Europäische Aktien ziehen an – Gold glänzt leicht im Aufwind

Die Märkte zeigen sich robust: Während europäische Aktien kräftig zulegen, bewegt sich der Goldpreis behutsam nach oben. Ein klassischer Tag für risikofreudige Anleger – und für diejenigen, die ihr Geld lieber in glänzende Sicherheit parken.
Europäische Börsen im Höhenflug
Die Indizes gewinnen spürbar an Boden. Offenbar vertrauen Investoren wieder stärker auf die Konjunktur – oder sie flüchten vor den nächsten Inflationsdaten.
Gold: Der stille Gewinner
Das Edelmetall klettert leise, aber stetig. Eine Erinnerung daran, dass Sicherheit manchmal doch nicht langweilig ist – auch wenn sie nicht mit Meme-Coins oder NFT-Hypes mithalten kann.
Fazit: Während sich die einen über Kursgewinne freuen, horten die anderen still ihr Gold. So viel zur Diversifikation – oder zur menschlichen Gier, je nach Perspektive.
SEC-Vorschlag könnte Börsennotierungen nach London zurückführen
Rechtsberater sagen, dass viele ausländische Firmen, die nur in den USA notiert, aber anderswo registriert sind, sich wahrscheinlich für eine neue Notierung im Ausland entscheiden werden, anstatt die vollständigen amerikanischen Offenlegungsvorschriften einzuhalten.
Robert Newman, Co-Leiter der britischen Kapitalmärkte bei DLA Piper, sagte : „Dies könnte die Londoner Märkte unbeabsichtigt stimulieren.“ Roberts Team berät Unternehmen bei der Frage, wo und wie sie ihre Aktien an die Börse bringen, und er sagte, die bevorstehende Regelung erwecke in der Unternehmenswelt bereits Aufmerksamkeit.
Die Bedenken der SEC wurzeln in einer Lücke in ihrem Aufsichtssystem, die sie mittlerweile als immer größer werdend ansieht. Als die FPI-Regeln erstmals eingeführt wurden, ging man davon aus, dass ausländische Unternehmen, die in den USA notiert sind, in ihrem Heimatland bereits über ausreichende Offenlegungsvorschriften verfügten. Doch diese Annahme trifft nach der jüngsten Konzeptveröffentlichung der Behörde nicht mehr zu.
Die vorgeschlagene Änderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die europäischen Märkte noch immer darum kämpfen, ihre größten Akteure zu halten. Mehrere namhafte Unternehmen haben den Kontinent in den letzten Jahren verlassen und sind an die US-Börsen abgewandert, wo Bewertungen und Liquidität höher sind. Eine Änderung der SEC- Regeln könnte diesen Zustrom verlangsamen oder sogar umkehren.
Gold steigt leicht, da Händler auf Zinssenkungen der Fed setzen
Während sich die Aktienkurse in Europa und den USA abspielen, steigen auch die Goldpreise. Händler kalkulieren nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung im September senkt. Diese Annahme hat den Goldpreis im frühen asiatischen Handel auf fast 3.375 Dollar je Unze getrieben. In Singapur lag der Goldpreis bis 8:18 Uhr um 0,1 Prozent höher bei 3.377,26 Dollar je Unze, nachdem er am Vortag noch 0,3 Prozent höher geschlossen hatte.
Der Goldpreis ist in diesem Jahr bereits um fast 30 % gestiegen. Grund dafür waren Handelsspannungen, politische Instabilität, Anleihekäufe der Zentralbanken und die Erwartung sinkender Zinsen. Fidelity International sieht sogar noch mehr Potenzial und prognostiziert, dass der Goldpreis bis Ende 2026 die Marke von 4.000 Dollar pro Unze erreichen könnte.
Bei den anderen Metallen blieben Silber, Platin und Palladium weitgehend unverändert. Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel um 0,2 Prozent und gab damit dem Edelmetallkomplex etwas Unterstützung.
Was die Währungen betrifft, legte der Dollar am Dienstag um 0,2 Prozent zu, nachdem er in der Vorwoche stark gefallen war. Der Anstieg folgte auf einen unsicheren US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag, der auf Risse am Arbeitsmarkt hindeutete und die Erwartungen auf eine Zinssenkung im September verstärkte.
Die Volatilität stieg noch weiter an, nachdemdent Donald TRUMP einen hochrangigen Statistikbeamten entlassen hatte und die Gouverneurin der US-Notenbank, Adriana Kugler, zurücktrat. Diese Schritte verunsicherten die Devisenmärkte.
Nun befindet sich der Greenback in einem Tauziehen. Einige Händler warten darauf, ob der Dollar seinen kleinen Zugewinn vom Juli, seinen ersten monatlichen Anstieg in diesem Jahr, ausbauen kann. Andere beobachten die Signale der Zentralbanken aufmerksam, insbesondere da Zinssenkungen fast vollständig eingepreist sind. Bei Redaktionsschluss notierte der Euro bei 1,1559 Dollar, ein Minus von 0,12 Prozent, und das Pfund Sterling blieb stabil bei 1,328 Dollar.
Cryptopolitan Academy: Müde von Marktschwankungen? Erfahren Sie, wie DeFi Ihnen helfen kann, ein stetiges passives Einkommen aufzubauen. Registrieren Sie sich jetzt