BTCC / BTCC Square / CryptopolitanDE /
Europas Unternehmen kämpfen mit Trumps Zöllen – und verlieren Boden

Europas Unternehmen kämpfen mit Trumps Zöllen – und verlieren Boden

Published:
2025-08-01 06:40:41
21
1

Europäische Firmen tun sich schwer, sich an Trumps Zölle anzupassen

Die Handelsbarrieren des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bringen europäische Firmen an ihre Grenzen. Während die USA ihre Wirtschaft abschotten, zahlen europäische Unternehmen den Preis – und suchen verzweifelt nach Auswegen.

Die Zahlen sprechen für sich: Seit der Wiedereinführung der Strafzölle im Jahr 2024 sind die Exporte in die USA um satte 15% eingebrochen. Besonders betroffen sind die Automobil- und Stahlindustrie, die traditionell stark auf den amerikanischen Markt angewiesen sind.

Doch nicht alle leiden gleich: Während mittelständische Betriebe oft vor dem Aus stehen, nutzen Großkonzerne kreative Wege – von Produktionsverlagerungen bis hin zu Währungsspekulationen. Ein klassisches 'Too big to fail'-Szenario, das wieder einmal die Kleinen bestraft.

Die Ironie? Während sich Europa über Protektionismus beschwert, hat die EU selbst ihre Subventionspolitik massiv ausgebaut. Aber hey – im globalen Handelskrieg gilt eben: Doppelmoral schlägt Moral.

Trumps Zölle werden sich branchenübergreifend unterschiedlich auswirken

Premiummarken haben mehr Spielraum, diese Preisaufschläge an vermögende Käufer weiterzugeben, während globale Konzerne einige Verluste auffangen oder Teile ihrer Produktion näher an die US-Märkte verlagern.

Bekannte Marken wie Procter & Gamble haben angedeutet, die Regalpreise in den USA vor Jahresende zu erhöhen, und auch Adidas hat moderate Preisaufschläge vorgeschlagen, um die Zollkosten auszugleichen.

Trump sagt, diese Zölle seien notwendig, um Handelsungleichgewichte zu beheben und die US-Produktion wiederzubeleben. Er glaubt, dass sie Arbeitsplätze zurückbringen würden, indem sie Unternehmen dazu ermutigen, im Inland zu produzieren.

Für Produkte, die an eine einzelne Region gebunden sind, ist eine Standortverlagerung jedoch nicht praktikabel. Champagner-Reben beispielsweise wachsen nur in ihrem ursprünglichen Terroir.

„Diese Arbeit wird hier erledigt“, sagte Hugo Drappier. „Wir haben nicht die Möglichkeit, Champagner-Reben umzusiedeln.“

Er sagte, einige US-Bestellungen seien auf Eis gelegt, weil die Zollaussichten unklar seien, aber er hege vorsichtige Hoffnung, dass seiner Branche in Gesprächen eine Ausnahmeregelung zuteil werden könne, und er bevorzuge 15 Prozent gegenüber den einst angedrohten 30 Prozent.

Corania, ein kleines, familiengeführtes Parfümerieunternehmen am Stadtrand von Marseille, steht vor ähnlichen Herausforderungen. CEO Laurent Cohen schätzt, dass rund 25 % seines Umsatzes in den USA erzielt werden. Nachdem die Zolltarife nun defisind, erkundet er neue Regionen und plant, seine Präsenz in den USA zu sichern.

Er räumte ein, dass die Gewinnspannen wahrscheinlich schrumpfen würden und dass die amerikanischen Verbraucher mit höheren Preisen rechnen müssten. „Ich freue mich, dass wir uns nicht mehr in einem Zustand der Unsicherheit befinden“, sagte er.

„Aber da auf unsere günstigen Parfüms ein Zoll von 15 % erhoben wird, müssen wir jetzt enormen Einfallsreichtum beweisen, um auf dem US-Markt bestehen zu können.“

Unterdessen die europäischen Futures auf einen schwachen Start hin: Der Londoner FTSE 100 dürfte mit einem Minus von etwa 0,2 Prozent eröffnen, der französische CAC 40 unverändert bleiben, der deutsche DAX um etwa 0,6 Prozent nachgeben und der italienische FTSE MIB um 0,1 Prozent nachgeben.

Der Stoxx Europe 600 und der Euro Stoxx 50 dürften jeweils um 0,3 % bzw. 0,5 % niedriger eröffnen.

Lassen Sie sich dort sehen, wo es zählt. Werbung in Kryptopolitenforschung und erreichen die schärfsten Investoren und Bauherren von Crypto.

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden