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Joby Aviation übernimmt Blade Air Mobilitys Passagiergeschäft für bis zu 125 Mio. USD – Ein Game-Changer?

Joby Aviation übernimmt Blade Air Mobilitys Passagiergeschäft für bis zu 125 Mio. USD – Ein Game-Changer?

Published:
2025-08-04 21:00:41
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Joby Aviation wird das Passagiergeschäft von Blade Air Mobility für bis zu 125 Millionen US-Dollar übernehmen

Die Luftfahrtbranche steht vor einer disruptiven Wende: Joby Aviation greift nach dem Passagiergeschäft von Blade Air Mobility – ein Deal mit Potenzial und Risiko.

Warum dieser Deal die Branche aufmischt:

Joby Aviation, bekannt für seine elektrischen Senkrechtstarter, übernimmt das Passagiergeschäft von Blade Air Mobility für bis zu 125 Millionen US-Dollar. Ein strategischer Schachzug, der die urbane Mobilität revolutionieren könnte – oder einfach nur das Portemonnaie von Investoren leert.

Die Zahlen sprechen für sich: 125 Millionen US-Dollar sind kein Pappenstiel. Doch in einer Branche, die von Hyperloop-Träumen und fliegenden Autos geprägt ist, wirkt das fast schon bescheiden. Bleibt die Frage: Wird Joby damit zum Marktführer oder landet das Geld in einem schwarzen Loch aus Regulierung und technischen Hürden?

Eins ist sicher: Die Zukunft der urbanen Mobilität wird nicht von allein fliegen – sie braucht mutige Player wie Joby. Oder ist das nur heiße Luft?

Joby drängt ins Geschäft mit Flugtaxis

Joby bemüht sich derzeit um die Zertifizierung von eVTOLs durch die Federal Aviation Administration (FAA). CEO JoeBen Bevirt gibt an, dass das Unternehmen Anfang nächsten Jahres mit den Flugtests zur Typprüfung durch die FAA beginnen werde. Dies Sei ein wichtiger Meilenstein, der erreicht werden müsse, bevor der kommerzielle Betrieb aufgenommen werden könne.

Bevirt sagte, der Deal ermögliche Joby den Zugang zu Blades bestehenden Kunden, Start- und Landeplätzen sowie zehnjähriger Betriebserfahrung. Bevirt bezeichnete den Deal als „Startrampe“ und als „Katalysator für den weiteren Ausbau der von Blade aufgebauten Erfahrung“.

„Wir glauben, dass saubere, leise Flugzeuge eine große Zahl neuer Start- und Landeplätze erschließen werden“, fügte .

Blade bediente im Jahr 2024 über 50.000 Passagiere von zwölf städtischen Terminals aus, darunter am JFK-Flughafen in New York und an mehreren Standorten in Manhattan. Dieser Passagierbetrieb soll fortgesetzt werden und wird weiterhin von Blade-CEO Rob Wiesenthal geleitet, allerdings als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Joby.

„Wir fliegen mehr Menschen mit dem Hubschrauber – vertikaler Transport – als jedes andere Unternehmen auf der Welt. Durch die Kombination aus Infrastruktur, Fluggästen, Routen und einer weltweit bekannten Marke ist es für den Kunden also eher ein Tauschgeschäft“, sagte Wiesenthal.

Wiesenthal sagt, es werde eine Übergangsphase geben, in der das fusionierte Unternehmen sowohl Hubschrauber als auch Joby-Flugzeuge betreiben werde. Irgendwann werde man aber voraussichtlich nur noch elektrische Lufttaxis betreiben.

Joby arbeitet auch an etwas für das Militär

Joby Aviations Pläne zur Übernahme von Blade haben für Schlagzeilen gesorgt, doch das Unternehmen ist auch in anderen Bereichen aktiv. So ist es kürzlich eine Partnerschaft mit L3Harris Technologies eingegangen, um ein Gasturbinen-Hybridflugzeug mit Senkrechtstart und -landung (VTOL) für militärische Zwecke zu entwickeln.

Das Flugzeug soll Tiefflugmissionen unterstützen und sowohl bemannte als auch autonome Operationen ermöglichen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Joby die Konstruktions- und Fertigungskapazitäten des Flugzeugs beisteuern, während L3Harris an der Integration von Sensoren, Kommunikations- und Autonomiesystemen arbeiten wird.

Die Flugerprobung soll im Herbst dieses Jahres beginnen und im Rahmen von Regierungsübungen im Jahr 2026 sind Betriebsvorführungen geplant.

Das Flugzeug wird auf Jobys bestehender S4-Plattform basieren, die das Unternehmen mit einem Gasturbinen-Hybridantrieb ausstattet. Es hat bereits seine Fähigkeiten für Langstrecken-Hybridflüge und autonomen Betrieb unter Beweis gestellt, doch das neue Flugzeug soll noch mehr leisten und soll Berichten zufolge zunächst für militärische Anwendungen wie Luftüberwachung, Aufklärung und umkämpfte Logistikanwendungen vorgesehen sein.

„Konflikte wie die in Russland und der Ukraine verändern die Einstellung der Menschen zur Tiefflugluftfahrt“, sagte Paul Sciarra, Vorstandsvorsitzender von Joby. „Es war mir besonders wichtig, etwas auf den Markt zu bringen, das sehr schnell von der Demonstration zur Einsatzreife gelangen kann.“

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