen haben den Rückgang jedoch abgemildert.

Unterdessen deuten die ONS-Daten darauf hin, dass Beschäftigung und Arbeitslosigkeit steigen, während die wirtschaftliche Inaktivität rückläufig ist. Premierminister Sir Keir Starmer nutzte kürzlich die neuesten Statistiken, um zu zeigen, dass die Wirtschaft im Rahmen des staatlichen „Back-to-Work“-Programms mehr Menschen wieder in Arbeit bringt.

Mehrere Ökonomen vermuten jedoch, dass die Zählung des ONS möglicherweise falsch ist und es keine Anzeichen für einen deutlichen Anstieg der Beschäftigung gibt.

Letzte Woche deutete der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, an, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften zurückgegangen sei, meinte jedoch, dass dies angesichts der schrecklichen Daten eine höchst unsichere Zeit sei.

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