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FCA kippt Krypto-Verbot von 2021 – Reifer Markt überzeugt die Aufseher

FCA kippt Krypto-Verbot von 2021 – Reifer Markt überzeugt die Aufseher

Published:
2025-08-01 22:00:09
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Die FCA hebt ihr Verbot aus dem Jahr 2021 auf und begründet dies mit einem reifenden Kryptomarkt

Die britische Finanzaufsicht FCA macht eine Kehrtwende: Nach vier Jahren hebt sie das umstrittene Kryptoverbot auf – ein klares Signal an die Branche.

Der Markt hat sich professionalisiert, die Risiken sind kalkulierbarer geworden. Oder wie ein Insider spöttisch anmerkt: 'Jetzt, wo die Banken selbst in BTC investieren, ist plötzlich alles compliant.'

Was steckt hinter dem Sinneswandel?

Die FCA betont die gestiegene Marktreife: Börsen-gelistete Derivate, institutionelle Custody-Lösungen und schärfere AML-Verfahren hätten das Ökosystem sicherer gemacht. Gleichzeitig warnt die Behörde vor 'übertriebenem Enthusiasmus'.

Für Krypto-Unternehmen bedeutet die Entscheidung einen strategischen Durchbruch – der Londoner Finanzplatz könnte zum Hotspot für regulierte Digital-Asset-Innovationen werden. Die Börsen reagieren bereits: BTC klettert um 3% auf 24-Stunden-Hoch.

Doch Vorsicht bleibt geboten. Wie 2021 gezeigt hat, können regulatorische Kehrtwenden schneller kommen, als die Algorithmen reagieren können.

Die FCA öffnet die Tür, aber es bleiben Risiken

In ihrer Ankündigung wies die FCA darauf hin, dass Privatkunden nur über in Großbritannien ansässige Recognised Investment Exchanges (RIE) auf cETNs zugreifen können.

Daher müssen Unternehmen, die diese Produkte der Öffentlichkeit anbieten, die Vorschriften der Regulierungsbehörden zur Bewerbung der Produkte einhalten. Zu diesen Vorschriften gehört unter anderem die Bereitstellung von Informationen über die Funktionsweise der Produkte und der Verzicht auf unangemessene Marketingangebote zur Anreizsetzung für Verbraucher.

Darüber hinaus gelten die Verbraucherschutzvorschriften der FCA, die Unternehmen dazu verpflichten, im besten Interesse ihrer Privatkunden zu handeln.

Sollten Investitionen jedoch scheitern, sind die Anleger auf sich allein gestellt, da sie nicht durch das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) geschützt sind. Mit anderen Worten: Wenn das Unternehmen hinter dem Produkt scheitert oder der Kryptomarkt zusammenbricht, gibt es kein staatliches Sicherheitsnetz.

Die Kehrtwende der Regulierungsbehörde ist auf die Marktreife zurückzuführen

Dieser Schritt stellt eine deutliche Abweichung von dem seit 2021 geltenden Verbot dar, als die FCA Privatkunden den Zugang zu Krypto-Derivaten und ETNs untersagte. Damals erklärte die Aufsichtsbehörde, dass die Volatilität des Produkts und das hohe Verlustpotenzial für Anleger Anlass zur Sorge gäben.

Seitdem hat der Kryptosektor einen langen Weg zurückgelegt. Große Institutionen – von BlackRock und Fidelity bis hin zur Deutschen Bank – sowie zahlreiche institutionelle Akteure sind in den Markt eingestiegen und haben für mehr Glaubwürdigkeit gesorgt. Auch neue Regeln entstehen, da Regierungen an der Regulierung des Sektors arbeiten. Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür sind die USA mit der kürzlichen Verabschiedung des GENIUS Act .

Anfang des Jahres erklärte die FCA, sie werde sich nicht länger gegen die Schaffung spezieller Märkte für cETNs für professionelle Anleger durch Börsen stellen. Bei einer Konsultation im Juni 2025 wurde die Möglichkeit geprüft, auch Privatkunden zuzulassen. Nun wird dieser Plan Wirklichkeit.

Innovation und Risiko in Einklang bringen

Trotz der jüngsten Freigabe gelten Krypto-ETNs weiterhin als risikoreiche Instrumente.

Da es nun jedoch in der Verantwortung der Verbraucher liegt, ihre eigene Risikobereitschaft einzuschätzen, bleibt die Botschaft der FCA klar: „Verbraucher sollten sicherstellen, dass sie die Risiken verstehen, bevor sie sich für eine Investition entscheiden.“

Die FCA teilte mit, dass ihr Verbot des Privatkundenzugangs zu Krypto-Derivaten weiterhin in Kraft sei; sie werde jedoch die Marktentwicklungen beobachten.

Die Regulierungsbehörde verfügt im Rahmen ihrer Bemühungen, ein einheitliches Regulierungssystem für digitale Vermögenswerte zu schaffen, über einen Krypto-Fahrplan.

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